Suchen
en
ratiopharm ulm
Coach: LAKOVIC Jaka
Platzierung: 7. (18-11)
Heim-Bilanz: 11-5
26.12.2020 | 20:30 | BBL 9. Spieltag
86 : 89
Q1 Q2 Q3 Q4
ULM 22 25 23 16
OLD 19 23 21 26
EWE Baskets Oldenburg
Coach: DRIJENCIC Mladen
Platzierung: 4. (22-7)
Auswärts-Bilanz: 11-4

Keine Geschenke an Weihnachten

ratiopharm ulm unterliegt am zweiten Weihnachtsfeiertag den EWE Baskets Oldenburg knapp mit 86:89 und kann in der Crunch Time einmal mehr Rickey Paulding nicht stoppen.

  • Osetkowski mit 20 Punkten und neun Rebounds. 
  • Günther rückt auf Rang 12 der ewigen Scorer-Liste vor. 
  • Nächste Herausforderung: Dienstag in Crailsheim. 
ratiopharm ulm schrammt gegen Oldenburg nur knapp am 150. Erfolg in der ratiopharm arena vorbei und muss sich dabei nach starken drei Vierteln erst in der Crunch Time geschlagen geben. In einem über weiten Strecken sehr hochklassigen Spiel finden die Gäste in den letzten zehn Minuten das entscheidende Etwas mehr an Energie und haben in Rickey Paulding (16 Punkte) ihren besten Werfer. Während Gästetrainer Mladen Drijenčić das eigene Selbstvertrauen („Wir haben immer an uns geglaubt“) als Quelle dieser Energie ausmacht, ärgert sich Jaka Lakovic über die Verteidigung seiner Mannschaft im Schlussabschnitt. „Ich denke, dass unsere Defensive im Schlussviertel ein Hauptgrund für die Niederlage war. Wir haben den Gegner fast bei jeder Gelegenheit scoren lassen und am Ende Korb für Korb getauscht“, so der Head Coach von ratiopharm ulm. Aric Holman, der nach Dylan Osetkowski zweiteffektivster Ulmer war, richtet indes den Blick schon voraus auf die nächste schwere Aufgabe am Dienstag in Crailsheim. „Auch wenn wir verloren haben, nehmen wir das Spiel auch als Erfahrung im Lernprozess hin. Wir müssen die Niederlage jetzt hinter uns lassen, in der Filmsession aus unseren Fehlern lernen und uns für die nächste Aufgabe bereit machen.“ 
Dylan Osetkowski im Duell mit Nathan Boothe. Foto: Harry Langer
Im Fokus: Mit 70:63 war ratiopharm ulm ins Schlussviertel gestartet und hatte in den darauffolgenden zehn Minuten den Gästen mit 26 Zählern die meisten des gesamten Spiels gestattet. Verständlich, dass Lakovic den Hauptgrund der Niederlage an der Verteidigung im Schlussviertel festmacht. Doch nicht nur defensiv verloren die Gastgeber am Ende den Zugriff. Mit nur drei Treffern bei 15 Versuchen aus dem Feld sank die Ulmer Wurfquote von 51 Prozent (Ende drittes Viertel) auf 43 Prozent und damit deutlich unter den Saisonschnitt. Auch der zweite von Lakovic bemängelten Aspekten – die stockende Ballbewegung – lässt sich besonders im Schlussviertel festmachen, als die Gastgeber nur zwei ihrer insgesamt 16 Assists zustellen konnten. 
Jaka Lakovic gibt seinen Spielern Anweisungen. Foto: Harry Langer
Das Minenspiel der Trainer ist schon immer ein guter Indikator dafür gewesen, wie ein Basketballspiel sich entwickelt. In den Zuschauer-losen Corona-Zeiten sind die Trainer noch präsenter. War es in den ersten Minuten hauptsächlich Lakovic gewesen, der seinem Unmut lautstark Gehör verschaffte (2:6, 2. Minute), hörte man gegen Ende eines rasanten ersten Viertels immer häufiger die raue Stimme von Drijenčić durch die menschenleere ratiopharm arena rufen. Und war Lakovic anfangs gar nicht mit dem Tempo und der Intensität seiner Mannschaft zufrieden – vor allem nicht mit der von Troy Caupain, den er schon nach 100 Sekunden wieder auf die Bank beorderte – hatten die Uuulmer sich in diesen Aspekten gegen Ende des ersten Viertels deutlich gesteigert. Und hätten die Gastgeber ihre Chancen noch konsequenter verwertet (5/11 2er) und gleichzeitig den Oldenburgern ihre Dreier weggenommen, die Ulmer Führung wäre noch höher ausgefallen (22:19). Je länger die Partie dauerte, um so seltener hörte man die beiden Coaches. Das hatte einerseits damit zu tun, dass beide Teams auf sehr hohem Niveau spielten – und so ihren Coaches wenig Anlass zur Kritik boten. Zum anderen war das Spiel schlicht zu schnell, um es von der Seitenlinie großartig zu beeinflussen. Nach einem Ulmer Zwischenspurt Mitte des zweiten Durchgangs (35:27) wurde es Drijenčić dann zu schnell und der Oldenburger Coach bat um die Auszeit. Was danach passierte, war die bis dato beste Phase der Ulmer, die ihren Run (11:0) und ihre Führung ausbauten (41:27). Die Schlussminuten der ersten Halbzeit gehörten dann aber wieder Oldenburg, die durch neun Punkte von Braydon Hobbs im zweiten Viertel auf 47:42 verkürzten. 

