Hunger auf Wiedergutmachung

ratiopharm ulm kämpft am Mittwoch (19:30 Uhr live bei Telekom Sport) gegen ASVEL Villeurbanne um seine Chance, im Eurocup die nächste Runde zu erreichen. 

Shortcut Das Hinspiel war mit 108:77 deutlich – höher hat ratiopharm ulm in seiner fünfjährigen EuroCup-Tradition noch nie verloren. Damit die Gastgeber, die am Mittwoch in einer gut gefüllten ratiopharm arena  (Tickets erhältlich) das Rückspiel gegen den aktuell Dritten der französischen Liga bestreiten, eine weitere Tradition am Leben halten, ist ein Sieg gegen Lyon fast schon unabdingbar. Bisher hatte ratiopharm ulm in jeder EuroCup-Saison mindestens die nächste Runde erreicht. Ein Umstand, der nicht nur die Ambitionen des Trainers anspornt. „Ich erwarte von den Spielern den Hunger und Ehrgeiz, die Hinspiel-Niederlage wieder gut machen zu wollen“, sagt Thorsten Leibenath. Hatte der Head Coach gegen die athletischen Franzosen im Hinspiel auf seinen größten Flügelspieler und Center Tim Ohlbrecht verzichten müssen, kann er am Mittwoch auf Ryan Thomson und den zuletzt formstarken Jerrelle Benimon zurückgreifen. Und noch etwas stimmt den 42-Jährigen optimistisch: „Das Vertrauen in unsere Heimstärke.“ Die starken Auftritte gegen Bursa (83:73), Gran Canaria (97:87) und St. Petersburg (93:95) rechtfertigen dieses Vertrauen.

Record Die aktuelle Bilanz spricht klar für Lyon und damit für das finanzkräftigste Team der französischen Liga: Mit 3-3 Siegen/Niederlagen rangieren die Franzosen auf Rang drei der EuroCup-Gruppe D und damit drei Plätze vor Ulm (2-4). Und auch in der Liga hat der Tabellendritte (7-4) einen besseren Record als Ulm (6-5). ratiopharm ulm kann indes für sich in Anspruch nehmen, dass Villeurbanne noch nie in der Arena gewonnen hat. Beim ersten Aufeinandertreffen beider Teams am 16. Oktober 2013 gewannen die Gastgeber mit 86:80.

Keystats Es kommt selten vor, dass sich die Statistiken zweir Teams nach sechs gespielten Partien so sehr ähneln, wie die von ratiopharm ulm und ASVEL Villeurbanne. Während die Unterschiede bei Wurfquote, Rebounds und Assists marginal sind, fällt eine Rubrik komplett aus dem Rahmen: Mit 90 Punkten kassiert ratiopharm ulm satte zehn Zähler mehr als die Franzosen. Weshalb Thorsten Leibenath sagt: „Hier müssen wir ansetzen!“

Spotlight Mit 21 Punkten – fünf davon aus dem Dreipunktbereich – war John Roberson der dominierende Spieler des Hinspiels. Der Mann, der Mitte Oktober teilweise aus den verrücktesten Lagen traf, versenkt im Schnitt 48,8 Prozent seiner Dreier. Kein anderer EuroCup-Spieler, der mindestens 3,3 erfolgreiche Dreier pro Spiel aufweisen kann, wirft hochprozentiger. „Wir werden ihn nicht davon abhalten können zu scoren, aber wir müssen es ihm so schwer wie möglich machen“, sagt Leibenath.

Quotes

Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm): „Der Grund, warum wir aktuell Tabellenletzter sind, ist die Verteidigung – wir kassieren im Eurocup zu viele Punkte. In Lyon waren es mit 108 Punkten noch einmal mehr als im Schnitt – hier müssen wir ansetzen. Ich erwarte von den Spielern den Hunger und Ehrgeiz, die Hinspiel-Niederlage wieder gut machen zu wollen. Das Spiel am Mittwoch hat eine hohe Bedeutung für uns, weil wir mit einem Sieg wieder mittendrin sind im Kampf um die nächste Runde. Zwei Tendenzen machen mich optimistisch: Einerseits der Aufwärtstrend unserer Mannschaft in der Bundesliga, anderseits das Vertrauen auf unsere Heimstärke.“

Good to know Wer morgen zwischen 11 und 13:30 Uhr bei REWE einkaufen geht, hat eine gute Chance, drei Profis von ratiopharm ulm an der Kasse zu treffen! Tim Ohlbrecht (12:30 – 13:30 Uhr, Virchowstraße am Eselsberg), Marcell Pongo (11 – 12 Uhr, gegenüber der ratiopahrm arena) und Björn Rohwer (12 – 13 Uhr, Herzog-Georg-Straße, Weißenhorn) kassieren am Mittwoch für den guten Zweck. Der Erlös aller Artikel, die bei den Profis über die Kasse gehen, spendet REWE an die Radio 7 Drachenkinder. Am Spendentelefon (0800 70 77 110) ist dann am Donnerstag (8 – 9 Uhr) Head Coach Thorsten Leibenath zu erreichen.

Fotos ASVEL Villeurbanne

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