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ratiopharm ulm
Coach: Leibenath, Thorsten
Platzierung: 4. (5-5)
Heim-Bilanz: 6-2
03.01.2019 | 20:15 | Eurocup 11. Spieltag
(3025 Zuschauer)
70 : 63
Q1 Q2 Q3 Q4
ULM 14 19 20 17
FRA 15 18 17 13
FRAPORT SKYLINERS
Coach: Herbert, Gordon
Platzierung: -
Auswärts-Bilanz: -

Nichts für schwache Nerven

ratiopharm ulm startet erfolgreich in die 7DAYS EuroCup Top16, muss gegen Frankfurt aber erneut ans Limit gehen.

  • Wille und Highlights: Javonte Green reißt Fans und Team mit. 
  • Chef im Ring: Patrick Miller mit 15 Punkten und acht Assists. 
  • EuroCup-Spitzenspiel am Dienstag: Ulmer reisen als Tabellenführer nach Frankreich. 
Es kam, wie es kommen musste – zumindest dann, wenn man gegen Frankfurt spielt. Wie am vergangenen Samstag, als ratiopharm ulm die Skyliners im Liga-Duell erst im letzten Viertel niederrang, mussten die 3.750 Zuschauer in der ratiopharm arena auch zum Start der 7DAYS EuroCup Top16 bis zur letzten Minute bangen. Denn nach einem vermeintlich lockeren Ulmer Start, machten es die Hessen den Schwaben lange enorm schwer. 

„Es ist nicht leicht, ein Team zwei Mal in Folge zu schlagen." Javonte Green

„Nach einem guten Start haben wir den Fokus verloren und den Frankfurtern immer wieder die Möglichkeit gegeben, zurück ins Spiel zu finden“, sagt Head Coach Thorsten Leibenath. Erst in der zweiten Halbzeit erhöhten die Ulmer den Druck und kamen angeführt von „Vielflieger“ Javonte Green (18 Punkte) zu Highlights und besseren Abschlüssen. Großen Anteil am fünften Ulmer EuroCup-Erfolg hatte auch Patrick Miller, der in knapp 30 Minuten Einsatzzeit acht Assists verteilte und nur einmal den Ball verlor. 
Gavin Schilling lieferte 6 Punkte und 3 Rebounds. Foto: Harry Langer
Die stark ersatzgeschwächten Frankfurter, die im Vergleich zur Bundesliga-Partie am Samstag auch auf Akeem Vargas verzichten mussten und so lediglich zehn Spieler aufbieten konnten, nutzten ihre Chancen zu Beginn der Partie jedoch deutlich besser als die Gastgeber. Dass ratiopharm ulm nach sieben gespielten Minuten lediglich mit 10:9 in Führung lag, hatte nur bedingt mit der gewohnt hartnäckigen Frankfurter Verteidigung zu tun: Nach einem flüssigen Start (8:2, 3.) machten die Ulmer schlicht zu wenig aus ihren Ballbesitzen. Mit einer Trefferquote von 4/18 aus dem Feld verhalfen sie den Gästen zur 14:15-Führung nach zehn Minuten. 

ratiopharm ulm erlebte nun, wie schwierig es sein kann, durch die Verletzungen des Gegners plötzlich zum Favoriten zu werden. Hatten ersatzgeschwächte Ulmer 2017 – angeführt von vier Youngstern – den FC Bayern München in die Verlängerung gezwungen, so waren es nun die Skyliners, die aus ihrem personellen Nachteil Energie schöpften. Wenngleich Leibenath nicht müde wurde, „Attack“ aufs Parkett zu brüllen, konnte lediglich Miller den Rat des Trainers gelegentlich umsetzen. Und da bei ratiopharm ulm bis zur Halbzeit die Würfe nur bedingt fielen (13/31 FG), gingen beide Teams beim Stand von 33:33 in die Pause. 
Ohne Punkte aber mit wichtigen defensiven Aktionen: Max Ugrai. Foto: Harry Langer
Wie gut sich beide Mannschaften im nun schon dritten Duell dieser Saison kennen, zeigte sich auch zu Beginn des dritten Viertel: Einfache Punkte blieben Mangelware. Erst ein sehenswerter Miller-Pass von der Mittellinie, den Green per Alley-Oop durch den Ring stopfte, löste die Fesseln ein wenig. Doch der Ulmer 7:0-Run (45:37) wurde umgehend von zwei Robertson-Dreiern (45:43, 26.) gekontert. Mit dem dritten Frankfurter Dreier glich Sean Huff das Spiel in der 29. Minute schließlich aus (49:49).

