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ratiopharm ulm
Coach: Leibenath, Thorsten
Platzierung: 4. (5-5)
Heim-Bilanz: 6-2
16.01.2019 | 20:00 | Eurocup 13. Spieltag
(3062 Zuschauer)
81 : 84
Q1 Q2 Q3 Q4
ULM 23 18 16 24
TIV 26 27 19 12
Lokomotiv Kuban Krasnodar
Coach: Jovanovic, Vlada
Platzierung: -
Auswärts-Bilanz: -

Dem Favoriten einen Krimi abgetrotzt

Aufholjagd ohne Happy End: Nach deutlichem Halbzeit-Rückstand verkürzt ratiopharm ulm zwei Minuten vor dem Ende auf einen Punkt.

  • David Krämer mit 17 Punkten und EuroCup-Bestleisung 
  • Ulmer Defensive hält Krasnodar in Halbzeit zwei bei 31 Zählern 
  • Russen dominieren die Bretter und sichern sich zehn Offensivrebounds 
Im dritten EuroCup Top16-Spiel schrammte ratiopharm ulm nur knapp an der Sensation vorbei. Nachdem der Underdog einem der Topfavoriten auf den Titel in der ersten Halbzeit 53 Punkte erlaubte, kämpften sich die Uuulmer in Halbzeit zwei zurück und lagen zwei Minuten vor dem Ende lediglich mit einem Zähler zurück (76:77). Doch wie schon im vorhergegangenen Spielverlauf fehlte den Gastgebern in der Crunchtime das nötige Quäntchen Glück. Ein offener Dreier von Max Ugrai zur Führung verfehlte ebenso das Ziel, wie wenig später ein Distanzwurf von Dwayne Evans. Trotz der Niederlage, die aus Sicht von Thorsten Leibenath letztlich verdient war, stellte der Ulmer Coach die Moral seiner Mannschaft heraus. „Auch wenn es heute nicht zum Sieg gereicht hat, bin ich vor allem mit der kämpferischen Leistung in der zweiten Halbzeit zufrieden.“

„In der Crunch Time ist es leider unglücklich für uns gelaufen.“ David Krämer

Die Spieleröffnung ließ indes nicht erahnen, dass es in der mit 3.750 Zuschauern gefüllten ratiopharm arena an diesem Abend zu einem Krimi kommen könnte. Denn die Russen machten recht schnell deutlich, warum sie in den ersten beiden Top16-Partien im Schnitt lediglich 67 Punkte kassiert hatten: Gegen die kompromisslose Verteidigung der Gäste tat sich ratiopharm ulm jedenfalls enorm schwer. Nach fünf gespielten Minuten hatten sie lediglich acht Zähler erzielt und sich nur selten offene Würfe erarbeitet. Und die körperlich stabilen Gäste arbeiteten auch am offensiven Ende des Feldes enorm hart: Nach drei Offensivrebounds in einem Angriff markierte Jamel McLean – der später verletzt ausschied – das 12:18. Erst drei Ulmer Dreier in Folge (Ugrai, Akpinar zwei) brachten ratiopharm ulm wieder in Schlagdistanz (21:23). 

Wenngleich sich die Ulmer immer besser ins Spiel ackerten – so wie Per Günther, der nach dem fünften Ulmer Steal zum 25:28 im Fastbreak ablegte – blieben die Russen eiskalt und antworteten umgehend mit einem 8:0-Lauf (25:36, 13.). Mit enormer Präzession und Disziplin brachte Krasnodar seine Schützen in Position und versenkte allein in der ersten Halbzeit 9 seiner 16 Dreipunkteversuche. Als Thorsten Leibenath sein Team mit Thompson und Evans als Big Men kleiner aufstellte, kamen die Ulmer etwas besser in Schwung und drückten den Rückstand unter zehn Punkte (34:43, 16.). Dann vergab Ismet Akpinar das erste Mal in dieser EuroCup-Saison zwei Freiwürfe in Folge –  zuvor hatte er in elf Partien erst drei Mal von der Linie verfehlt – sodass das Spiel beim Stand von 41:53 in die Halbzeit ging. 
Patrick Miller gelangen 13 Punkte und 5 Assists. Foto: Harry Langer
Und die Ulmer Suche nach den offenen Würfen sollte auch in nach der Pause weitergehen. Die beste Option war bis dahin Ismet Akpinar, der nach drei korblosen Minuten seinen vierten Dreier zum 44:56 versenkte. Doch der 52:66-Rückstand, den Vitaly Fridzon per Dreier erzielte, hatte nicht nur mit der Qualität der Gäste zu tun: ratiopharm ulm fehlte oft das Glück des Tüchtigen, um sich für seinen Widerstand zu belohnen. Denn immer, wenn die Ulmer Fahrt aufzunehmen schienen, hatten die Russen eine Antwort parat. Vor dem letzten Viertel war der Rückstand so wieder auf deutliche 15 Zähler angewachsen. 

