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ratiopharm ulm
Coach: Lakovic, Jaka
Platzierung: 5. (4-6)
Heim-Bilanz: 2-3
08.12.2020 | 20:00 | Eurocup 9. Spieltag
73 : 77
Q1 Q2 Q3 Q4
ULM 24 11 14 24
BUD 12 25 18 22
Buducnost VOLI Podgorica
Coach: Mijovic , Petar
Platzierung: 4. (5-5)
Auswärts-Bilanz: 3-3

Wenn der Basketball-Gott auf der anderen Seite spielt

ratiopharm ulm schnuppert lange an der Überraschung, kann letztlich aber gegen die Big Shots von Podgorica nichts ausrichten.

  • Gäste treffen 11 von 20 Dreiern. 
  • Osetkowski als Scorer und Vorlagengeber. 
  • Top16-Qualifikation noch nicht entschieden.   
Bis 15 Sekunden vor dem Ende konnte ratiopharm ulm sich Hoffnung machen, den Favoriten aus Montenegro doch noch zu stürzen. Hatten die Ulmer nach einem fabelhaften ersten Viertel (24:12) etwas den Faden verloren und ab dem dritten Viertel meist zurückgelegen, zeigte das Team von Head Coach Jaka Lakovic einmal mehr seine Kämpferqualitäten. Dass es letztlich doch nichts wurde mit dem vierten EuroCup-Sieg, lag an Kleinigkeiten und an einer Serie von Big Shots, die Podgorica auch gegen gut verteidigende Ulmer traf. „Sie haben einige extrem schwere Würfe getroffen. Dagegen kann man nicht viel tun. Vielleicht war der Basketball-Gott heute auf ihrer Seite“, beschrieb es Neuzugang Demitrius Conger, der in seinem zweiten Spiel für ratiopharm ulm 15 Punkte und eine starke Wurfquote (75%) ablieferte. „Ich denke, dass die individuelle Klasse und Einzelaktionen am Ende den Unterschied ausgemacht haben“, sagte Jaka Lakovic, der seinem Team trotz der Niederlage eine starke kämpferische Leistung attestierte.