Nach zähen drei Minuten zu Beginn des Schlussabschnitts (55:54) war es erneut Green, der mit aller Kraft und purem Willen für fünf Ulmer Punkte in Serie gut war und für etwas Luft für sein Team sorgte (60:54). Und diese kleine Welle ritten die Ulmer bis zur 38. Minute (64:59), ehe dem bärenstarken Miller zunächst der erste Ballverlust und dann ein Foul an Sean Huff beim Dreier unterliefen. Da der Finne alle drei Freiwürfe verwandelte (64:62), wurden die letzten zwei Minuten noch einmal richtig spannend. Aber die Ulmer behielten die Nerven: Erst schloss erneut Miller am Brett ab, dann verwandelten Thompson und Green souverän ihre Freiwürfe. 
Vielflieger Javonte Green bedankt sich beim "Bodenpersonal". Foto: Harry Langer
Im Fokus Nach einem punktelosen Spiel am Samstag meldete sich Patrick Miller eindrucksvoll zurück. Mit einer Wurfquote von 6/11 aus dem Feld, sechs gezogenen Fouls und acht Assists bei nur einem Ballverlust war der bullige Amerikaner stets Chef im Ring. Für die Highlights und die emotionalen Impulse sorgte Javonte Green, der zwar von der Dreierlinie (1/5) kein Fortune hatte, die Fans und sein Team aber mit mächtig Dampf und Willen mitriss. 

Thorsten Leibenath: „Die Frankfurter haben heute wie erwartet und trotz ihrer personellen Lage einen harten Kampf abgeliefert. Wir sind zunächst gut in die Partie gekommen und konnten direkt am Anfang einen Run starten. Danach haben wir jedoch den Fokus verloren und den Frankfurtern immer wieder die Möglichkeit gegeben, zurück ins Spiel zu finden. Das lag auch daran, dass wir in der ersten Halbzeit zu viele Dreier genommen haben und nicht aggressiv genug zum Korb gezogen sind. Das konnten wir in der zweiten Halbzeit ändern und dadurch wieder die Kontrolle übernehmen. Auch in der Defensive haben wir nach der Pause den Druck deutlich erhöht. Insgesamt war das heute ein verdienter Sieg.“

Javonte Green: „Es ist nicht leicht, ein Team zwei Mal in Folge zu schlagen, daher sind wir sehr glücklich über den Sieg. Die zweite Halbzeit war heute für uns ausschlaggebend. Wir konnten uns nach der Pause vor allem defensiv steigern und in den entscheidenden Phasen wichtige Stops erzwingen. Frankfurt ist eine Mannschaft, die immer intensiv und vor allem aggressiv spielt. Und obwohl sie personell dezimiert waren, haben sie uns heute alles abverlangt.“ 

„Insgesamt war das heute ein verdienter Sieg.“ Thorsten Leibenath

Und sonst? Am zweiten Spieltag der Top16 (Dienstag, 20.45 Uhr live bei Telekom Sport) kommt es in der Gruppe F zum Spitzenspiel. ratiopharm ulm trifft als Tabellenerster auf ASVEL Villeurbanne (2.). Der Spitzenreiter der französischen Liga besiegte zu Beginn der Top16 Kuban Krasnodar auswärts mit 65:67. Der NBA-erfahrene Neuzugang Villeurbannes, Alexis Ajinca (2,16 Meter, 30 Jahre, 293 NBA-Spiele) kam in Russland indes noch nicht zum Einsatz. Topscorer der Franzosen waren mit Alpha Kaba (16 Punkte) und David Lighty (15) zwei Spieler, die ratiopharm ulm schon aus der Saison 2017/18 kennt. 