Und auch im letzten Spielabschnitt ließen die Ulmer nicht locker, konnten sich aber zunächst nicht für ihren Einsatz belohnen: Ein Offensivfoul von Ugrai vereitelte leichte Green-Punkte und Schilling verstopfte sich aus aussichtsreicher Position beim Dunk. Dass Günther sein Team sieben Minuten vor dem Ende per Dreier auf neun Zähler heranbrachte, schien nach dem bisherigen Spielverlauf fast schon das Optimum. Doch das Pech sollte zum Ulmer Motor werden. Nachdem Green sein Team per Monster-Dunk auf 72:77 herangebracht hatte, wurde der Highflyer bei einer Abwehraktion am Kopf getroffen. Statt Foul an Green zu pfeifen, hängten die Schiedsrichter dem Ulmer sein fünftes Foul an. Mitten hinein ins Pfeifkonzert der Fans schickte Schilling einen Wurf der Russen per Block in die dritte Reihe. Getragen von der Energie der Zuschauer schienen die Gastgeber das Spiel nun doch noch drehen zu können. Als Thompson sein Team 2:03 Minuten vor dem Buzzer auf 76:77 heranbrachte, glich der Lärmpegel in der ratiopharm arena dem Start eines Düsenjets. Nach zwei Ulmer Fehlwürfen aus der Distanz bot sich 17 Sekunden vor dem Ende nach einem unsportlichen Foul an Krämer und zwei verwandelten Freiwürfen des Youngsters beim Stand von 79:82 und Ballbesitz noch einmal die Chance – doch erneut hatten die Ulmer kein Fortune. 
Bestleistung: David Krämer gelingen in 20 Minuten 17 Punkte. Foto: Alexander Fischer
Im Fokus In 20 Minuten Einsatzzeit stellte David Krämer mit 17 Punkten und drei verwandelten Dreiern eine persönliche Bestleistung im EuroCup auf. Der 21-Jährige brachte nicht nur Fire Power, sondern kompensierte auch in der Verteidigung den früh foulbelasteten Javonte Green. Ohne Punkte, dafür mit enormem Einsatz in der Defense ackerten Gavin Schilling (6 Reb) und Chrissi Philipps (7:13 Min). Till Pape, der erstmals in dieser Saison im 12er-Kader stand, kam indes nicht zum Einsatz. 

Thorsten Leibenath „Auch wenn wir am Ende die Chance hatten zu gewinnen, ist Kuban heute der verdiente Sieger und hat vor allem in der ersten Halbzeit bewiesen, warum sie zum Favoritenkreis des EuroCups zählen. In der ersten Halbzeit haben wir vielleicht etwas zu viel Respekt gezeigt und waren dadurch zu passiv in der Verteidigung. Das hat Krasnodar genutzt und ist früh ins Rollen gekommen. Erst als wir in Hälfte zwei mit mehr Risiko und Aggressivität verteidigt haben, konnten wir uns zurück ins Spiel kämpfen. Auch in der Offensive haben wir es dann gut gemacht und den Ball besser bewegt. Auch wenn es heute nicht zum Sieg gereicht hat, bin ich vor allem mit der kämpferischen Leistung in der zweiten Halbzeit zufrieden.“ 
Schweiß abwischen und weiter machen: Ismet Akpinar. Foto: Harry Langer
David Krämer „In der ersten Halbzeit haben wir nur schwer in unser Spiel gefunden und 53 Punkte zugelassen, was gegen ein Team wie Krasnodar natürlich zu viel ist. Danach haben wir es aber besser gemacht, mit mehr Intensität verteidigt und vor allem den Ball besser bewegt. Dadurch konnten wir uns noch einmal zurückkämpfen. In der Crunchtime ist es dann aber leider unglücklich für uns gelaufen. Dort hätten wir in einigen Situationen smarter agieren müssen. Hinzu kam, dass der Gegner am Ende die schwierigen Würfe getroffen hat und damit das Spiel entscheiden konnte.“ 

Und sonst? Nach dem deutlichen Sieg in Frankfurt (58:70) ist Villeurbanne ungeschlagener Tabellenführer in der Gruppe F. ratiopharm ulm hat mit einem Sieg bei zwei Niederlagen nach wie vor Chancen das Viertelfinale zu erreichen. Dafür müssen die Ulmer aber wohl mindestens eines der zwei verbleibenden Auswärtsspiele (in Krasnodar und Frankfurt) gewinnen. 

