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ratiopharm ulm
Coach: LEIBENATH Thorsten
Platzierung: 6. (20-14)
Heim-Bilanz: 10-7
30.03.2019 | 18:00 | BBL 26. Spieltag
(6200 Zuschauer)
93 : 84
Q1 Q2 Q3 Q4
ULM 17 27 24 25
BRA 25 19 15 25
Basketball Löwen Braunschweig
Coach: CLAUSS Steven
Platzierung: 8. (17-17)
Auswärts-Bilanz: 4-13

Auf Millers Schultern zum Sieg

Big Point gegen Braunschweig: Der Gewinn des direkten Vergleiches setzt dem Sieg das I-Tüpfelchen auf.

  • Patrick Miller mit 12 Assists und 23 Punkten überragend. 
  • Ulmer Verteidigung erzwingt 23 Ballverluste bei Braunschweig.
  • Green stellt mit sechs Steals Ligabestwert ein. 
Ein Sechs-Punkte-Sieg sei der 93:84-Erfolg über Braunschweig nicht gewesen, erklärt Thorsten Leibenath. „Auch für diesen Sieg gibt es nur zwei Punkte“, so der Head Coach von ratiopharm ulm, der aber weiß, wie wichtig dieser Erfolg sein kann. Denn Punkte gegen die direkte Playoff-Konkurrenz zählen ja doch irgendwie doppelt. Da es die Ulmer nach der Fünf-Punkte-Niederlage im Hinspiel darüber hinaus geschafft haben, den direkten Vergleich zu gewinnen, kann der 13. Sieg der Saison besonders wichtig sein. „Er kann dazu beitragen, dass wir in der Endabrechnung vor Braunschweig stehen“, so der Trainer. Und dass diese Niedersachsen zu Recht um den Einzug in die Postseason kämpfen, haben sie einmal mehr unter Beweis gestellt. „Sie haben uns alles abverlangt“, sagt Leibenath, der dennoch eine der besten Saisonleistungen seiner Mannschaft sah.

„Patrick Miller hat heute sein bestes Spiel gemacht "

Vor allem von Patrick Miller. Der Point Guard war gemeinsam mit Ryan Thompson von den Braunschweigern nie in den Griff zu bekommen. „Großes Kompliment an die beiden“, so Braunschweigs Coach Steven Clauss, der eingestehen musste, dass sein Team die Attacken der beiden Amerikaner nicht kontrollieren konnte. Wenngleich auch ratiopharm ulm seine liebe Not mit Braunschweigs Center Scott Eatherton (22 Pkt/10 Reb) hatte, war es letztlich die aggressive Ulmer Verteidigung, „die uns die meisten Probleme bereitet hat“, so Löwen-Coach Clauss. 
Ryan Thompson war mit seinen Attacken nicht zu stoppen. Foto: Marcel Merli
Wobei das erste Viertel (25:17) nicht unbedingt andeutete, zu welcher Verteidigungsleistung die Gastgeber fähig sein würden. Das Spiel war noch keine Minute alt, als sich schon zwei der interessantesten Match-Ups offenbarten: Zunächst traf Lansdowne aus der Distanz über die ausgestreckten Arme von Green, dann punktete Eatherton gegen Radosavljevic. Und die Braunschweiger Topscorer waren es auch, die die Anfangsphase der Partie prägten (13:15, 5. Minute). Wenngleich ein energiegeladener Pat Miller mit seinem Zuspiel auf den einfliegenden Green das Highlight des ersten Viertels lieferte, rannten die Ulmer den Gästen immer hinterher. Sechs Ulmer Ballverluste nach neun Minuten lieferten den triftigsten Grund dafür, warum die Gastgeber bis auf 17:22 abreißen lassen mussten. Ein Stich in die Ulmer Fan-Seele setzte dann Thomas Klepeisz, der mit Ablauf der Angriffszeit einen Dreier mit Foul versenkte. Da Klepeisz den Bonus-Freiwurf jedoch vergab, ging die Partie beim Stand von 17:25 in die erste Pause.
Dwayne Evans mit 15 Punkten und 12 Rebounds.
Dabei unterliefen den Ulmern die meisten Fehler, als sie versuchten, sich an die Vorgabe ihres Trainers zu halten: ratiopharm ulm wollte den Ball bewegen, agierte dabei aber zu unpräzise. Erfolgsversprechender war es, als sich die Gastgeber wieder auf den direkten Zug zum Korb konzentrierten – was Thompson und Miller hervorragend machten. Als dann mit Schilling auch ein adäquater Verteidiger gegen Eatherton gefunden war, verkürzte ratiopharm ulm Punkt um Punkt. Doch gerade als die Ulmer das Spiel in den Griff zu bekommen schienen (28:30), schalteten die Löwen einen Gang höher, was wiederrum einen Ulmer Run nach sich zog. Die Partie war nun deutlich physischer, was eine weitere Strategie Leibenaths war, um die kürzere Bank Braunschweigs zu attackieren. Da die Gäste dem Ulmer Druck aber immer wieder einfach davonrannten, dauerte es bis zur 20. Minute, ehe Evans von der Freiwurflinie den Ausgleich erzielte (42:42). Und unentschieden ging es dann auch in die Halbzeit. 

