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Di, 06.10.2020

„Ulm ist ein besonderer Ort für mich!“

Im Interview spricht der Ex-Ulmer Chris Burns über seine Karriere, sein Leben in Italien und das EuroCup-Duell am kommenden Mittwoch (ab 20.20 Uhr live bei Magenta Sport).

Chris, wie geht es dir und wie ist die aktuelle Situation in Italien?
Chris Burns: Alle haben zu kämpfen, aber immerhin spielen wir wieder Basketball. In der italienischen Liga haben wir mit einem echt schwachen Spiel und einer Niederlage gegen Varese angefangen und auch im EuroCup lief es in Podgorica nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Grundsätzlich geht es mir aber gut und ich bin froh, wieder in Brescia zu sein. Ich war vor vier Jahren schon einmal hier und ein bisschen erinnert mich die Situation in Brescia an die in Ulm. Als ich 2016 nach Brescia kam war der Club gerade erst aufgestiegen und heute hat er eine ganz neue Arena mit über 5.000 Plätzen und gehört zu den Topteams in Italien, also eine ganz ähnliche Geschichte wie in Ulm. 
Chris Burns bei der EuroCup-Niederlage in Podgorica. Foto: Simone Venezia
Welche Erinnerungen hast du denn noch an Ulm?
Chris: Ulm wird immer ein besonderer Ort für mich sein. Mein Sohn Brooklyn wurde vor zehn Jahren in Ulm geboren und meine Frau Emma hat noch regelmäßig Kontakt zu Leonie (Ehefrau von Per Günther). Ich selbst habe Per lange nicht gesehen und freue mich sehr auf ihn. Meine Familie wäre unter normalen Umständen natürlich mit zu unserem Auswärtsspiel nach Ulm gekommen, leider müssen wir das jetzt verschieben. 
 

Chris Burns und Ehefrau Emma feiern die Geburt ihres Sohnes. Foto: Thilo Wiedensohler
Nach deiner Zeit in Ulm warst du bei acht weiteren Clubs, bist also in Europa rumgekommen und hattest eine große Karriere. Was waren die Highlights?
Chris: Oh Mann, da kommt einiges zusammen. Das Jahr nach Ulm war ich in der Ukraine, bin dort MVP geworden und war in der Form meines Lebens. Es gab ernsthafte Kontakte zur NBA und hätte es den Lockout 2011 nicht gegeben, wer weiß, was passiert wäre. Dann habe ich mir die Patellasehne am Knie gerissen und war sieben Monate raus. Kurioserweise die selbe Verletzung wie Raymar Morgan, den in Ulm alle kennen. Über Belgien kam ich dann nach Brescia und Cantu. 2017 habe ich die italienische Staatsbürgerschaft erhalten und war einer von 24 Spielern, die in diesem Sommer zur Nationalmannschaft eingeladen wurden. Ich habe es unter die besten 12 geschafft und an der Europameisterschaft teilgenommen. Das hat meine Karriere komplett verändert. In der italienischen Liga wirst du erst als echter Italiener angesehen, wenn du für die Nationalmannschaft spielst. Diesen Status habe ich mir erarbeitet und deshalb zwei Jahre für Mailand in der EuroLeague gespielt. 

Am Mittwoch triffst du auf den Club, bei dem für dich 2009 alles begann. Eine besondere Situation?
Chris: Auf jeden Fall. Es ist immer außergewöhnlich, wenn du auf deinen alten Club triffst. Als Spieler bist du immer etwas hungriger und willst zeigen, was du draufhast. Für uns wird es am Mittwoch aber erstmal darum gehen, endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. 
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