ratiopharm ulm tut der Region gut!

7,4 Millionen Euro an regionaler Wertschöpfung – 14 Millionen Euro kostenlose Werbung für die Städte Ulm und Neu-Ulm. Der Ulmer Basketball ist weit mehr als das sportliche Aushängeschild der Region.

Nur mal so angenommen: Von jetzt auf gleich ist ratiopharm ulm nicht mehr da – einfach so weg. Kein Basketball, kein Entertainment, keine Jugendarbeit – kein gar nichts mehr. Die Trauer in den Gesichtern der 6.200 Besucher, die jedes Heimspiel von ratiopharm ulm besuchen, kann man sich gut vorstellen. Aber welchen Effekt hätte ein Rückzug des Hauptrundenersten der Saison 2016/17 für den Wirtschaftsraum Ulm und Neu-Ulm? Dieser Frage ging nun das Marktforschungsunternehmen ValuMedia nach und hat erstaunliche Zahlen zu Tage gebracht. „Analysen dieser Art machen wir regelmäßig für unser Partner“, sagt Andreas Oettel. „Doch wenn es darum geht, Zuschüsse und Fördermittel für den OrangeCampus zu beantragen, ist es nur legitim, den Bürgern einmal zu erklären, was wir für die Region tun“, so der BBU ’01 Geschäftsführer.

Alleine die regionale Wertschöpfung, die sich aus direkten und indirekten Steuereinnahmen errechnet, ergibt für die Region die stolze Zahl von 7,4 Millionen Euro pro Jahr. Konkret heißt das, dass Ulm und Neu-Ulm ohne ratiopharm ulm jährlich 7,4 Millionen Euro Steuereinnahmen fehlen würden. Und: 88 Arbeitnehmer einer Vollzeitstelle müssten mit einer anderen Tätigkeit ihren Lebensunterhalt bestreiten; auch 152 Teilzeitstellen stehen in Zusammenhang mit der Existenz des Profiteams. Nimmt man den Werbewert hinzu, den ratiopharm ulm jährlich durch seine nationale und internationale Medienpräsenz für die Städte Ulm und Neu-Ulm leistet, kommen jährlich noch einmal über 14 Millionen Euro hinzu. Das entspricht dem Wert von 550 kostenlosen Werbespots bei RTL zur Primetime. Da überrascht es nicht, dass die Sympathiewerte, die die ValuMedia-Studie in einer Zuschauerbefragung ermittelt hat, für ratiopharm ulm herausragende Zufriedenheitswerte ergaben. Wie wertvoll ratiopharm ulm für seine Heimat ist, zeigt auch eine andere Befragung unter Sportinteressierten in ausgewählten deutschen Großstädten außerhalb Bayerns: Im September 2016 gaben 14,8 Prozent der Befragten an, dass sie mit der Stadt Ulm den Basketballsport verbinden – das Ergebnis der gleichen Frage in München ist nur halb so hoch. 

Ein Außenansicht des geplanten OrangeCampusDoch die positiven Effekte, die direkt und indirekt mit ratiopharm ulm zusammenhängen, tun nicht nur den Städten Ulm und Neu-Ulm gut, sie motivieren auch immer mehr Nachwuchsspieler und -spielerinnen. Mit aktuell 2.537 Mitgliedern registriert BBU ’01 einen enormen Zuwachs. Um die immer größer werdende Anzahl an Jugendlichen auch im Spielbetrieb unterzubringen, hat der Club unlängst je ein NBBL und JBBL Team unter dem Namen BBU Allgäu/Memmingen gegründet. Und auch hallentechnisch trägt BBU ’01 dem Wachstums-Boom mit dem Ausbau einer neuen Trainingshalle in Nersingen Rechnung. „Außerdem sind wir in Gesprächen mit der Stadt Ulm, die stillgelegte Kepler-Halle für drei Jahre zu revitalisieren“, verrät BBU ’01 Vorstand Dr. Thomas Stoll.

Ob diese enorm positive Bewegung zukünftig eine neue Heimat am alten Donaubad finden wird, soll sich im Laufe des Julis entscheiden. „Es ist an der Zeit, Farbe zu bekennen“, sagt Dr. Stoll und untermauert damit die Notwendigkeit einer zeitnahen Abstimmung auf politischer Ebene noch im Juli. Dass der Neu-Ulmer Stadtrat und der Ulmer Gemeinderat noch im Juli über die Zuschüsse für den OrangeCampus entscheiden werden, hofft auch Vorstand Andreas Oettel, der allerdings auf zwei Handlungsstränge hinweist: „Auf Neu-Ulmer Seite läuft der Prozess sehr gut – hier ist im Juli mit einer Beschlusslage zu rechnen“, so Oettel. „Auf Ulmer Seite sind wir seit Wochen in konstruktiven Gesprächen. Wir haben alle an uns gestellten Aufgaben erfüllt und die Zahlen von einem Wirtschaftsprüfer bestätigen lassen. Jetzt begeben wir uns in die Hände der Politik und sind optimistisch, im Juli eine Entscheidung zu bekommen. Mit dieser Entscheidung leben wir dann.“

Fotos Rampant Pictures / BBU '01

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