„12 Assist und kein Ballverlust sprechen eine deutliche Sprache.“

In Halbzeit zwei war es der bärenstarke Miller, der mit seinem zweiten Dreier die bis dato höchste Ulmer Führung (51:47) herauswarf. Und die Uuulmer blieben weiter am Drücker: Mit viel Einsatz und nun auch der passenden Genauigkeit bei ihren Anspielen setzten sich die Orangenen immer mehr ab und führten nach einem Mitteldistanzwurf von Thompson in der 29. Minute mit zehn Punkten (66:56). 

Dass Braunschweig nicht ohne Grund auf Rang acht der Tabelle geführt wird, bewiesen sie in den ersten drei Minuten des Schlussviertels, als sie blitzartig auf 73:69 aufschlossen. Mutigen Abschlüssen von Reinhardt und dem Besinnen auf die „Handschellen-Verteidigung“ war es zu verdanken, dass die Ulmer in der 35. Minute wieder mit 80:70 in Front lagen. Als es nun hektisch und härter wurde, verloren die Unparteiischen zeitweise die Übersicht. Radosavljevic kassierte sein viertes Foul, eine Attacke an Green wurde indes nicht geahndet. Ohne ihren besten Verteidiger – Green musste zeitweise angeschlagen das Feld verlassen – gingen die Ulmer beim Stand von 82:76 in die letzten drei Minuten. Doch die Gastgeber hielten dem Druck stand, auch als Klepeisz mit einem Dreier zum 84:79 den direkten Vergleich noch einmal in Gefahr brachte. Letztlich war es der nervenstarke Miller, der von der Freiwurflinie (9/10) den Sieg ins Ziel brachte. 
Katin Reinhardt mit feinem Ballhandling. Foto: Marcel Merli
Im Fokus „Heroes wanted“ hatten die Fans vor der Partie mit einer kreativen Choreografie gefordert – und Patrick Miller lieferte. Mit seinem „besten Spiel im orangenen Trikot“ (Leibenath) nahm der Point Guard sein Team auf seine massigen Schultern und trug es mit beeindruckenden Quoten zum Sieg. Mit einem Effektivitätswert von 38 – dem zweithöchsten eines Guards in dieser Saison – und einer perfekten Assist-Turnover-Ratio (12/0) ging Miller in bärenstarker Manier voran und erzielte seine 23 Punkte mit nur drei Fehlwürfen.  

Thorsten Leibenath: „Würde Vechta nicht so eine sensationelle Saison spielen, wäre Braunschweig die Überraschungsmannschaft des Jahres. Wie gut sie sind, haben wir heute wieder gesehen. Sie haben uns alles abverlangt und ich denke Steven hat Recht wenn er sagt, dass der entscheidende Faktor die 23 Ballverluste waren, die wir provoziert haben. Patrick Miller hat heute sein bestes Spiel in Orange gemacht und das Team auf seine Schultern gepackt. 12 Assist und kein Ballverlust sprechen eine deutliche Sprache.“

Und sonst Mit einem 114:115-Erfolg in Gießen (nach regulärer Spielzeit!) gelingt Crailsheim nicht nur ein Coup, sondern auch ein wichtiges Argument dafür, dass es das Derby mit den Merlins auch in der kommenden Saison geben wird. Für Crailsheim sind es wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, für Gießen bedeutet die Niederlage einen herben Dämpfer für ihre Playoff-Ambitionen. Die Hessen liegen aktuell mit vier Niederlagen mehr als ratiopharm ulm auf Rang 12 der Tabelle. 

