Quo vadis OrangeCampus?

Was tut sich in Sachen Sportzentrum am alten Donaubad? In einem Pressegespräch stellte sich BBU ’01 Vorstand Andreas Oettel den Fragen der Journalisten und wagte einen Ausblick.

Die Resonanz war beeindruckend. Ähnlich wie die Trainingshallen der BBU ’01 Nachwuchsabteilung seit Jahren zu klein sind, war auch das Platzangebot im Presseraum der BBU ’01 Geschäftsstelle am Dienstagnachmittag überschaubar. Der OrangeCampus bewegt die Menschen. Nicht nur zukünftig in seinen Sporthallen oder im Outdoor-Sportpark, sondern schon jetzt in Form der Medien. Deshalb nahm sich BBU ’01 Vorstand Andreas Oettel viel Zeit für das Interesse der Journalisten. Bevor der Familienvater, der den Vorstandsposten im Verein neben seiner hauptamtlichen Aufgabe als Geschäftsführer der Ulmer Basketballer ehrenamtlich ausfüllt, auf unterschiedlichste Fragen einging, wartete er mit einer positiven Meldung auf. Nämlich mit der, dass rund drei Jahre nach Beginn der Planungen für den OrangeCampus nun auch ein „uneingeschränkt genehmigter Bebauungsplan“ für das bereits gerodete Gelände am alten Donaubad vorliegt.  

Damit kann das Projekt, das Oettel mit einem Volumen von 22 Millionen Euro brutto beziffert, in die nächste, konkretere Phase gehen. Während mittlerweile alle Anträge zur öffentlichen Förderung bei den Städten Ulm und Neu-Ulm, sowie beim Württembergischen Landessportbund (WLSB) eingereicht sind, wurde Oettel auch bei der Finanzierung des Sportzentrums konkret. „Es bleibt dabei: 75 Prozent der Kosten werden wir als Verein aufbringen, davon mindestens 2 Millionen in Cash. Die restliche Summe finanzieren wir über Darlehen.“ Und auch in diesem Zusammenhang hatte der 41-jährige Finanzexperte gute Nachrichten. Einerseits das Feedback vom WLSB, „der den OrangeCampus als Leuchtturmprojekt einstuft und eine Förderung von ca. 690.000 Euro vorsieht“, andererseits von einem namentlich nicht genannten Spender, „der uns 500.000 Euro überweisen wird“.

Der Business-Plan werde ständig angepasst. „Da spielen steigende Bau-Kosten genauso eine Rolle, wie zukünftige Ankermieter“, so Oettel. Denn der OrangeCampus mit seinen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten biete eben auch vielfältige Ertragsoptionen. Angefangen beim Fitnessstudio, über den öffentlichen Gastronomie-Bereich bis hin zur Vermietung von Büroflächen. Neben dem bereits feststehenden Ankerpartner, der Uzin Utz AG, die jährlich und langfristig investiert, „stehen zwei weitere Partner in der Pipeline“, so Oettel. Aber auch ratiopharm ulm – also das Profiteam – soll seinen Beitrag leisten. „ratiopharm ulm wird durch die Hallennutzung genauso wie durch die Anmietung von Büro- und Shopflächen an der Finanzierung  des OrangeCampus teilhaben“, erklärt Oettel das Zusammenspiel zwischen Profi- und Nachwuchsabteilung.

Zu den noch offenen Punkten „Zuschüsse durch die Städte Ulm & Neu-Ulm“, sowie die „Erbbaurechtsthematik“ äußerte sich Oettel optimistisch. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und stehen in ständigem Dialog mit den entsprechenden Stellen.“ Neben „positiven Signalen aus den Fraktionen“, kann sich Oettel auch auf eine breite Unterstützung im Verein verlassen. Über 1.800 BBU ‘01 Mitglieder – Tendenz stark steigend – stehen hinter dem Projekt. Einen Baubeginn für „die Heimat des Ulmer Basketballs“, wünscht sich Oettel im Herbst 2017. Sollte das klappen, könnte eine Eröffnung im Frühjahr 2019 erfolgen. „Wir sind Sportler und wenn wir den Tipoff vor Augen haben, wollen wir loslegen. Aber wir wissen auch, dass bei einem so umfangreichen Projekt viele Fragen zu klären sind. Und natürlich wollen wir den Entscheidungen der Städte in den noch offenen Punkten nicht vorgreifen“, so Oettel.  

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Foto BBU '01 Grafik Scherr + Klimke

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