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Mo, 11.11.2019

Gemeinsam gegen das Bollwerk

Gegen MoraBanc Andorra erwartet ratiopharm ulm ein hartnäckiger und körperlich starker Gegner mit höchstem europäischem Offensivpotential.

  • Andorra mit der drittbesten Offensive des 7DAYS EuroCup.
  • Bereit machen für die Härte: Lakovic intensiviert Training. 
  • Christoph Phillips: Von der Ulmer Jugend in den EuroCup.  
Mit MoraBanc Andorra gastiert das drittbeste Offensivteam des 7DAYS EuroCup in der ratiopharm arena. Dabei stellen die Gäste einen Kader, in dem nur zwei Spieler im Schnitt zweistellig punkten, dafür aber fünf Spieler durchschnittlich zwischen sieben und neun Zähler auflegen. Neben der Ausgeglichenheit ist die Treffsicherheit die größte Stärke der Gäste: Aus dem Zweierbereich versenkt Andorra 57,8 Prozent seiner Würfe, von jenseits der 6,75-Meter-Linie sind es 40,1 Prozent. 

„Um uns gegen Andorra in eine Position für einen Sieg zu bringen, müssen wir als erstes mit ihrer Aggressivität und Härte klarkommen“, erklärt Head Coach Jaka Lakovic. Um diese Physis zu simulieren hat der Slowene das Training angepasst: Kürzer, dafür intensiver hatte er in den letzten Tagen trainiert. „Wir müssen auch im Training härter zupacken, um auf die Intensität vorbereit zu sein, die uns in den Spielen erwartet“, beschreibt der Trainer, was Andi Obst nach dem Würzburg-Spiel so ausdrückte: „Wir brauchen mehr Killerinstinkt.“ Lakovic hatte beobachtet, dass seine Mannschaft zwischen der 31. und 38. Minute gegen Würzburg zu sehr auf Einzelaktionen gesetzt hatte. „Offensiv haben wir in dieser Phase als Team nicht viel zustandegebracht, da war unser Game Management schlecht.“ Wenn sein Team gegen den physischen Druck Andorras bestehen wolle, müsse es in solchen Phasen mit derselben Härte dagegenhalten. „Wenn der Gegner den Druck erhöht, musst du auch mal auf die Bremse treten und das Spiel langsam machen“, sagt Lakovic. 
Gegen die drittbeste Offensive des EuroCups hatten Andi Obst & Co. im Hinspiel Probleme. Foto: Igokea/Nenad Vuruna
Im Fokus: Mit zwei Siegen Rückstand auf Monaco und Andorra (beide 3-3) braucht ratiopharm ulm aus den verbleibenden vier Partien möglichst viele Erfolge, um doch noch in die Runde der Top16 einzuziehen. Haben zwei Teams nach Abschluss der Hauptrunde dieselbe Anzahl an Siegen, entscheidet der direkte Vergleich. Sind indes mehr als zwei Mannschaften punktgleich, wird unter den betroffenen Teams eine „Mini-Tabelle“ errechnet, die lediglich die Ergebnisse zwischen den punktgleichen Teams – und den dabei erzielten und kassierten Körben – berücksichtigt. Um den direkten Vergleich gegen Andorra zu gewinnen, muss ratiopharm ulm mit einem Vorsprung von 20 Zählern gewinnen, gegen Monaco brauchen die Ulmer 18 Punkte mehr als der Gegner. Dass das nicht unmöglich ist, hat ausgerechnet Andorra vorgemacht, das im Hinspiel gegen Monaco mit 16 Punkten Differenz unterlag und das Rückspiel mit plus 27 Punkten für sich entschied.  
Mit diesem Dunk wurde Christoph Philipps zum Gewinner des REWE Uuulmer Move des Monats. Foto: Igokea/Nenad Vuruna
Historie: Auswärts tun sich bisher beide Kontrahenten schwer: Während ratiopharm ulm bei wettbewerbsübergreifenden sechs Partien in fremder Halle noch gar nicht gewinnen konnte, steht Andorra auswärts in der Liga und im EuroCup bei 2-7. Während Andorra am Wochenende ein überzeugender Erfolg bei Estudiantes gelang – als fünf Spieler 12 oder mehr Punkte erzielten –, verloren die Gäste bei ihrem ersten Auftritt in der ratiopharm arena im letzten Jahr mit 80:88. 

O-Ton
Jaka Lakovic: „Andorra ist ein europäisches Topteam, das belegen sowohl ihre Effektivität, als auch ihr offensiver Output. Doch mehr als das, sind es ihre Physis und Härter, die sie auszeichnen. Sie spielen mit sehr hohem Druck – und zwar bei jedem Ballbesitz. Diesem Druck zu widerstehen und mit derselben Intensität zu beantworten, wird für uns die größte Herausforderung sein.“
Kristofer Krause machte in Ulm den Sprung von der Regionalliga aufs EuroCup-Parkett. Foto: Matthias Stickel
Und sonst? Christoph Philipps ist der erste gebürtige Ulmer, der sämtliche Jugendmannschaften des Clubs durchlaufen und sich mittlerweile eine feste Rolle in der Rotation der Profi-Mannschaft erkämpft hat. Auch im EuroCup. Etwas länger als neun Minuten steht der hagere, 2,03 Meter große Forward pro Partie auf dem Parkett. Statistisch (1,3 PpS, 0,7 RpS) lässt sich sein Wert für die Mannschaft nur schlecht messen. Trotzdem stand der 21-Jährige sowohl in der BBL, als auch im EuroCup bereits einmal in der Starting Five. Philipps verteidigt stark und ist trotz seiner Größe in der Lage, auch kleinere Guards vor sich zu halten. „Chrissis Verteidigung ist sehr gut“, beschreibt Jaka Lakovic die Vorzüge seiner Nummer zehn. 
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