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Mo, 03.08.2020

Zwei Kämpfer für Ulm

John Petrucelli (27) und Trey Landers (22) räumten in ihrer Karriere schon einige Widerstände beiseite – jetzt wollen die beiden Amerikaner mit ratiopharm ulm den nächsten Entwicklungsschritt machen.

Zwei vielseitige Swingmen für Ulm. Mit dem Shooting Guard John Petrucelli und dem 1,96 Meter großen und 100 Kilogramm schweren Kraftpaket Trey Landers sichert ratiopharm ulm sich die Dienste zweier Amerikaner, die auf den Außenpositionen flexibel einsetzbar sind. Der 27-jährige Petrucelli kommt als bester Balldieb der israelischen Liga nach Ulm und auch der erst 22-jährige Landers hat sich in vier Jahren an der University of Dayton den Ruf eines unermüdlichen Arbeiters erworben. Während der routinierte Petrucelli bereits zwei Jahre unter FIBA-Regeln spielte, ist College-Absolvent Landers ein Europa-Rookie. Petrucelli erhält bei ratiopharm ulm einen Einjahres-, Landers einen Zweijahres-Vertrag. 
John Petrucelli im Trikot der Lakeland Magic (NBA G-League) Foto: Imago
Der am 27. Oktober in Hicksville, New York, geborene John Petrucelli musste in seiner bisherigen Karriere einige Umwege nehmen, um von einem zweitklassigen College ganz nah an die NBA heranzukommen. Da der 1,93 Meter große Guard nach seinem High School Abschluss nur von einem College ein Angebot erhielt, schloss sich Petrucelli dem kleinen Molloy College in New York an und damit einer Hochschule, deren Basketball-Team lediglich in der NCAA Division II antritt. Nach einem Abstecher in die Slowakei, wo Petrucelli seine erste Profisaison verbrachte (BK Iskra Svit), etablierte er sich in drei Spielzeiten in der NBA G-League (Erie BayHawks und Lakeland Magic), ehe er in der vergangenen Saison an der Seite der Ex-Ulmer Da`Sean Butler und Taylor Braun in Israel (Hapoel Beer Sheva) auflief. „John Petrucelli ist ein Shooting Guard, der aber auch die Small Forward Position ausfüllen kann. Er hat sich über die Jahre kontinuierlich verbessert und sich so ein gutes Gesamtpaket angeeignet“, beschreibt Dr. Thomas Stoll den Neuzugang. Petrucelli erklärt seinen Entwicklungshunger so: „Mir wurde nie etwas geschenkt. Das hat meine Mentalität und Arbeitseinstellung geprägt. Ich bin schwer zufriedenzustellen. Überall wo ich hinkomme, setzte ich mir neue Ziele.“

„Mir wurde beigebracht, dass du dich erst beweisen musst, bevor du etwas erreichen kannst.“ Trey Landers

Und auch Trey Landers musste sich an der University of Dayton erst durchbeißen. Landers kam in seinem Freshman Year in Dayton auf lediglich neun Einsätze bzw. knapp 60 Minuten Spielzeit. In seinem vierten College-Jahr stand das Energiebündel in 30 von 31 Spielen in der Startformation und führte sein Team bei nur zwei Niederlagen auf Rang eins der starken ACC Conference. Als drittbester Scorer und zweitbester Rebounder verhalf er den „Flyers“ zu einer Bilanz, wie sie sie seit 56 Jahren nicht mehr hatten. „Mir wurde beigebracht, dass du dich erst beweisen musst, bevor du etwas erreichen kannst“, so Landers über seine Einstellung. 

„Trey Landers ist ein Kämpfer, der von der Position zwei bis vier eingesetzt werden kann. Er ist ein starker Rebounder, der viele Dinge tut, die nicht im Scouting auftauchen“, erklärt Dr. Thomas Stoll. So wird Landers, dem im vergangenen Jahr 14 Double Doubles aus Punkten und Rebounds gelangen, auf der College-Homepage der Dayton Flyers auch als „Alpha“ und emotionaler Anführer der Mannschaft beschrieben. Der renommierte amerikanische Sportjournalist Seth Daniels nominierte Landers deshalb für das fiktive „All glue Team“, also für eine Mannschaft, die aus Typen besteht, die ein Team zusammenhalten (glue = kleben) und alles für den Teamerfolg tun. 
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