Das 45. Schwabenderby brachte einiges an Charaktereigenschaften solcher Spiele mit. Eine stimmungsvolle Kulisse, Spannung, Kampf und Emotionen. Über drei Viertel hinweg gestaltete sich die Begegnung ausgeglichen (63:63), ehe Ludwigsburg das Momentum im Schlussabschnitt auf die eigene Seite zog. Mit viel Kampf und den Anfeuerungen der mitgereisten Fans kämpfte sich ratiopharm ulm zurück, hatte in den letzten Sekunden die Chancen zum Sieg. „Am Ende haben es Kleinigkeiten entschieden“, resümierte Karim Jallow eine ereignisreiche Partie.
Den besseren Start erwischten die Hausherren, entsprechend nach 90 gespielten Sekunden ein 2:7-Rüdstand für die Ulmer. Gegen die aggressive Ludwigsburger Verteidigung fand das Team von Anton Gavel nun erfolgreich Lösungen, powerte sich über die Zone ins Spiel zurück. Mit drei erfolgreichen Würfen von der Linie brachte dann der effektivste Ulmer Freiwurfschütze Tommy Klepeisz (14/14) seine Mannschaft das erste Mal in Führung (8:9,4.). Die Umschaltmomente, vor denen Gästecoach Josh King im Vorfeld gewarnt hatte, nutzten die Ulmer in Person von Karim Jallow, um in der Folge ein wenig die Kontrolle zu übernehmen und den Korb weiter erfolgreich zu attackieren (15:23,8.).

