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Fr, 03.07.2020

Schmerzhafte Vertragsauflösungen

ratiopharm ulm muss für die Saison 2020/21 mit deutlichen Etatkürzungen rechnen und hat Spielerverträge aufgelöst.

Die 20. Saison von ratiopharm ulm beginnt mit vielen Unwägbarkeiten. Auch sechs Monate nach Ausbruch der Corona-Pandemie ist längst nicht klar, ob und in welchem Umfang in der kommenden Spielzeit Großveranstaltungen möglich und damit Zuschauer zu Basketball-Bundesliga-Spielen zugelassen sein werden. Da die Zuschauereinnahmen in Verbindung mit den Erlösen aus dem Hospitality-Bereich rund ein Drittel des Etats ausmachen, ist der Club zu massiven Sparmaßnahmen gezwungen. „Wir können nur ausgeben, was wir haben“, sagt Geschäftsführer Andreas Oettel und verweist damit auf eine Maxime, die der schwäbische Club seit seiner Gründung im Jahr 2001 verfolgt. 

„Wir können nur ausgeben, was wir haben.“ Andreas Oettel

Grant Jerretts Vertrag wurde aufgelöst. Foto: Harry Langer
Nachdem man schon in den letzten Wochen zahlreiche Einsparmaßnahmen umgesetzt hat, sind nun auch mit einigen Spielern die Verträge aufgelöst bzw. nicht verlängert worden. „Das ist kein leichter Schritt, der uns insbesondere nach den großartigen Tagen in München sehr schwerfällt“, sagt Geschäftsführer Dr. Thomas Stoll. „Aber wir haben keine Wahl. Der Spielermarkt wird sich in diesem Sommer radikal ändern und ohne die für unseren Etat elementaren Zuschauereinnahmen können wir die laufenden Verträge nicht erfüllen.“ Bislang aufgelöst wurden die Verträge mit Grant Jerrett und Derek Willis. Ohnehin bereits ausgelaufen sind die Verträge von Tyler Harvey, Archie Goodwin, Thomas Klepeisz, Per Günther, Gavin Schiling, Max Ugrai und Seth Hinrichs. Trotz der wirtschaftlich angespannten Situation ist der Club weiterhin in Gesprächen mit den Spielern. Automatisch verlängert hat sich indes der Vertrag von Christoph Philipps. Dieser hat von seiner Ausstiegsoption bis zum 30. Mai kein Gebrauch gemacht. 

„Wir werden alles daransetzen, den Etat so schnell wie möglich wieder auf ein Niveau wie vor der Corona-Krise zu bringen“, sagt Andreas Oettel. „Die jetzt getroffenen Entscheidungen sind hart, aber nur so können wir sicherstellen, dass ratiopharm ulm auch in seiner 20. Saison wettbewerbsfähig bleibt.“ Ziel ist es, bis zum Trainingsbeginn Mitte August eine schlagkräftige Mannschaft vorstellen zu können.
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