Ein schwerer Schicksalsschlag hat das Leben von Gisela Hengerer vor fünf Jahren aus den Angeln gehoben. Ihr Sohn Nicolai stirbt nach langem Kampf an Krebs, die Trauer begleitet sie auch heute noch jeden Tag, doch lässt sie sich nicht von ihr lähmen. Ihre Trauer treibt sie an. Eigentlich immer hat sie Brezeln in der Tasche, verpackt in ein Papiertütchen, beschriftet mit „Brezenfreu(n)de Nicolai“ und einem kleinen Brief. Ihr Sohn Nico hatte Butterbrezeln geliebt und Gisela verschenkt sie nun in seinem Gedenken. „An Wohnungslose, Flaschensammler, Bauarbeiter, Reinigungskräfte“, erklärt die 67-jährige, „an Bedürftige genauso wie an Personen, die selten beachtet und wertgeschätzt werden … oder ganz einfach an nette Menschen.“ Im Zuge dessen unterstützt sie auch das bundesweit aktive Projekt „Ulmer Schatzkiste“ der Universität Ulm. Der Verein schenkt krebserkrankten Eltern mit begrenzter Lebenserwartung die Möglichkeit, das Wertvollste festzuhalten: ihre eigenen Worte, Bilder, Gedanken und Geschichten – liebevoll gesammelt in einem ganz persönlichen „Film meines Lebens“. Gisela backt für die Drehs und überbringt auch hin und wieder Schatzkisten an die Angehörigen. Alle Infos zur Schatzkiste HIER.
Symbol der Anerkennung und Ansporn zugleich
Der Nexus „WeAreOne“ wurde vom OrangeCampus der Ulmer Basketballer im letzten Jahr erstmals vergeben. Nach der gewaltigen Resonanz wird das nun jährlich passieren. „Zusätzlich zu unseren Aktionsspieltagen „Ehrenplatz fürs Ehrenamt“ wollen wir damit ein nachhaltiges Ausrufezeichen für diejenigen Menschen setzen, die sich für andere engagieren“, so BBU ´01 Geschäftsführer und Jury-Mitglied Andreas Oettel, „der Nexus rückt vorbildhaftes Engagement ins Rampenlicht, auch als Motivation mal selbst anzupacken. Dazu steht das außergewöhnliche Design des Awards für die Idee, Brücken zwischen den Menschen zu bauen, als Sportverein, als Gruppe oder eben als Einzelperson.“ Die spannende Entstehungsgeschichte des Nexus HIER.
Rauschender Beifall für Brezn, Integration und Feuerwehr
Als Gisela Hengerer, gemeinsam mit den anderen Nominierten, in der Halbzeitpause das Parkett betritt, brandet der Applaus auf. Lisa Fischer und Luis Nechansky werden stellvertretend für unsere Freiwilligen Feuerwehren, besonders den Nachwuchs dort geehrt. Bundesweit engagieren sich hier rund 375.000 junge Menschen, die hunderte Stunden ihrer Freizeit investieren, Bereitschaften ableisten, sich auf Einsätze vorbereiten. Tausende wechseln jährlich in den aktiven Dienst und sind für uns da bei Brand, Unfällen, Überschwemmungen... immer wenn’s brennt.
Kebire Algül arbeitet ehrenamtlich an ihrem Wohnort am Ulmer Eselsberg. Ähnlich wie Gisela Hengerer schöpft sie Kraft aus dem eigenen Erleben. Selbst mit der achtköpfigen Familie vor drei Jahren in die Flüchtlingsunterkunft im Mähringer Weg eingezogen, hilft sie nun anderen, sich bei uns einzuleben. Sie hat in kurzer Zeit gut Deutsch gelernt, einmal um sich in ihrer neuen Heimat besser zurechtzufinden, aber auch um für Andere übersetzen zu können. Gülay Kul aus der Flüchtlingssozialarbeit der evangelischen Diakonie betont, dass sich Kebire eben nicht ausschließlich um andere Geflüchtete kümmert: “Frau Algül ist in ihrer neuen Heimat angekommen, mittendrin und vielfältig engagiert in Nachbarschaft und Stadtgesellschaft.”
