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Das lebendige Highlight-Tape

Mit beeindruckender Sprungkraft, unmenschlicher Athletik und unermüdlicher Energie sorgte Josh Hawley für spektakuläre Plays in Dauerschleife - Meisterschaftsstories Teil 10

Wenn der 2,03 Meter große Modellathlet Josh Hawley auf dem Parkett stand, dann wusste wohl jeder auf den Rängen, dass man sich fest anschnallen muss und auf keinen Fall blinzeln darf. Sonst bestand die Gefahr einen unglaublichen Monsterdunk zu verpassen, den nicht viele Spieler im Werkzeugkasten haben. Josh fing jedes Zuspiel, egal in welchem Stockwerk sich der Ball befand und prüfte daraufhin jegliche Korbanlagen in deutschen Hallen auf deren Auslastungsfähigkeit. Um alle sehenswerten Aktionen des sprunggewaltigen Big-Man aufzuzählen, würde die Lesedauer des Textes definitiv den Rahmen sprengen. Allerdings der Putback-Dunk im dritten Finalspiel gegen Bonn, als er einen Fehlwurf mit einer Hand fing und diesen aus gefühlten fünf Meter Höhe in den Ring drosch, ist auf jeden Fall eine Erwähnung wert. 
Bitte Anschnallen - das Flugzeug hebt ab! Josh mit dem eindrucksvollen Windmill-Dunk. Foto: Steiner
Seine energiegeladene Defensive war ebenfalls ein signifikanter Faktor, allen voran in den Playoffs. Immer wieder brachte er aufgrund flinker Hände, seine Finger an den Ball und generierte damit häufig Ballgewinne, die dann oftmals im Fastbreak sehenswert vollendet wurden. In den Playoffs war Josh der beste Uuulmer Balldieb, steigerte im Gegensatz zur regulären Saison nochmals seinen Output und kam somit auf 2,2 Steals. Auch in Sachen Rebounding war er gemeinsam mit Bruno Caboclo die Ulmer Lebensversicherung, setzte sich abermals aufgrund einer unvergleichlichen Sprungkraft und eisernem Willen gegen größere Center durch – griff im historischen Playoff-Run starke 5,7 Rebounds ab. Unvergessen bleibt auch sein immens wichtiger „Flamingo-Wurf“ a la Dirk Nowitzki, den er im Halbfinalheimspiel gegen die Bayern in einer dramatischen Schlussphase nervenstark versenkte. 
Von einer kleinen Universität zum deutschen Meister. Foto: Steiner
Über eine eher ungewöhnliche Route fand Josh im Vorfeld der abgelaufenen Meistersaison den Weg nach Ulm. In der Regel unterschreiben meist nur Spieler einen Vertrag in europäischen Top-Ligen, die ein Teil der über 300 „Division 1“ College-Teams waren. Die Ausnahme bestätigen die Regel, so finden auch immer wieder Spieler aus kleineren Universitäten, die in der zweiten oder sogar dritten Division spielen, den Weg ins internationale Profigeschäft. Darunter Spieler wie der MVP aus der Saison 20/21 Jaleen Smith oder eben unsere Nummer 32. Zunächst ging es nach vier Jahre an der Tarleton State Universität, einem kleinem College in seinem Heimatstaat Texas nach Georgien. Bereits in seiner Zeit in den Staaten fiel er durch seine bemerkenswerte Athletik auf, lag dort ununterbrochen ein Double-Double an Punkten und Rebounds auf. Der Vorzeigeathlet wurde dort zweimal ins All-Defensive Team und einmal zum besten Verteidiger des Jahres gewählt. 
Just can´t get enough of the taste of gold. Foto: Steiner
Auf Anhieb etablierte er sich  und machte unmittelbar auf sich aufmerksam. Denn auch beim georgischen Klub BC Vera, dominierte Josh die Zone und die Bretter – kam auch hier im Schnitt auf ein Double-Double. Diese Leistung bestätige er dann auch in Rumänien und wechselte so im darauffolgenden Jahr an die Donau. Auch hier bewies Sportdirektor Thorsten Leibenath ein gutes Händchen und analysierte den 26-Jährigen bereits bei seiner Verpflichtung exakt: „In seinen ersten beiden Profijahren in Europa hat er in kleineren Ligen mit außergewöhnlichen Leistungen auf sich aufmerksam machen können. Wir bekommen mit ihm einen höchst athletischen Spieler mit flinken Fingern in der Verteidigung und massiver Durchsetzungskraft im Rebound. Offensiv beeindruckt er vor allem im schnellen Spiel nach vorne. Durch seinen guten Wurf ist er darüber hinaus sehr variabel einsetzbar.“

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