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Sonntag, 23. November 2025

Ein würdiges Topspiel

Erst in der Overtime kann das EuroLeague-Team des deutschen Meisters die Uuulmer knapp mit 81:77 bezwingen. Vor ausverkauftem Haus lieferten die dezimierten Hausherren eine ausgesprochen starke Leistung im heutigen Topspiel.

Hohe Intensität, viel Spannung und eine bebende Arena: Die ersatzgeschwächten Uuulmer verlangten dem amtierenden deutschen Meister über 45 Minuten alles ab. Ohne Nelson Weidemann, Chris Ledlum und Tommy Klepeisz war es Chris Sengfelder, der mit einem spektakulären Dreier die Verlängerung erzwang. Obwohl die Hausherren am Ende das Rebound-Duell (44:40) gewannen und fünf Würfe mehr aus dem Feld trafen, erwies sich die eigene Foulproblematik als entscheidend (25:16 Fouls). „Es ist enttäuschend, dass wir dieses enge Spiel nicht für uns entscheiden konnten. Wir haben über die vollen 45 Minuten maximalen Einsatz gezeigt und bis zur Schlusssirene gekämpft. Am Ende waren es Kleinigkeiten und eine enorm starke Defensive der Bayern, die den Unterschied gemacht haben“, betont Ulms Cheftrainer Ty Harrelson nach Spielende.

Heimspiel-Highlights
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Offener Schlagabtausch geprägt von guter Defense
Die Uuulmer erwischten den besseren Start. Mit starker Defensive erzwangen sie drei frühe Ballverluste der Gäste und gingen erstmals in Führung. Besonders Alec Anigbata blühte in den Anfangsminuten auf und setzte wichtige Akzente. Auch Mark Smith war zunächst nicht zu stoppen und punktete wiederholt stark am Korb (19:15; Q1). Im zweiten Viertel fanden die Gäste zunehmend ihren Rhythmus. Von der Dreierlinie verkürzten sie Schritt für Schritt und übernahmen schließlich die Führung (14). Die Partie blieb fortan vollkommen ausgeglichen – beide Teams tauschten die Punkte nahezu im Gleichschritt. Spencer Dinwiddie sorgte bei München für starke Aktionen, Anigbata hielt für Ulm dagegen (36:38; Q2).
Mark Smith glänzt mit seiner Leistung und punktet zweistellig. Foto: Harry Langer
Ein echtes Herzschlagfinale
Ein energischer 7:0-Lauf brachte die Hausherren nach der Pause zurück in Führung. Die Arena bebte – die Uuulmer spielten sich in einen regelrechten Rausch. Jensen und Osborne trafen zwei weitere Dreier und zwangen Bayerns Coach TJ Parker zur Auszeit (26). Diese zeigte Wirkung und bremste die Ulmer Offensive abrupt aus. Ein unmittelbarer 7:0-Konter brachte die Gäste vor dem Schlussviertel wieder in Front (51:52; Q3). München setzte sich erstmals etwas ab. Erst nach vier Minuten im vierten Viertel erzielte Mark Smith die ersten Ulmer Punkte seit der Auszeit zuvor. Zur Freude der 6.000 Fans legte Tobias Jensen einen Dreier nach. Smith übernahm nun komplett und versenkte einen schweren Wurf nach dem nächsten – kurz vor Ende brachte er die Hausherren erneut in Führung.
Da Silva drehte die Partie vier Sekunden vor Schluss wieder zugunsten der Bayern, doch Chris Sengfelder rettete Ulm mit einem Wahnsinnsdreier in die Verlängerung (68:68; Q4). In der Overtime punktete der Gast – wie schon in der Schlussphase – fast ausschließlich von der Freiwurflinie. Die kämpferischen Uuulmer ließen sich nicht abschütteln, doch ohne die ausgefoulten Point Guards Mark Smith und Teo Milicic wurde das Comeback zunehmend schwieriger. Am Ende reichte es knapp nicht (77:81; OT1).
Tobias Jensen lief auch heute von außen heiß und versenkte fünf Dreier. Foto: Harry Langer
Breakout-Game für Anigbata
Ein bärenstarker Auftritt des Youngsters gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. Nachdem Alec Anigbata in der Jugend für die Münchener auflief, zeigte er heute seine bislang beste Leistung gegen selbige. In knapp 33 Minuten Spielzeit legte er 15 Punkte und 5 Rebounds auf. Ebenfalls zweistellig punkteten Tobias Jensen (19 Punkte), Mark Smith (18) und Chris Sengfelder (11).
Ein Abend den er so schnell nicht vergessen wird. Trotz seiner starken Leistung mussten sich die Uuulmer am Ende dennoch geschlagen geben. Foto: Harry Langer
Orange Mixed-Zone:
Head Coach Ty Harrelson:
„Es ist enttäuschend, dass wir dieses enge Spiel nicht für uns entscheiden konnten. Wir haben über die vollen 45 Minuten maximalen Einsatz gezeigt und gekämpft bis zur Schlusssirene. Am Ende waren es Kleinigkeiten und eine enorm starke Defensive der Bayern, die den Unterschied gemacht haben.“
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