Tabelle

2 EWE Baskets Oldenbu… 28-6
3 ALBA BERLIN 27-7
4 RASTA Vechta 24-10
5 Brose Bamberg 22-12
6 ratiopharm ulm 20-14
7 Telekom Baskets Bon… 18-16
8 Basketball Löwen B… 17-17
9 s.Oliver Würzburg 17-17
10 MHP RIESEN Ludwigsb… 16-18
Gesamte Tabelle
SpielplanZum Spielplan

Team-Stats Saison

FG%
2P%
3P%
FT%

Top-Performer

Patrick Miller
23
Punkte
Patrick Miller
ratiopharm ulm
Dwayne Evans
12
Rebounds
Dwayne Evans
ratiopharm ulm
Patrick Miller
12
Assists
Patrick Miller
ratiopharm ulm
Brayon Blake
1
Blocks
Brayon Blake
Basketball Löwen Braunschweig
Javonte Green
6
Steals
Javonte Green
ratiopharm ulm
Patrick Miller
38
Effektivität
Patrick Miller
ratiopharm ulm

Spiel-Stats

ratiopharm ulm

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF EF DBL
5 Green, Javonte 26:44 7 3 7 42% 0 1 0% 3 8 37% 1 2 50% 2 0 2 1 6 2 0 1 8
2 Miller, Patrick 28:31 23 4 5 80% 2 3 66% 6 8 75% 9 10 90% 3 0 3 12 3 0 0 3 38
1 Reinhardt, Katin 16:02 9 3 4 75% 1 3 33% 4 7 57% 0 0 0 3 0 3 1 0 1 0 0 9
42 Fotu, Isaac 19:27 6 3 4 75% 0 0 0 3 4 75% 0 0 0 2 2 4 0 0 1 0 2 8
3 Evans, Dwayne 31:13 15 5 9 55% 0 2 0% 5 11 45% 5 5 100% 9 3 12 1 0 4 0 2 18
44 Krämer, David 04:15 0 0 0 0 0 1 0% 0 1 0% 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 -1
7 Thompson, Ryan 30:04 19 7 12 58% 0 2 0% 7 14 50% 5 5 100% 2 1 3 1 0 2 0 2 14
11 Pape, Till DNP 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
34 Schilling, Gavin 06:34 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 2 50% 0 0 0 0 0 0 0 0 0
30 Ugrai, Maximilian 10:16 3 0 1 0% 1 3 33% 1 4 25% 0 0 0 3 1 4 0 0 1 0 4 3
8 Akpinar, Ismet 14:52 4 2 2 100% 0 3 0% 2 5 40% 0 0 0 1 0 1 3 1 3 0 2 3
12 Radosavljevic, Bogdan 12:02 6 2 3 66% 0 0 0 2 3 66% 2 2 100% 1 1 2 1 2 2 1 4 9
Mannschaftsaktionen 0 2 2 0 0 1 0 0 1
Total 93 29 47 61% 4 18 22% 33 65 50% 23 26 88% 26 10 36 20 12 17 1 20 110

Basketball Löwen Braunschweig

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF EF DBL
24 Hines, Shaquille 17:54 3 1 1 100% 0 3 0% 1 4 25% 1 2 50% 2 1 3 0 2 1 0 0 3
4 Blake, Brayon 29:49 11 2 3 66% 2 5 40% 4 8 50% 1 2 50% 2 0 2 2 2 5 1 4 8
25 Rahon, Joe 24:01 6 1 1 100% 1 2 50% 2 3 66% 1 2 50% 2 0 2 4 0 4 0 3 6
8 Lansdowne, DeAndre 35:02 14 4 7 57% 2 8 25% 6 15 40% 0 0 0 4 1 5 8 2 5 0 4 15
43 Eatherton, Scott 28:52 22 8 15 53% 0 1 0% 8 16 50% 6 7 85% 5 5 10 0 1 5 1 3 20
10 Klepeisz, Thomas 23:12 12 0 0 0 3 7 42% 3 7 42% 3 4 75% 3 0 3 3 1 2 0 3 12
44 Lagerpusch, Lars 05:45 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 1 0 1 0
6 Figge, Luis 02:28 2 1 1 100% 0 0 0 1 1 100% 0 0 0 1 0 1 0 0 0 0 0 3
22 Kovacevic, Dejan 05:23 2 1 1 100% 0 0 0 1 1 100% 0 2 0% 0 0 0 0 0 0 1 3 1
11 Sengfelder, Christian 22:06 12 3 6 50% 1 1 100% 4 7 57% 3 4 75% 1 5 6 0 1 0 0 2 15
2 Nawrocki, Dennis 05:28 0 0 0 0 0 1 0% 0 1 0% 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 -1
Mannschaftsaktionen 2 0 2 0 0 0 0 0 2
Total 84 21 35 60% 9 28 32% 30 63 47% 15 23 65% 22 12 34 17 10 23 3 23 84
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