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Do, 10.01.2019

#TBT - Cold as ice

Wie der zweitbeste Distanzschütze der Saison 2008/09 ein Spiel auch ohne Wurfglück entscheidet.

Wir schreiben das Jahr 2009. Kurz nach dem Jahreswechsel zieht eine Kältewelle über Deutschland. Die erste Monatshälfte des Januars gestaltet sich bitterkalt mit strengen Frösten bis zu -20 Grad. Für die Ulmer, die am Abend des 10. Januar in Nördlingen zu Gast sind, soll Lee Humphrey, der sonst mit einem brandheißen Händchen besticht, dank eiskalter Nerven zum Matchwinner werden.
Doch von vorn. Am letzten Hinrunden-Spieltag der Saison 2008/09 reisen die von Mike Taylor gecoachten Ulmer mit dem Bus in das nur 83 Kilometer entfernte Nördlingen. Während des Warm-Ups laufen die obligatorischen Wurf-Drills. Ein Ball nach dem anderen zischt durch die Reuse. Allen voran Lee Humphrey, der in der laufenden Saison bereits 40 Dreier (38,1%) versenkt hat, trifft Jumper um Jumper. 

19.30 Uhr – los geht’s! Humphrey steht, wie bereits 16 Mal zuvor, in der Starting Five. Doch irgendetwas ist anders. Es vergehen mehr als 13 Minuten, bis sich der zottelhaarige Humphrey mit einem Defensiv-Rebound erstmalig in die Statistik einträgt. Anderthalb Minuten später dann der erste Wurf – ein Dreier – daneben. Es folgt ein Steal, doch bis zur 38. Spielminute scheint das Wurfhändchen von Lee Humphrey wie eingefroren. Beim Stand von 65:71 gelingt dem sonst so treffsicheren Guard der erste Korberfolg – aus der Nahdistanz. 

Trotz Wurfpech den Game Winner versenkt

Doch von Winterzauber keine Spur. Die Ulmer verspielen ihren Acht-Punkte-Vorsprung innerhalb von zwei Minuten. Als die 3.000 Zuschauer beim Stand von 79:79 bereits mit der Verlängerung rechnen, bekommt ausgerechnet der wohl blasseste Spieler des Abends den Ball an der 6,25-Meter-Linie. Dreier?! Denkste! Lee Humphrey wird von Oswaldo Jeanty gefoult. Und wer dachte, dass das Händchen von Humphrey jetzt endlich auftauen würde, irrte. Der erste Freiwurf tanzt auf dem Ring. Daneben. Auch der zweite – nicht drin! Sollte die Partie wirklich in die Overtime gehen? Nein! Wie zuvor im Warm-Up zischte der letzte Freiwurf durch die Reuse! 79:80. Eiskalt – Lee Humphrey.

Text: Florian Eisebitt

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