Eine Entscheidung über den Einzug in die Runde der besten 16 EuroCup-Teams ist damit noch nicht gefallen. Der direkte Ulmer Konkurrent um Platz vier – Mornar Bar – ist aktuell punktgleich mit ratiopharm ulm und spielt erst am morgigen Mittwoch (vs. Boulogne Metropolitans). Sollte Mornar Bar in den verbleibenden zwei Spielen nicht mehr Siege als ratiopharm ulm erringen, sind die Uuulmer aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs für das Top16 qualifiziert. 
Gut verteidigt, und trotzdem drin - die Geschichte des Spiels. Foto: Harry Langer
Im Fokus: Ein bisschen hatte die zweite Halbzeit etwas von der alten Hase-und-Igel-Geschichte. Egal, was die Ulmer taten, die Gäste aus Montenegro „waren schon da“ bzw. trafen einen Dreier. Einmal im Rhythmus, steigerte Podgorica seine Dreierquote von anfänglich 33 Prozent (2/6) im Laufe der Partie auf überragende 55 Prozent (11/20). So hatte das Team um Topscorer Melvin Ejim (3/3 Dreier) immer eine Antwort auf die Ulmer Attacken und schaffte es, seine bisherige Dreierquote nach acht Spielen um satte 20 Prozent zu überbieten. 
Demitrius Conger traf drei von vier Dreiern. Foto: Harry Langer
Dabei hatte alles so vielversprechend für ratiopharm ulm begonnen. Nach den obligatorischen Klängen von Van Halen („Jump“) beim Sprungball, war es ein perfekter Jumper von John Petrucelli, der ein punktereiches erstes Viertel eröffnete. Nach gerademal fünf gespielten Minuten waren es die Gastgeber, die mit 13:8 führten und dabei auch in der Verteidigung deutlich griffiger agierten, als vor zwei Tagen in der Liga. Und so bewahrheitete sich in dieser Phase, was Lakovic prophezeit hatte: „Das Wichtigste ist unsere Defense, darüber generieren wir Selbstbewusstsein für die Offensive.“ Und einer, der mit dem Selbstbewusstsein derzeit so gar kein Problem hat, trifft einen Dreier auch, wenn er erst zehn Sekunden auf dem Feld steht: So gemacht von Andi Obst in der 7. Minute zum 22:10. Den Schlusspunkt hinter ein beeindruckendes erstes Viertel setzte Patrick Heckmann, der nach einer Passstafette das 24:12 mit Ablauf der Angriffszeit in den Korb legte. Doch dann ging der Flow nach und nach verloren. Konnte ratiopharm ulm seinen Vorsprung gegen nun deutlich besser verteidigende Montenegriner zunächst noch verteidigen (29:19), reichten Podgorica knapp vier Minuten, um das Spielgeschehen zu drehen: In der 17. Minuten drückte der bis dato gut abgemeldete montenegrinische Topscorer Nikola Ivanovic den Vorsprung unter zehn Punkte (32:26) und initiierte damit einen 8:0-Lauf, mit dem die Gäste endgültig in der Partie ankamen. Insbesondere Melvin Ejim hatte nun Feuer gefangen und sein Team mit 12 Punkten zur 35:37-Halbzeitführung geworfen. In dieser kurzen Phase vor der Halbzeit war ratiopharm ulm das passiert, was schon im Hinspiel ein Problem war: das Nichtnutzen gut herausgespielter Chancen. 
John Petrucelli im Infight Foto: Harry Langer
Dann reichten ratiopharm ulm fünf Minuten, um die Partie wieder auszugleichen (44:44). Wenngleich der Mojo des ersten Viertels futsch war, war es nun Osetkowski, der sein Team im Spiel hielt. Sowohl als Scorer (7 Pkt. im Viertel), als auch als Vorlagengeber eines spektakulären „back door“ Passes, den Petrucelli per Dunk zum 49:48 veredelte. Doch Podgorica ging nicht weg: Mit einem 7:0-Lauf beendeten die Montenegriner das dritte Viertel (49:55). Und Podgorica hielt den Druck hoch – insbesondere aus der Distanz: Mit einer über fünfzigprozentigen Trefferquote und zwei schnellen Dreiern zogen die Gäste auf 53:61 davon. Und als dann auch noch die Unparteiischen einen harten Offensivrebound von Osetkowski als Foul ahndeten, wuchs das Frustrationspotenzial der Ulmer. Auch deshalb, weil Podgorica auf alles eine Antwort zu haben schien: Hatte ratiopharm ulm unter größter Kraftanstrengung – und mit einem sehenswerten Dunk von Holman – auf vier Punkte verkürzt, versenkten die Gäste einen Dreier mit Ablauf der Angriffsuhr zum 63:70 (38.). Egal, was die Ulmer versuchten, es gelang ihnen nicht, die entscheidenden Stops zu generieren. Mit noch 90 Sekunden auf der Uhr war der Rückstand so immer noch bei sieben Zählern. Und als Petrucelli 50 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 67:72 ein Steal gelang, war das Spielgerät postwendend wieder futsch. So machte das letzte Aufbäumen zwar das Spiel noch einmal ganz knapp, kam aber zu spät, um die Partie noch einmal zu kippen. 
Ärger über die knappe Niederlage: Troy Copain. Foto: Harry Langer
O-Ton
Jaka Lakovic: „Wir haben generell solide verteidigt und einen guten Kampf abgeliefert, mussten uns am Ende aber knapp geschlagen geben. Im zweiten Viertel haben wir nicht gut gespielt und Buducnost das Momentum überlassen. Das müssen wir uns ankreiden lassen. Am Ende hätten wir einige Angriffe sicherlich besser verteidigen können. Auf der anderen Seite hat Buducnost aber auch viele schwierige Würfe getroffen, wofür sie unsere Anerkennung verdient haben. Nicht umsonst haben sie am Sonntag mit Roter Stern Belgrad ein EuroLeague-Team bezwungen.“

Demitrius Conger: „Das Momentum war heute ein entscheidender Faktor. Besonders im zweiten Viertel und am Ende des Spiels hat unser Gegner davon stark profitiert. Sie haben außerdem einige extrem schwere Würfe getroffen. Dagegen kann man an einigen Tagen nicht viel tun. Vielleicht war der Basketball-Gott heute auf ihrer Seite.“

Und sonst? Theater in Bologna. Erst ist er weg, dann 22 Stunden später ist doch wieder alles beim Alten. Die Rede ist von Virtus‘ Head Coach Sasa Djordjevic. Am Montag überraschte der Club die EuroCup-Community mit der sofortigen Entlassung des serbischen Trainers, der Bologna zu einer 7-0-Bilanz geführt hatte. Hatte man sich gerade daran erinnert, wie Djordjevic 2018 als frisch gebackener Pokalsieger und BBL-Tabellenführer in München entlassen wurde, nahm der Club die Kündigung mit dem Verweis auf „konstruktive Gespräche“ zurück. Sollte ratiopharm ulm die Gruppe B als Vierter abschließen, würden die Ulmer im Top16 auf Bologna (Erster Gruppe C) treffen.   