Mladen Drijenčić in Action. Foto: Harry Langer
Und die Gäste blieben auch nach dem Seitenwechsel am Drücker: Bis auch 53:50 robbte sich Oldenburg heran, ehe sich ratiopharm ulm kurzzeitig befreien konnte (58:50, 26.). Während Oldenburg nun an Physis zulegte, waren es die Uuulmer Dreier (Holman, Philipps, Günther), die die Gastgeber in Front hielten. In einem Spiel, in dem es immer mehr auf Kleinigkeiten ankam, war es ein von den Schiedsrichtern nachträglich als unsportliches Foul gewertetes Vergehen von Schwethelm an Günther, das ratiopharm ulm vier Punkte einbrachte und den Ulmer Vorsprung vor dem letzten Viertel bei 70:63 hielt. Doch das Plus an Energie, das die Gäste schon im dritten Viertel aufgebaut hatten, machte sich nun auch auf dem Scoreboard bemerkbar. Treffsicher aus der Distanz und nun einen Tick energischer ging Oldenburg in der 34. Minute erstmals nach dem ersten Viertel wieder in Führung (74:75). Und spätestens jetzt war es auch wieder laut in der Arena, wobei es das vom Band eingespielte Fanklatschen gar nicht gebraucht hätte. Für die Anfeuerung sorgten beide Teams und Trainer nun gleichermaßen. Hatte auf dem Parkett zunächst zweimal in Folge ein Anspiel von Klepeisz auf Osetkowski ratiopharm ulm in Führung gehalten (80:76, 36.), waren es im Anschluss Boothe und Paulding, die Oldenburg einen Vorteil verschafften. Mit sechs Punkten in den letzten drei Minuten war es einmal mehr Paulding, der für ratiopharm ulm nicht zu stoppen war. Nach dem 80:83 durch den Routinier war ratiopharm ulm nicht mehr in der Lage, die Gäste entscheidend zu stoppen. 
Aric Homan war mit 10 Punkten und 6 Rebounds der zweiteffektivste Ulmer. Foto: Harry Langer
O-Ton:
Jaka Lakovic: „Ich denke, dass unsere Defensive im Schlussviertel ein Hauptgrund für die Niederlage war. Wir haben den Gegner fast bei jeder Gelegenheit scoren lassen und am Ende Korb für Korb getauscht. In solchen Situationen ist Oldenburg stark und profitiert von den erfahrenen Spielern. Wir wussten, dass die Defensive ein wichtiger Faktor im Spiel sein würde. Leider konnten wir das heute so nicht auf das Parkett bringen. Offensiv müssen wir in Zukunft wieder als Team agieren. Wir hatten heute zu viele individuelle Aktionen, worunter unser Scoring gelitten hat. Von daher müssen wir uns offensiv wieder auf unsere eigentlichen Stärken berufen und den Ball besser bewegen.“

Und sonst? Während ratiopharm ulm auch nach dem 234. Pflichtspiel noch auf den 150. Erfolg in der ratiopharm arena wartet, gelang zumindest Per Günther eine historische Fußnote. Mit seinen sieben Punkten gegen Oldenburg zog der Kapitän in der ewigen Korbjägerliste an Demond Green vorbei und liegt nun auf Rang zwölf. In seiner 13. Bundesliga-Saison für ratiopharm ulm erzielte der 32-Jährige bisher 4139 Zähler für ein und denselben Club. 

