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ratiopharm ulm
Coach: LEIBENATH Thorsten
Platzierung: 15. (2-5)
Heim-Bilanz: 0-4
20.10.2018 | 18:00 | BBL 4. Spieltag
(6200 Zuschauer)
74 : 92
Q1 Q2 Q3 Q4
ULM 17 20 15 22
BER 24 20 24 24
ALBA BERLIN
Coach: GARCIA RENESES Alejandro
Platzierung: 2. (6-1)
Auswärts-Bilanz: 1-1

Die Strafe folgt auf dem Fuße

ratiopharm unterliegt Alba Berlin am Ende deutlich, weil der Vizemeister die Ulmer Fehler kompromisslos bestraft.

  • ratiopharm ulm unterlaufen 16 Ballverluste – Alba Berlin nur die Hälfte. 
  • Gavin Schilling muss vor der Halbzeit verletzt das Feld verlassen. 
  •  Patrick Miller mit 13 Punkten und vier Assists Ulmer Topscorer. 
Am deutlichsten war der Berliner Vorteil in der Zone zu sehen. Während ratiopharm ulm nur 22 Zähler im schwarz-markierten Bereich direkt unter dem Korb gelangen, waren es auf Berliner Seite 62. Dabei waren es gar nicht so sehr die langen Albatrosse wie Luke Sikma (8 Punkte) oder Clint Champman (10), es waren die Flügelspieler wie der Isländer Martin Hermannsson (17) und der Litauer Rokas Giedraitis (14), die ratiopharm ulm in der Zone bestraften. Mit 13 Steals hatten die Gäste permanent Druck auf die Ulmer Verteidigung ausgeübt und die Gastgeber zu 16 Ballverlusten gezwungen. „Wir haben heute kein schlechtes Spiel gezeigt. Die 18 Punkte Unterschied am Ende spiegeln in meinen Augen nicht die Leistung meiner Mannschaft wider“, so Head Coach Thorsten Leibenath, der aber auch weiß: „Mit 16 Turnovern wird es sehr schwer, gegen eine Mannschaft wie Berlin zu gewinnen.“

„Die Berliner haben unsere Turnover eiskalt ausgenutzt.“ Per Günther

Durch eine erneut starke kämpferische Leistung und auch durch geduldiges Passspiel hatte ratiopharm ulm immer wieder Rückstände aufgeholt  und sich in Schlagdistanz gebracht. So auch im dritten Viertel, als Ryan Thomson sein Team auf 45:51 heranbrachte. „Doch wir sind zu sorglos mit diesen Chancen umgegangen“, so Leibenath. Denn Berlin bestrafte die Ulmer Aufholjagd postwendend mit einem 1:11-Run. 
Der Topscorer der Partie: Martin Hermannsson. Foto: Harry Langer
Dabei waren die Gastgeber gut gestartet und hatten es bis zur 9. Minute (16:17) geschafft, Alba nicht ins Laufen kommen zu lassen. Dann waren es zwei Unachtsamkeiten bzw. Turnover, die Berlin zu einem 0:7-Lauf nutzte und die Partie beim Stand von 17:24 in die erste Pause schickte. Davor hatten die Hausherren, die erneut auf Javonte Green verzichten mussten, kämpferisch und auch spielerisch gut mitgehalten. Allen voran das Ein-Mann-Abrissunternehmen Isaac Fotu, der sich schon in den ersten zehn Minuten fünf Rebounds und acht Punkte gesichert hatte. 

Im zweiten Durchgang war die Dramaturgie ganz ähnlich: Erst warfen die Ulmer alles was sie hatten aufs Parkett – wie zum Beispiel Gavin Schilling, der mit vollem Einsatz den Ball vom Boden kratzte –  dann war es Berlin, das kaltschnäuzig jeden Ulmer Fehler (8 Ballverluste zur Halbzeit) ausnutzte und mit einer 37:44-Führung in die Pause ging. Doch ratiopharm ulm zeigte, angeführt von David Krämer, dass es nur über Kampf in dieses Spiel kommen würde. So hatten die Gastgeber mit ihrer intensiven Gangart Alba schon nach fünf Minuten des zweiten Viertels zum fünften Teamfoul gezwungen. Als Schilling dann in der 18. Minute nach einem Offensivrebound-Versuch umknickte, war das ein Stich ins Ulmer Kämpferherz. 