Team-Stats Saison


FG%
2P%
3P%
FT%

Top-Performer

Melvin Ejim
20
Punkte
Melvin Ejim
Buducnost VOLI Podgorica
Melvin Ejim
8
Rebounds
Melvin Ejim
Buducnost VOLI Podgorica
Justin Cobbs
5
Assists
Justin Cobbs
Buducnost VOLI Podgorica
Luka Mitrovic
1
Blocks
Luka Mitrovic
Buducnost VOLI Podgorica
John Petrucelli
3
Steals
John Petrucelli
ratiopharm ulm
Melvin Ejim
24
Effektivität
Melvin Ejim
Buducnost VOLI Podgorica

Spiel-Stats

ratiopharm ulm

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF FD EF DBL
6 GUENTHER, PER 10:03 0 0 0 0 0 2 0% 0 2 0% 0 0 0 1 0 1 0 0 0 0 2 1 -2
1 CONGER, DEMITRIUS 25:33 15 3 4 75% 3 4 75% 6 8 75% 0 0 0 1 2 3 2 0 1 0 1 2 17
35 HOLMAN, ARIC 23:35 9 3 4 75% 1 5 20% 4 9 44% 0 0 0 6 2 8 4 0 0 1 2 1 16
23 CAUPAIN, TROY 31:00 11 3 5 60% 1 5 20% 4 10 40% 2 2 100% 3 0 3 5 0 2 0 1 2 11
21 OSETKOWSKI, DYLAN 29:33 17 4 8 50% 2 5 40% 6 13 46% 3 4 75% 3 2 5 4 1 2 0 1 6 22
11 WILKINS, ISAIAH 10:16 0 0 2 0% 0 0 0 0 2 0% 0 0 0 1 1 2 1 0 1 0 4 0 -5
7 PETRUCELLI, JOHN 21:00 11 3 6 50% 1 1 100% 4 7 57% 2 2 100% 1 0 1 0 3 1 0 5 1 6
3 LANDERS, TREY DNP 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
10 PHILIPPS, CHRISTOPH 09:42 0 0 1 0% 0 2 0% 0 3 0% 0 0 0 1 0 1 0 0 0 0 1 1 -2
29 DIALLO, NAT DNP 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
33 HECKMANN, PATRICK 14:23 2 1 2 50% 0 1 0% 1 3 33% 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 1
13 OBST, ANDREAS 24:55 8 1 5 20% 2 3 66% 3 8 37% 0 0 0 1 0 1 1 2 0 0 2 2 7
0 5 5 0 0 0 0 0 0 5
Total 73 18 37 48% 10 28 35% 28 65 43% 7 8 87% 18 12 30 18 6 7 1 19 16 76

Buducnost VOLI Podgorica

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF FD EF DBL
4 SEHOVIC, SUAD 16:52 6 0 0 0 2 3 66% 2 3 66% 0 0 0 2 0 2 0 0 0 0 2 0 5
33 REED, WILLIE 17:05 6 3 5 60% 0 0 0 3 5 60% 0 0 0 3 2 5 0 0 0 1 2 1 9
44 ZUGIC, FEDOR 06:24 0 0 1 0% 0 0 0 0 1 0% 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 -2
30 POPOVIC, PETAR 08:11 2 1 1 100% 0 1 0% 1 2 50% 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 1 1 0
1 COBBS, JUSTIN 32:45 11 4 10 40% 1 3 33% 5 13 38% 0 0 0 1 0 1 5 2 5 0 1 0 5
3 EJIM, MELVIN 38:07 20 3 5 60% 3 3 100% 6 8 75% 5 6 83% 6 2 8 1 1 3 0 3 4 25
19 NIKOLIC, ZORAN 05:59 2 1 1 100% 0 0 0 1 1 100% 0 0 0 2 1 3 1 0 0 0 1 0 5
8 APIC, DRAGAN 16:26 2 1 2 50% 0 0 0 1 2 50% 0 0 0 2 0 2 0 0 0 1 2 5 7
2 IVANOVIC, NIKOLA 32:55 19 5 8 62% 2 6 33% 7 14 50% 3 4 75% 2 0 2 3 1 1 0 3 8 21
9 MITROVIC, LUKA 04:49 0 0 2 0% 0 0 0 0 2 0% 0 0 0 1 0 1 0 0 0 1 0 0 -1
7 NIKOLIC, DANILO 20:27 9 0 1 0% 3 4 75% 3 5 60% 0 0 0 3 0 3 0 0 0 1 0 0 11
0 6 6 0 0 0 0 0 0 6
Total 77 18 36 50% 11 20 55% 29 56 51% 8 10 80% 22 11 33 10 4 10 4 16 19 91
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