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So, 22.09.2019

Noch 2 Tage: Showdown in Orange

Bundesligapremiere gegen Favoritenschreck aus Vechta.

  • Das erste Pflichtspiel seit 121 Tagen.
  • Heimspielpremiere für acht Ulmer Neuzugänge.
  • Per Günthers erstes BBL-Spiel jährt sich zum elften Mal.
Dem ersten Spieltag einer Saison liegt ein ganz besonderer Zauber inne. Das erste Mal einlaufen, das erste Mal die Schlachtrufe der Fans hören, das erste Mal die eigenen Farben im Wettkampf repräsentieren. Bei so vielen ersten Malen ist die Vorfreude entsprechend groß, so auch bei Zoran Dragic, der am kommenden Dienstag in seine 15. Profisaison startet. Dragic lief 15 Mal in der NBA auf – in der EuroLeague absolvierte er 105 Spiele. Von Abgebrühtheit ist bei dem slowenischen Routinier aber wenig zu spüren wenn er sagt: „Natürlich bin ich aufgeregt. Es ist mein erstes Jahr in Deutschland, mit einer neuen Mannschaft. Ich kann es kaum erwarten, bis es am Dienstag endlich losgeht.“ 
Neu-Ulmer Seth Hinrichs gegen Ex-Ulmer Isaac Fotu. Foto: Christian Becker
Das erste Mal ist eben immer etwas Besonderes. So auch am Dienstag, wenn acht Ulmer Neuzugänge gegen Rasta Vechta ihre Premiere in der ratiopharm arena erleben werden. Bei den Gästen, die 2018/19 als Aufsteiger sensationell ins Halbfinale stürmten, ist der Umbruch nicht ganz so groß ausgefallen. Zwar zogen die Leistungsträger T.J. Bray (München), Austin Hollins (St. Petersburg) und Seth Hinrichs (Ulm) weiter, doch den Kern der Mannschaft konnte Pedro Calles, Trainer des Jahres 2019, halten. Das könnte ein Vorteil sein für Vechta, das einen ähnlich temporeichen Spielstil pflegt, wie ihn auch ratiopharm ulms Head Coach Jaka Lakovic sehen möchte. 
 „Wir kennen Coach Pedro Calles, sie werden gut vorbereitet sein. Aber im ersten Spiel sollten wir den Fokus auf uns richten. Wir müssen unsere Sachen richtig und gut machen. Dann sind wir konkurrenzfähig und dann haben wir auch eine Chance auf den Sieg.“ Die Saisonvorbereitung verlief für Vechta vielversprechend: In sechs Testspielen, die ausschließlich gegen deutsche Teams ausgetragen wurden, verbuchten die RASTAner sechs Siege. 

Im Fokus: Mit Josh Young als Anführer, Jungnationalspieler Philipp Herkenhoff auf der Fünf und den variablen Big Men Robin Kirsten und Michael Kessens, plus dem Verteidigungsspezialisten Max DiLeo hat Vechta ein Quintett beisammen, das aus dem Vorjahr weiß, wie man auch die ganz Großen der Liga mit intensiver Verteidigung in die Knie zwingen kann. Bayern, Bamberg, Berlin – alle hatten sie dem Druck der RASTAner nichts entgegenzusetzen. Bei den Neuzugängen fehlen zwar die ganz großen Namen, auffällig ist aber, dass alle aus kleineren bzw. zweiten Ligen kommen, also über reichlich Ehrgeiz und Entwicklungspotenzial verfügen dürften. Bekanntester Neuzugang ist Steve Vasturia, der schon für ALBA Berlin in der BBL auflief und zuletzt in der zweiten spanischen Liga aktiv war.  

„Natürlich bin ich aufgeregt." Zoran Dragic

Historie: RASTA Vechta spielt seine vierte Saison im Oberhaus. Die bisherigen sechs Duelle mit ratiopharm ulm gingen allesamt an die Uuulmer. Dabei war jede Partie war hart umkämpft – nur einmal betrug die Differenz mehr als zehn Punkte. Gästecoach Pedro Calles, der zuvor Assistant Coach bei der Artland Dragons war, gewann in 12 Anläufen noch nie gegen ratiopharm ulm. Aber auch die Gastgeber wollen eine Serie brechen: Aus fünf BBL-Eröffnungsspielen vor heimischem Publikum sprang bisher noch nie ein Sieg heraus. 
Josh Young im Duell mit Marius Stoll. Foto: Harry Langer
O-Ton
Jaka Lakovic: „Wir kennen Coach Pedro Calles. Vechta wird also sehr gut auf uns vorbereitet sein. Aber auch sie haben neue Gesichter, es ist also schwer zu sagen, wie sie rauskommen werden. Aber im ersten Spiel sollten wir den Fokus auf uns richten. Wir müssen unsere Sachen richtig und gut machen. Dann sind wir konkurrenzfähig und dann haben wir auch eine Chance auf den Sieg.“

Thorsten Leibenath:  „Vechta hat seine drei stärksten Spieler verloren, aber auch sehr interessante Spieler behalten. Die jungen Talente wie Philipp Herkenhoff und Luc van Slooten entwickeln sich in Vechta hervorragend. Letztes Jahr hatte Vechta niemand auf der Rechnung – das war ein Fehler. Ich traue ihnen aber auch dieses Jahr einiges zu.“
 
Und sonst: Per Günther bestritt am 24. September 2008 sein erstes BBL Spiel. Der damals 20-Jährige stand gegen Brose Bamberg 33 Minuten auf dem Parkett und erzielte dabei sechs Punkte beim 66:64-Auswärtssieg. Am Ende dieser Saison wurde er sogar zum „Rookie des Jahres“ gewählt. Auf den Tag genau elf Jahre später könnte Günther sich gegen RASTA Vechta zum 405. Mal das ratiopharm ulm-Trikot überstreifen. Ob der Kapitän am Dienstag nach seiner Knieverletzung schon zum Einsatz kommt, ist indes noch nicht sicher. 
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