„Mit der kämpferischen Einstellung bin ich sehr zufrieden.“ Thorsten Leibenath

Zu Beginn des dritten Durchgangs reichten Berlin zwei Angriffe, um erstmals zweistellig in Führung zu gehen (37:49). Dann kämpften sich die Orangenen wieder heran (45:51), um dann einen 1:11-Run hinnehmen zu müssen (46:62, 27.). Während Berlin spektakuläre Zähler, wie der Alley-Oop auf Giedraitis – den der Litauer rückwärts durch den Ring stopfte – gelangen, fiel für ratiopharm ulm insbesondere aus der Distanz zu wenig (7/22, 30. Min). Der Rückstand vor Beginn der Schlussviertels war deshalb mit 52:68 deutlich. 

Dann waren es ausgerechnet zwei Ulmer Dreier, die in der 31. Minute den Rückstand auf zehn Zähler reduzierten. Wenngleich Thompson das Defizit noch einmal unter zehn Punkte drückte (62:71), hatte das permanente Hinterherlaufen einmal mehr wieder viel Kraft gekostet. „Nicht zu früh in einen Rückstand geraten“, hatte Leibenath vor der Partie von seinem Team verlangt. Gegen Alba war es der 1:11-Run Mitte des dritten Viertels, der dieses Vorhaben zunichte machte und die Vorentscheidung einläutete.  
Ryan Thompson mit seinem für ihn typischen Zug zum Korb. Foto: Harry Langer
Im Fokus „Es ist mir egal, auf welcher Position ich spiele, solange ich dem Team helfen kann“, beschreibt Ryan Thompson sein Rollenverständnis, das ihn in dieser Saison mal auf der Small Forward Position und mal auf der des Power Forwards agieren lässt. Gegen Berlin startete Thompson erstmals in dieser Saison auf der „drei“, was ihn nicht davon abhielt, an allen Ecken und Enden zu helfen. Mit 12 Punkten, drei Rebounds, drei Assists und einem Steal war Thompson der effektivste Ulmer. Auch aus der Dreierdistanz war seine Ausbeute (1/2) deutlich besser als der Teamdurschnitt (36%). 

Thorsten Leibenath: „Wir haben heute kein schlechtes Spiel gezeigt. Die 18 Punkte Unterschied am Ende spiegeln in meinen Augen nicht die Leistung meiner Mannschaft wider. Gerade mit der kämpferischen Einstellung bin ich sehr zufrieden. Aber auch spielerisch haben wir es heute nicht schlecht gemacht und uns immer wieder freie Würfe erarbeitet. Berlin ist einfach ein starkes Team – sie schaffen es immer wieder Ballverluste zu forcieren und nutzen die Chancen, die man ihnen gibt. Insgesamt haben wir heute aber auch zu viele Bälle leichtfertig hergegeben. Mit 16 Turnovern wird es sehr schwer gegen eine Mannschaft wie Berlin zu gewinnen.“

Per Günther: „Uns hat heute glaube ich an mehreren Stellen etwas gefehlt. Insgesamt haben wir nicht gut genug gereboundet und zu viel zugelassen. In den entscheidenden Phasen des Spiels sind unsere Würfe nicht gefallen und die Berliner haben unsere Turnover eiskalt ausgenutzt. Was  das spielerische Element angeht sind sie uns vielleicht noch einen Tick voraus. Hinzu kam, dass uns mit Javonte heute ein sehr wichtiger Spieler gefehlt hat, der immer extrem viel Energie für das Team mitbringt. Es ist uns leider nicht gelungen diesen Ausfall so zu kompensieren, wie wir es uns vorgenommen haben.“ 
Und sonst? Der 7. November wird ein Ulmer Festtag. Noch vor der Partie gegen Berlin hatte BBU-Geschäftsführer Andreas Oettel bekanntgegeben, dass an diesem Mittwoch (07.11.) der Spatenstich für den OrangeCampus erfolgen soll. Zur Feier dieses besonderen Tages der Club-Historie lädt BBU ’01 all seine Mitglieder und die Mitarbeiter seiner Partnerunternehmen zum EuroCup-Highlight gegen Belgrad ein, das am selben Tag um 19.30 Uhr beginnt. Details dazu erfahren sie auf der Homepage von ratiopharm ulm