Team-Stats Saison


FG%
2P%
3P%
FT%

Top-Performer

Dylan Osetkowski
20
Punkte
Dylan Osetkowski
ratiopharm ulm
Dylan Osetkowski
9
Rebounds
Dylan Osetkowski
ratiopharm ulm
Braydon Hobbs
5
Assists
Braydon Hobbs
EWE Baskets Oldenburg
Aric Holman
2
Blocks
Aric Holman
ratiopharm ulm
Andreas Obst
2
Steals
Andreas Obst
ratiopharm ulm
Dylan Osetkowski
29
Effektivität
Dylan Osetkowski
ratiopharm ulm

Spiel-Stats

ratiopharm ulm

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF EF DBL
1 Conger, Demitrius 19:37 8 2 5 40% 0 3 0% 2 8 25% 4 5 80% 1 1 2 0 1 1 0 2 3
35 Holman, Aric 19:37 10 2 4 50% 2 4 50% 4 8 50% 0 0 0 6 0 6 1 1 0 2 2 16
7 Petrucelli, John 11:50 0 0 2 0% 0 3 0% 0 5 0% 0 0 0 0 0 0 1 0 2 0 1 -6
11 Wilkins, Isaiah 15:08 9 4 4 100% 0 0 0 4 4 100% 1 1 100% 1 1 2 1 1 0 0 1 13
23 Caupain, Troy 23:51 5 1 1 100% 0 2 0% 1 3 33% 3 4 75% 2 0 2 4 0 2 0 2 6
21 Osetkowski, Dylan 24:52 20 5 6 83% 0 1 0% 5 7 71% 10 10 100% 9 0 9 2 2 2 0 1 29
17 Bretzel, Nicolas DNP 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
22 Klepeisz, Thomas 21:51 3 0 3 0% 0 2 0% 0 5 0% 3 4 75% 0 0 0 4 1 1 0 2 1
10 Philipps, Christoph 05:03 3 0 1 0% 1 1 100% 1 2 50% 0 0 0 0 0 0 1 0 1 0 1 2
13 Obst, Andreas 26:32 16 1 3 33% 3 5 60% 4 8 50% 5 6 83% 1 0 1 0 2 0 0 3 14
33 Heckmann, Patrick 19:58 5 0 2 0% 1 1 100% 1 3 33% 2 2 100% 2 1 3 1 0 0 0 4 7
6 Günther, Per 11:41 7 1 2 50% 1 1 100% 2 3 66% 2 2 100% 1 0 1 3 0 2 0 4 8
Mannschaftsaktionen 2 0 2 0 0 0 0 0 2
Total 86 16 33 48% 8 23 34% 24 56 42% 30 34 88% 25 3 28 18 8 11 2 23 95

EWE Baskets Oldenburg

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF EF DBL
25 Pressey, Phil 24:14 4 1 3 33% 0 1 0% 1 4 25% 2 3 66% 5 0 5 1 2 5 0 2 3
4 Hornsby, Keith 18:18 16 1 2 50% 4 5 80% 5 7 71% 2 3 66% 0 0 0 1 2 1 0 2 15
45 Boothe, Nathan 24:50 15 4 9 44% 1 3 33% 5 12 41% 4 4 100% 0 1 1 3 0 0 0 1 12
24 Mahalbasic, Rasid 18:29 6 2 5 40% 0 1 0% 2 6 33% 2 2 100% 7 1 8 2 1 3 0 4 10
11 Hollatz, Jacob DNP 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
3 Hobbs, Braydon 16:01 9 1 1 100% 2 6 33% 3 7 42% 1 1 100% 2 0 2 5 1 0 0 2 13
7 Herrera, Sebastian 15:22 5 1 1 100% 1 2 50% 2 3 66% 0 0 0 2 0 2 0 0 1 0 1 5
12 Breunig, Martin 18:32 8 2 6 33% 0 0 0 2 6 33% 4 4 100% 4 2 6 0 0 1 0 2 9
23 Paulding, Rickey 30:50 16 6 8 75% 0 4 0% 6 12 50% 4 4 100% 3 0 3 2 0 2 0 4 13
9 Tadda, Karsten 22:10 5 0 0 0 1 1 100% 1 1 100% 2 2 100% 6 1 7 3 0 1 0 2 14
33 Schwethelm, Philipp 11:14 5 0 0 0 1 1 100% 1 1 100% 2 2 100% 1 0 1 1 1 0 0 3 8
Mannschaftsaktionen 2 1 3 0 0 0 0 0 3
Total 89 18 35 51% 10 24 41% 28 59 47% 23 25 92% 32 6 38 18 7 14 0 23 105
Ihr Browser ist leider veraltet.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen. Den Browser jetzt aktualisieren

×