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Sonntag, 12. April 2026

All-Star Dinner in Orange

Beim OrangeDinner im Wilken Gourmet trafen Basketballmomente auf viele ehrliche, humorvolle Einblicke. Ein Abend, der von einem spürbaren Miteinander und dem Charity-Aspekt zugunsten der Nachwuchsarbeit des Vereins getragen wurde.

Schon der Auftakt des Abends hatte diese besondere Mischung: ein stilvolles Drei-Gänge-Menü, begleitet von Humor und Nähe zu den Uuulmer Spielern. Während das Brotkörbchen die Runde machte, wurde auf der Bühne bereits gelacht. Marc scherzte, dass Chris Ledlums Weg zum Tisch langsamer aussehe als sein Zug zum Korb“ und sorgte für die ersten Lacher des Abends. Auch Teo, der jüngste unten den Uuulmer Profis, bekam sein Fett weg, augenzwinkernd wurde angemerkt, man müsse sich beeilen, „damit er noch rechtzeitig ins Bett kommt.“ Zwischen Vorspeise und ersten Gesprächen zeigte sich: Selbst beim Servieren glänzten die Uuulmer. Nelson Weidemann, Tommy Klepeisz und Chris Sengfelder trugen mühelos drei Teller gleichzeitig.  

Mit dem Start der Tombola rückte der Charity-Aspekt des Abends in den Mittelpunkt. Im Zeichen des guten Zwecks wurden besondere Einzelstücke versteigert, darunter signierte Nationaltrikots von Nelson Weidemann und Chris Sengfelder sowie individuelle Erinnerungsstücke wie ein besonderes Bild von Per Günther, das der Ersteigerer im Anschluss persönlich mit einer gewünschten Widmung versehen lassen darf. Auch Ben Sarraf stellte eines seiner signierten Trikots für die Versteigerung zur Verfügung. Der gesamte Reinerlös der Tombola kommt der Nachwuchsarbeit zugute und macht die Aktion damit zu einem zentralen Bestandteil des gelebten Charity-Gedankens des Abends. Ein weiteres Highlight: Per Günther selbst meldete sich per Videocall vom Hamburger Bahnhof zu Wort und nahm die Gäste mit auf eine kurze Reise in die Vergangenheit. Besonders die Erinnerungen an die alte Trainingsstätte „Raz“ bewegten. „Ein Ort der Freiheit“, beschrieb er die Halle, in der während der Corona-Zeit auch persönliche Momente entstanden.  
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Der Blick in die Vergangenheit ging nahtlos über in die Gegenwart und damit zum OrangeCampus. Für viele Spieler war er ein entscheidender Faktor, nach Ulm zu kommen. „Das war ein riesiges Plus“, betonte Tommy Klepeisz. Hochmoderne Trainingsbedingungen, die unmittelbare Nähe zwischen Nachwuchs und Profis und die besondere Verzahnung der Teams schaffen ein Umfeld, das in Deutschland heraussticht. „Hier hast du den fließenden Übergang“, führt Tommy weiter aus.  

Doch es waren nicht nur die Strukturen, sondern vor allem die persönlichen Geschichten, die den Abend so besonders machten. Chris Sengfelder erinnerte sich an seine Anfänge: „Ich bin lange unter dem Radar geflogen und habe immer versucht, Schritt für Schritt zu gehen.“ Nelson Weidemann erzählte von seiner Kindheit in Berlin, von Ehrgeiz und Vorbildern: „In meinem Kopf war ich genauso gut wie die Älteren.“ Und dann dieser eine Satz, der hängen blieb: „You play for the name on the front, not the back.“ Es ging um mehr als individuelle Karrieren, es ging um das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Sengfelder brachte es auf den Punkt: „Sport ist unabdingbar für die Gesellschaft. Er verbindet, schweißt zusammen und lehrt dich, mit Rückschlägen umzugehen.“  
International wurde es im Talk mit Chris Ledlum und Joel Soriano, die ihre Wege aus den USA nach Ulm schilderten. Beide kennen sich seit ihrer Jugend, standen bereits gemeinsam im College auf dem Feld. „Es ist viel schöner, wenn du jemanden hast, den du schon so lange kennst“, sagte Joel. Auch Teo und Endurance ergänzten später ihre Perspektiven: neue Heimat, neue Sprache, neue Rollen in verschiedenen Teams. „Ich könnte nicht glücklicher sein“, sagte Endurance über seine Zeit in Ulm. Teo beschrieb die Herausforderung, gleichzeitig in mehreren Mannschaften zu spielen: „In jeder hast du eine andere Rolle, was herausfordernd ist, aber das macht dich am Ende besser.“  

Ein unterhaltsamer Ausflug in die Kindheit sorgte zwischendurch für viele staunende und schmunzelnde Gesichter. In einem Rätselformat wurden Kinderbilder der Spieler eingeblendet, die von den Gästen erraten werden durften. Für einen Moment standen nicht mehr Profis auf der Bühne, sondern Jungs mit Zahnlücken, wilden Frisuren und jeder Menge Erinnerungen. Mit viel Gelächter und Staunen wurde deutlich, wie viel Persönlichkeit und Geschichte hinter jedem einzelnen Spieler steckt.  
Als schließlich der Nachtisch serviert wurde, steuerte der Abend auf seinen nächsten Höhepunkt zu. Malik Osborne und Publikumsgast Klaus wurden mit einem gemeinsamen Ständchen als Geburtstagskinder gefeiert. Head Coach Ty trat mit einem Kuchen auf die Bühne, ein Moment, der die familiäre Atmosphäre des Abends noch einmal unterstrich. Lächeln, Applaus und ehrliche Freude - für einen Augenblick rückte alles andere in den Hintergrund. Im Anschluss wurden die Tombola-Gewinne persönlich überreicht, Erinnerungsstücke wechselten ihre Besitzer. Zum Abschluss bot sich für die Gewinner der Spielerschürzen die Gelegenheit, ihre Erinnerungsstücke direkt von den Profis signieren zu lassen. Gleichzeitig nutzten auch die anderen Gäste die Chance, Autogramme zu sammeln, Fotos zu machen und den Abend in persönlicher, nahbarer Atmosphäre ausklingen zu lassen. 

Am Ende blieb vor allem eines hängen: viele kleine Momente, die zusammen ein stimmiges Gesamtbild ergeben haben. Gespräche, Lachen, ehrliche Einblicke und die Nähe zwischen Spielern und Gästen haben den Abend geprägt. Es war ein Miteinander, bei dem der Basketball zwar im Mittelpunkt stand, aber längst nicht alles war.  
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