Der Nexus „WeAreOne“ wurde vom OrangeCampus der Ulmer Basketballer im letzten Jahr erstmals vergeben. Nach der gewaltigen Resonanz wird das nun jährlich passieren. „Zusätzlich zu unseren Aktionsspieltagen „Ehrenplatz fürs Ehrenamt“ wollen wir damit ein nachhaltiges Ausrufezeichen für diejenigen Menschen setzen, die sich für andere engagieren“, so BBU ´01 Geschäftsführer und Jury-Mitglied Andreas Oettel, „der Nexus rückt vorbildhaftes Engagement ins Rampenlicht, auch als Motivation mal selbst anzupacken. Dazu steht das außergewöhnliche Design des Awards für die Idee, Brücken zwischen den Menschen zu bauen, als Sportverein, als Gruppe oder eben als Einzelperson.“ Die spannende Entstehungsgeschichte des Nexus HIER.
Rauschender Beifall für Brezn, Integration und Feuerwehr
Als Gisela Hengerer, gemeinsam mit den anderen Nominierten, in der Halbzeitpause das Parkett betritt, brandet der Applaus auf. Lisa Fischer und Luis Nechansky werden stellvertretend für unsere Freiwilligen Feuerwehren, besonders den Nachwuchs dort geehrt. Bundesweit engagieren sich hier rund 375.000 junge Menschen, die hunderte Stunden ihrer Freizeit investieren, Bereitschaften ableisten, sich auf Einsätze vorbereiten. Tausende wechseln jährlich in den aktiven Dienst und sind für uns da bei Brand, Unfällen, Überschwemmungen... immer wenn’s brennt.
Kebire Algül arbeitet ehrenamtlich an ihrem Wohnort am Ulmer Eselsberg. Ähnlich wie Gisela Hengerer schöpft sie Kraft aus dem eigenen Erleben. Selbst mit der achtköpfigen Familie vor drei Jahren in die Flüchtlingsunterkunft im Mähringer Weg eingezogen, hilft sie nun anderen, sich bei uns einzuleben. Sie hat in kurzer Zeit gut Deutsch gelernt, einmal um sich in ihrer neuen Heimat besser zurechtzufinden, aber auch um für Andere übersetzen zu können. Gülay Kul aus der Flüchtlingssozialarbeit der evangelischen Diakonie betont, dass sich Kebire eben nicht ausschließlich um andere Geflüchtete kümmert: “Frau Algül ist in ihrer neuen Heimat angekommen, mittendrin und vielfältig engagiert in Nachbarschaft und Stadtgesellschaft.”
Die ganze Vielfalt der Arbeit für andere
Zur Jahreswende wurden, gemeinsam mit Radio Donau 3 FM, Vorschläge für mögliche Nexus-Preisträger gesammelt. Wer engagiert sich wie, vorbildhaft für unser Gemeinwesen, im offiziellen Ehrenamt oder auch ganz privat? Die Jury aus Ehrenamtsagenturen, Donau3FM und Team Nexus stellte aus weit über 100 Vorschlägen eine Top 12 zusammen. Hier verteilten alle Jury-Mitglieder Stimmen, woraus dann die Top 3 ermittelt wurden. Die Wertschätzung fürs Ehrenamt zeigte sich gestern auch durch Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik: Amtsleitungen, Stadtrat, Gemeinderat, Landkreis, Landtag inklusive Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin. Der Ulmer OB Martin Ansbacher hatte schweren Herzens wegen einer anderen Verpflichtung absagen müssen, kündigte sich im Zuge dessen aber schon für nächste Jahr an.
Zur Jahreswende wurden, gemeinsam mit Radio Donau 3 FM, Vorschläge für mögliche Nexus-Preisträger gesammelt. Wer engagiert sich wie, vorbildhaft für unser Gemeinwesen, im offiziellen Ehrenamt oder auch ganz privat? Die Jury aus Ehrenamtsagenturen, Donau3FM und Team Nexus stellte aus weit über 100 Vorschlägen eine Top 12 zusammen. Hier verteilten alle Jury-Mitglieder Stimmen, woraus dann die Top 3 ermittelt wurden. Die Wertschätzung fürs Ehrenamt zeigte sich gestern auch durch Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik: Amtsleitungen, Stadtrat, Gemeinderat, Landkreis, Landtag inklusive Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin. Der Ulmer OB Martin Ansbacher hatte schweren Herzens wegen einer anderen Verpflichtung absagen müssen, kündigte sich im Zuge dessen aber schon für nächste Jahr an.
„Die Wahl der Top 3 fiel naturgemäß schwer“, so die Nexus-Jury, „preiswürdig wäre letztlich jeder einzelne Vorschlag gewesen, für alle hätte es gute Gründe gegeben. Überall erzählenswerte Geschichten mitten aus dem Leben, Menschen, die immer auch uns alle im Blick haben und damit unsere Welt ein Stück besser machen. Wir freuen uns deshalb heute schon auf den Nexus 2027.”