Team-Stats Saison

FG%
2P%
3P%
FT%

Top-Performer

Javonte Green
20
Punkte
Javonte Green
ratiopharm ulm
Quantez Robertson
8
Rebounds
Quantez Robertson
FRAPORT SKYLINERS
Patrick Miller
8
Assists
Patrick Miller
ratiopharm ulm
Gavin Schilling
2
Blocks
Gavin Schilling
ratiopharm ulm
Quantez Robertson
2
Steals
Quantez Robertson
FRAPORT SKYLINERS
Javonte Green
18
Effektivität
Javonte Green
ratiopharm ulm

Spiel-Stats

ratiopharm ulm

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF FD EF DBL
12 RADOSAVLJEVIC, BOGDAN 01:07 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 1 0 0 1 0 2 0 -2
5 GREEN, JAVONTE 29:01 20 6 8 75% 1 5 20% 7 13 53% 5 5 100% 5 0 5 0 0 1 0 2 3 19
34 SCHILLING, GAVIN 13:45 6 3 4 75% 0 0 0 3 4 75% 0 0 0 2 1 3 0 0 3 2 3 1 4
3 EVANS, DWAYNE 24:26 4 1 2 50% 0 2 0% 1 4 25% 2 2 100% 7 0 7 2 2 0 0 2 2 12
1 REINHARDT, KATIN 08:14 3 0 0 0 1 3 33% 1 3 33% 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 2 0 0
44 KRAEMER, DAVID 12:51 9 0 2 0% 3 5 60% 3 7 42% 0 0 0 1 0 1 0 0 1 0 1 0 3
42 FOTU, ISAAC 16:14 6 2 4 50% 0 1 0% 2 5 40% 2 2 100% 2 4 6 0 0 1 0 2 3 9
2 MILLER, PATRICK 28:03 15 6 10 60% 0 1 0% 6 11 54% 3 4 75% 1 0 1 8 1 1 0 1 6 23
7 THOMPSON, RYAN 13:59 2 0 1 0% 0 1 0% 0 2 0% 2 2 100% 1 0 1 0 1 0 0 4 2 0
30 UGRAI, MAXIMILIAN 24:28 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 3 0 3 0 0 1 1 1 1 3
6 GUENTHER, PER 10:07 0 0 1 0% 0 3 0% 0 4 0% 0 0 0 0 0 0 3 0 0 0 2 1 -2
8 AKPINAR, ISMET 17:45 5 1 1 100% 1 4 25% 2 5 40% 0 0 0 2 0 2 1 1 3 0 2 2 3
5 1 6 0 0 0 0 0 0 6
Total 70 19 33 57% 6 25 24% 25 58 43% 14 15 93% 30 6 36 15 5 12 3 24 21 78

FRAPORT SKYLINERS

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF FD EF DBL
7 HUFF, SHAWN 28:51 10 1 2 50% 1 1 100% 2 3 66% 5 5 100% 3 1 4 1 1 2 0 2 2 13
33 VOELLER, MARCO 20:43 2 1 3 33% 0 1 0% 1 4 25% 0 0 0 1 1 2 0 0 0 0 1 3 3
15 TRTOVAC, ARMIN DNP 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
5 CLARK, JASON 33:53 18 3 8 37% 4 6 66% 7 14 50% 0 0 0 7 0 7 2 0 5 0 3 2 14
3 ZEEB, GARAI 23:26 4 0 1 0% 0 4 0% 0 5 0% 4 4 100% 4 0 4 7 1 2 0 5 3 6
1 CLARANCE, ELIJAH 14:00 6 2 3 66% 0 3 0% 2 6 33% 2 3 66% 1 0 1 0 1 1 0 1 2 3
14 KAYSER, AARON DNP 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
0 MURPHY, ERIK 23:19 10 4 6 66% 0 3 0% 4 9 44% 2 2 100% 0 0 0 0 0 2 1 3 3 4
9 FREUDENBERG, RICHARD 21:41 0 0 2 0% 0 1 0% 0 3 0% 0 0 0 4 2 6 2 0 1 0 3 4 4
23 ROBERTSON, QUANTEZ 34:07 13 0 1 0% 3 9 33% 3 10 30% 4 6 66% 7 1 8 1 2 3 1 3 5 14
1 3 4 0 0 0 0 0 0 4
Total 63 11 26 42% 8 28 28% 19 54 35% 17 20 85% 28 8 36 13 5 16 2 21 24 65
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