Team-Stats Saison

FG%
2P%
3P%
FT%

Top-Performer

Martin Hermannsson
17
Punkte
Martin Hermannsson
ALBA BERLIN
Dwayne Evans
8
Rebounds
Dwayne Evans
ratiopharm ulm
Peyton Siva
9
Assists
Peyton Siva
ALBA BERLIN
Dwayne Evans
1
Blocks
Dwayne Evans
ratiopharm ulm
Peyton Siva
4
Steals
Peyton Siva
ALBA BERLIN
Martin Hermannsson
19
Effektivität
Martin Hermannsson
ALBA BERLIN

Spiel-Stats

ratiopharm ulm

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF EF DBL
6 Günther, Per 11:59 5 0 1 0% 1 5 20% 1 6 16% 2 2 100% 1 0 1 2 0 2 0 2 1
1 Reinhardt, Katin 17:52 6 0 2 0% 2 4 50% 2 6 33% 0 0 0 2 0 2 2 1 3 0 0 4
42 Fotu, Isaac 26:34 9 2 4 50% 0 0 0 2 4 50% 5 6 83% 4 4 8 3 0 0 0 1 17
9 Stoll, Marius DNP 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
3 Evans, Dwayne 29:38 9 1 5 20% 2 2 100% 3 7 42% 1 2 50% 6 2 8 1 0 4 1 2 10
10 Philipps, Christoph DNP 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
44 Krämer, David 13:49 7 0 1 0% 1 4 25% 1 5 20% 4 6 66% 2 0 2 1 0 0 0 1 4
7 Thompson, Ryan 28:05 12 4 6 66% 1 2 50% 5 8 62% 1 3 33% 3 0 3 3 1 0 0 2 14
34 Schilling, Gavin 05:00 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 1 0 0 0 0 1 1
30 Ugrai, Maximilian 15:35 6 0 1 0% 2 3 66% 2 4 50% 0 0 0 1 0 1 1 1 0 1 1 8
8 Akpinar, Ismet 24:56 7 2 3 66% 1 5 20% 3 8 37% 0 0 0 2 1 3 1 0 1 0 3 5
2 Miller, Patrick 26:32 13 6 7 85% 0 3 0% 6 10 60% 1 2 50% 1 1 2 4 1 6 0 2 9
Total 74 15 30 50% 10 28 35% 25 58 43% 14 21 66% 22 9 31 18 4 16 2 15 73

ALBA BERLIN

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF EF DBL
5 Giffey, Niels 15:49 13 5 5 100% 0 0 0 5 5 100% 3 3 100% 1 0 1 2 1 0 0 3 17
31 Giedraitis, Rokas 23:18 14 4 6 66% 2 3 66% 6 9 66% 0 1 0% 3 1 4 1 1 0 0 3 16
15 Hermannsson, Martin 31:44 17 7 12 58% 1 5 20% 8 17 47% 0 0 0 4 2 6 3 2 0 0 1 19
44 Peno, Stefan 17:00 4 2 6 33% 0 1 0% 2 7 28% 0 0 0 2 0 2 4 0 0 0 0 5
43 Sikma, Luke 28:42 8 4 6 66% 0 1 0% 4 7 57% 0 2 0% 2 2 4 3 3 1 1 0 13
22 Wagner, Franz 03:42 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2 0
3 Siva, Peyton 26:03 11 3 5 60% 1 6 16% 4 11 36% 2 2 100% 2 0 2 9 4 1 0 4 18
10 Schneider, Tim 20:34 8 4 5 80% 0 1 0% 4 6 66% 0 0 0 3 2 5 1 2 1 0 1 13
25 Ogbe, Kenneth 18:13 7 2 3 66% 1 4 25% 3 7 42% 0 0 0 1 3 4 0 0 1 0 0 6
13 Chapman, Clint 14:55 10 4 5 80% 0 1 0% 4 6 66% 2 3 66% 2 2 4 0 0 2 0 4 9
Total 92 35 53 66% 5 22 22% 40 75 53% 7 11 63% 20 12 32 23 13 6 1 18 116
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