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Fr, 02.11.2018

Macht`s nochmal, Jungs!

Das Team von ratiopharm ulm will in Bayreuth dort weitermachen, wo es am Dienstag im EuroCup aufgehört hat – mit einem Sieg.

  • Vorsicht Inside Power: Bayreuther Big Men gehören für Thorsten Leibenath zu den Besten der Liga. 
  • Ulmer Auswärtsbilanz in Bayreuth ist positiv – Erinnerungen an 2016 werden wach. 
  • Live im Free TV: Neben Telekom Sport (14.45 Uhr) überträgt auch Sport1 ab 15 Uhr live. 
So viel Pause war noch nie. „Das ist der Hammer und es ist sehr wichtig“, kommentiert Head Coach Thorsten Leibenath die Zeitspanne, die ihm und seiner Mannschaft zwischen dem EuroCup-Erfolg gegen Brescia (Dienstag) und dem Auswärtsspiel in Bayreuth (Sonntag) zur Verfügung steht. Nach drei Trainingstagen und einem Tag Pause erwartet die in der easyCredit BBL noch sieglosen Ulmer in Bayreuth die nächste schwere Aufgabe. Denn die Oberfranken, die zuletzt knapp in Würzburg verloren, rangieren mit zwei Siegen und zwei Niederlagen aktuell auf einem Playoff-Platz (8.). 
Besonders beeindruckend bei dem von Trainer Raoul Korner neu zusammengestellten Team: Das Spiel direkt in Korbnähe. Mit De‘Mon Brooks (103 kg), Hassan Martin (107 kg) und Andreas Seiferth (113 kg) verfügt der österreichische Head Coach über ein Linkshänder-Trio, das in der Liga seinesgleichen sucht. Enorm physisch zu Werke geht auch der NBA-erfahrene Adonis Thomas, der als Small Forward agiert, aber den Körper eines Big Man (109 kg) mitbringt. Man muss also kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass in der Oberfrankenhalle das Duell der großen Jungs eine zentrale Rolle spielen wird. 
Ein ewig junges Duell: Isaac Fotu gegen De`Mon Brooks. Foto: Harry Langer
Im Fokus Mit durchschnittlich 14 Punkten und 9,7 Rebounds – 3,7 davon am offensiven Brett – ist BBL-Rookie Hassan Martin der aktuell gefährlichste Spieler im Kader von medi bayreuth. „Er ist eine Waffe – eine athletische Urgewalt“, sagt Thorsten Leibenath über das 2,01 Meter große Kraftpaket. „Er ist eine Mischung aus Raymar Morgan und Augustine Rubit“, adelt der Ulmer Head Coach den 22-Jährigen, der während seiner Collegezeit zweimal zum „Defensive Player of the Year“ (Atlantic 10 Conference) gewählt wurde und großen Anteil daran hatte, dass seine Uni 2017 das erste Mal seit fast 20 Jahren wieder das NCAA-Turnier erreichte. Dwayne Evans und Isaac Fotu, die wohl die meiste Zeit gegen Martin ran müssen, werden also alle Hände voll zu tun haben. 

„Jetzt müssen wir anfangen in der Liga anzugreifen und dort Siege holen.“ Ismet Akpinar

Historie Rückblickend betrachtet ist die Oberfrankenhalle in Bayreuth kein schlechtes Pflaster für ratiopharm ulm. Immerhin sechs der letzten neun Partien konnten die Gäste in der „zweitlautesten Arena der Liga“ (Bogdan Radosavljevic) gewinnen. In besonders guter Erinnerung ist den Uuulmern der Overtime-Sieg aus der Saison 2016/17 geblieben. Damals rettete sich das Team von Thorsten Leibenath mit Glück in die Extrazeit, um dort mit 14:6 alles klar zu machen. Was im Anschluss folgte, war eine Serie von 26 Siegen (insgesamt 27), die erst am 8. April 2017 riss und noch heute als die längste Serie überhaupt in den Geschichtsbüchern steht. 
Hassan Martin - oder 107 kg geballte Power auf 2,01 m. Foto: Ochsenfoto
Thorsten Leibenath: „Mit De‘Mon Brooks, Hassan Martin und Andreas Seiferth verfügt Bayreuth über eine Menge Inside Power. Ich würde sogar sagen, dass ihr Inside Game zusammen mit München das beste der Liga ist. Wir sollten den Sieg gegen Brescia nicht überbewerten. Wir müssen weiter daran arbeiten, die Phasen, in denen wir keinen guten Basketball spielen, zu reduzieren. Dann wird es auch deutlich wahrscheinlicher, dass es mit den Resultaten stimmt.“ 

Ismet Akpinar: „Ich hoffe der Sieg im EuroCup gibt uns ein gewisses Momentum. Denn jetzt müssen wir anfangen in der Liga anzugreifen und dort Siege holen.“ 

Und sonst? Wer das EuroCup-Heimspiel am Mittwoch gegen Brescia live in der Arena verfolgt hat, wird sich zu Beginn der zweiten Halbzeit gewundert haben. Stand es vor der Pause noch 39:45, wurde die Partie nach der 15-minütigen Unterbrechung beim Stand von 40:45 fortgesetzt. Der Grund: Ein Wurf, den Javonte Green in der 15. Minute aus mehr als 6,75 Metern Entfernung versenkte, wurde zunächst als Zweier gewertet. Erst als mehrere Personen – darunter Vertreter der Ligazentrale aus Barcelona und Telekom-Sport-Reporter Markus Krawinkel – die Schiedsrichter auf den Fehler hinwiesen, wurde das Ergebnis korrigiert. 
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