Team-Stats Saison

FG%
2P%
3P%
FT%

Top-Performer

Vitaly Fridzon
24
Punkte
Vitaly Fridzon
Lokomotiv Kuban Krasnodar
Mateusz Ponitka
9
Rebounds
Mateusz Ponitka
Lokomotiv Kuban Krasnodar
Dorell Wright
6
Assists
Dorell Wright
Lokomotiv Kuban Krasnodar
Dorell Wright
2
Blocks
Dorell Wright
Lokomotiv Kuban Krasnodar
Javonte Green
2
Steals
Javonte Green
ratiopharm ulm
Vitaly Fridzon
17
Effektivität
Vitaly Fridzon
Lokomotiv Kuban Krasnodar

Spiel-Stats

ratiopharm ulm

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF FD EF DBL
12 RADOSAVLJEVIC, BOGDAN 14:51 7 2 3 66% 0 1 0% 2 4 50% 3 4 75% 3 0 3 0 1 0 1 3 4 10
5 GREEN, JAVONTE 16:43 7 3 4 75% 0 1 0% 3 5 60% 1 2 50% 2 0 2 1 2 3 0 5 2 3
34 SCHILLING, GAVIN 19:20 0 0 1 0% 0 0 0 0 1 0% 0 0 0 5 1 6 0 1 2 1 2 0 3
3 EVANS, DWAYNE 20:53 2 0 4 0% 0 3 0% 0 7 0% 2 2 100% 3 0 3 1 1 1 0 2 1 -4
10 PHILIPPS, CHRISTOPH 07:13 0 0 1 0% 0 0 0 0 1 0% 0 0 0 0 0 0 1 1 0 0 0 0 1
11 PAPE, TILL DNP 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
44 KRAEMER, DAVID 20:38 17 2 5 40% 3 4 75% 5 9 55% 4 4 100% 2 0 2 1 0 0 0 3 2 14
2 MILLER, PATRICK 26:15 13 5 12 41% 0 1 0% 5 13 38% 3 3 100% 2 1 3 5 0 0 0 2 2 13
7 THOMPSON, RYAN 22:36 5 1 3 33% 0 2 0% 1 5 20% 3 4 75% 2 0 2 3 1 0 0 1 3 8
30 UGRAI, MAXIMILIAN 19:37 9 2 3 66% 1 3 33% 3 6 50% 2 2 100% 2 1 3 5 0 1 0 4 1 9
6 GUENTHER, PER 11:10 7 1 2 50% 1 1 100% 2 3 66% 2 2 100% 0 0 0 1 1 1 0 1 2 8
8 AKPINAR, ISMET 20:44 14 1 2 50% 4 7 57% 5 9 55% 0 2 0% 0 0 0 1 0 0 0 1 3 11
3 4 7 0 0 0 0 0 0 7
Total 81 17 40 42% 9 23 39% 26 63 41% 20 25 80% 24 7 31 19 8 8 2 24 20 83

Lokomotiv Kuban Krasnodar

Nr. Name S5 MIN PTS 2M 2A 2P% 3M 3A 3P% FGM FGA FG% FTM FTA FT% DR OR TR AS ST TO BS PF FD EF DBL
22 KULAGIN, DMITRY DNP 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
7 FRIDZON, VITALY 31:32 24 3 7 42% 5 10 50% 8 17 47% 3 3 100% 1 2 3 0 0 1 0 3 3 17
13 KHVOSTOV, DMITRY 18:46 5 1 1 100% 1 2 50% 2 3 66% 0 0 0 2 0 2 3 0 0 0 4 0 5
6 SHCHERBENEV, SASHA 01:00 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
3 WRIGHT, DORELL 28:37 14 1 3 33% 1 8 12% 2 11 18% 9 10 90% 2 0 2 6 0 2 2 1 6 16
5 LACEY, TREVOR 28:21 14 2 3 66% 3 6 50% 5 9 55% 1 2 50% 3 0 3 4 1 4 0 3 1 11
25 JOHNSON, JAJUAN 31:37 9 4 9 44% 0 0 0 4 9 44% 1 1 100% 6 0 6 1 1 2 1 3 2 10
1 MCLEAN, JAMEL 05:26 5 2 2 100% 0 0 0 2 2 100% 1 2 50% 0 0 0 1 0 0 0 0 2 7
20 PONITKA, MATEUSZ 33:58 8 1 3 33% 0 1 0% 1 4 25% 6 6 100% 6 3 9 2 0 3 0 1 6 17
11 ILNITSKIY, STANISLAV 07:23 3 0 0 0 1 1 100% 1 1 100% 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2 2 3
10 IVLEV, VLADIMIR 13:20 2 1 2 50% 0 0 0 1 2 50% 0 0 0 5 3 8 0 1 0 1 3 2 10
6 2 8 0 0 0 0 0 0 8
Total 84 15 30 50% 11 28 39% 26 58 44% 21 24 87% 31 10 41 17 3 12 4 20 24 104
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