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Do, 08.11.2018

Die Sache mit dem Druck

ratiopharm ulm trifft am Samstag auf ein Ludwigsburger Team, das sich nach zehn Niederlagen in Folge nach einem Sieg sehnt.

  • Mit Dwayne Evans und Bogdan Radosavljevic treffen zwei Ulmer auf ihr Ex-Team. 
  • Ludwigsburger Markenzeichen: Defense, Defense und noch mal Defense. 
  • Das „kleine Derby“ gegen Ludwigsburg als willkommener Ersatz für den „Classico“ gegen Tübingen. 
Viele Ludwigsburger Fans tragen das Selbstverständnis ihres Clubs auf der Brust. „Gefürchtet und stolz drauf“ ist auf den T-Shirts zu lesen. Gemeint ist der Respekt, den die Gäste aus der Barockstadt aufgrund ihrer enorm unangenehmen Verteidigung in der gesamten Liga genießen. „Ich glaube es gibt keinen Trainer in der Bundesliga, der sagt: Ja, gegen Ludwigsburg spielen wir gerne“, so Thorsten Leibenath. Jahrelang war das von John Patrick in der sechsten Saison angeleitete Team die Mannschaft, die bei ihren Gegnern die meisten Ballverluste provozierte. Im letzen Jahr, das Ludwigsburg als Tabellendritter abschloss, zwangen die Riesen ihre Kontrahenten zu durchschnittlich 17,3 Ballverlusten. Dwayne Evans, der eben dieser Mannschaft angehörte, sagt: „Das Besondere ist, dass Ludwigsburger Teams in der Lage sind, den Druck über 40 Minuten hochzuhalten.“ 

„Das Besondere ist, dass Ludwigsburger Teams in der Lage sind, den Druck über 40 Minuten hochzuhalten.“ Dwayne Evans

Aktuell liegt der Wert der provozierten Ballverluste bei 14 – und auch die sieben Steals pro Spiel sind für ein Ludwigsburger Team ein eher geringer Wert. Gebeutelt von Verletzungen und einer Grippewelle sind die Riesen seit zehn Pflichtspielen sieglos. Während Ludwigsburg in der Liga zwei Erfolge (Frankfurt, Bremerhaven) auf dem Konto hat, ist der Champions-League-Vierte der vergangenen Saison auf internationalem Parkett noch ohne Erfolg Tabellenletzter. In einem Interview mit der dpa gibt sich John Patrick aber gelassen: „In der Pre-Season und in den ersten zwei Spielen haben wir gezeigt, dass wir gewinnen können.“ Auch Thorsten Leibenath lässt sich von der Ludwigsburger Niederlagenserie nicht beeindrucken. „Die knappen Niederlagen machen für mich zwei Dinge deutlich: Ludwigsburg wird nach einem Sieg lechzen, und wer in Berlin mit sechs Punkten verliert, kann jedes Team schlagen. Ludwigsburg ist brandgefährlich.“  
Jordon Crawford ist zwar nur 1,68 Meter groß, dafür enorm flink und kreativ. Foto: Daniel Löb
Historie Wenngleich das „kleine Derby“ gegen Ludwigsburg nicht an die ereignisreiche Historie des „schwäbischen Classicos“ zwischen Ulm und Tübingen (2002 – 2018) heranreicht, lieferte auch das Duell mit Ludwigsburg zuletzt mehrere Aufreger: Angefangen beim bitteren Ulmer Pokal-Aus in der Rekord-Saison 2017, über die Disqualifikation John Patricks im anschließenden Playoff-Viertelfinale bis hin zu Rocky Trice, der gegen sein Ex-Team regelmäßig zur Hochform auflief. Ganz nüchtern betrachtet spricht die All Time Bilanz für die Gäste (13-18 Siege), die Heimbilanz favorisiert indes die Uuulmer (10-5). 

Im Fokus Beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams in der ratiopharm arena war Dwayne Evans der effektivste Spieler. 21 Punkte, sieben Rebounds und eine fast 80-prozentige Trefferquote legte der Power Forward im Trikot der MHP Riesen aufs Parkett. Am Samstag tritt er genauso wie Bogdan Radosavljevic im Ulmer Jersey gegen sein Ex-Team an. Und wie wichtig Evans mittlerweile in orange ist, zeigt ein Blick auf seine durchschnittliche Einsatzzeit: Kein Ulmer steht länger auf dem Parkett als die knapp 28 Minuten von Evans.

Ryan mit einem für ihn typischen Move: Volle Kanne zum Korb. Foto: Florian Achberger

„Wer in Berlin mit sechs Punkten verliert, kann jedes Team schlagen.“ Thorsten Leibenath

Thorsten Leibenath: „Ich glaube es gibt keinen Trainer in der Bundesliga, der sagt: Ja, gegen Ludwigsburg spielen wir gerne. Wir müssen sehr gut auf den Ball aufpassen, wir müssen sehr gut rebounden – tun wir beides, haben wir auch gegen Ludwigsburg eine Chance. Die knappen Niederlagen, die Ludwigsburg zuletzt hinnehmen musste, machen für mich zwei Dinge deutlich: Ludwigsburg wird nach einem Sieg lechzen, und wer in Berlin mit sechs Punkten verliert, kann jedes Team schlagen. Ludwigsburg ist brandgefährlich.“  

Dwayne Evans: „Das Besondere ist, dass Ludwigsburger Teams in der Lage sind, den Druck über 40 Minuten hochzuhalten. Sie wechseln zwar ihre Verteidigungsart aber die Intensität ist immer hoch. Wir müssen selbst sehr aggressiv sein und sie permanent attackieren. Natürlich ist es eine Extramotivation für mich, gegen mein Ex-Team zu spielen. Aber wir brauchen Siege, das ist alles was zählt und Motivation genug. Persönliche Dinge spielen da keine Rolle.“ 

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