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Donnerstag, 26. Februar 2026

Geburtstagscountdown – 25 Jahre in 25 Geschichten

Am 17. August jährt sich unsere Clubgründung zum 25. Mal. Bis zum Geburtstag in 25 Wochen feiern wir jeden Donnerstag das erste Vierteljahrhundert Basketball Ulm mit einer besonderen Geschichte.

25 Jahre in 25 Storys, epische Momente im Rampenlicht genauso wie spannende Erlebnisse hinter den Kulissen. Dazu dürft ihr euch auch auf die ein oder andere Story aus dem Nähkästchen freuen. Gleich wird euch Clublegende Per Günther in einen ikonischen Augenblick seiner 14 Jahre langen Karriere im Uuulmer Jersey mitnehmen. Den Anfang machen wir mit einem Bild, hinter dem sogar einige besondere Erinnerungen stecken: dem Ulmer Münster in Orange. Nach dem BBL-Pokalwochenende in München schauen wir zurück auf die Uuulmer Top4-Turniere: sechs Mal dabei, zwei Mal in der ratiopharm arena, drei Finals gespielt, dramatische Momente erlebt. Über allem strahlt ein ganz besonderes OrangeBigPicture: 29. März 2014 – der höchste Kirchturm der Welt leuchtet orange. Ein eindrucksvolles Symbol für die dritte Top4-Teilnahme von ratiopharm ulm und die rasante Entwicklung der Uuulmer im deutschen Basketball – das erste Mal als Ausrichter.

Das höchste „We Are One“ der Welt 
Das Uuulmer Club-Motto „We Are One“ in Reinkultur. Um eines der bedeutendsten Bauwerke der Welt in Orange leuchten zu lassen, bedurfte es Teamworks der besonderen Art. Münstergemeinde, Gebäudemanagement der Stadt Ulm, die Partner der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sowie der damalige Dekan und jetzige evangelische Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl waren bereit, hinter die Uuulmer Erfolgsgeschichte das denkbar größte Ausrufezeichen zu setzen. Die Bürgerkirche mit dem höchsten Kirchturm der Welt erstrahlt in der Clubfarbe der Basketballer. Das gab es bis dahin noch nie und danach so auch nie wieder. Mit Farbfiltern wurden die 27 Strahler der Münsterbeleuchtung organisiert, ein oranger Laser schlägt dazu eine Lichtbrücke von der ratiopharm arena zum Münsterturm her. Der Uuulmer Basketball als manifestierte Verbindung aus Sport und Stadtgesellschaft, Neu-Ulm und Ulm … „We Are One“ auf allen Ebenen. 
Ganz nah dran am ersten Titel
Auch sportlich griffen die Uuulmer hoch: Im dritten Anlauf sollte unbedingt der erste Titel der Clubgeschichte her. Zum dritten Mal in Folge beim Top4 dabei, wollten die Uuulmer auf ihrem Homecourt endlich den Pokal in eigenen Händen halten. Bei der ersten Teilnahme 2012 in Bonn hatte das Team in einem dramatischen Halbfinale gegen die Serienmeister aus Bamberg verloren. Sportdirektor Thorsten Leibenath: „Ich kann mich sehr gut an mein erstes Saisonjahr erinnern, in dem wir uns für das Top4 in Bonn qualifiziert haben und dort in einem Spiel, das im Nachgang als eines der legendären Basketballspiele der BBL-Geschichte bezeichnet wird, ganz knapp – erst nach Verlängerung – den vermeintlich übermächtigen Bambergern unterlegen sind. Wir haben eine tolle Leistung gezeigt, sind mit einem Glückswurf in die Overtime gekommen und haben dort leider den Kürzeren ziehen müssen. Unter anderem gegen Anton Gavel, der in dem Spiel eine sehr starke Leistung gegen uns gezeigt hat.“ Im Spiel um die Bronzemedaille gegen Braunschweig sicherte sich ratiopharm ulm – trotz des kräftezehrenden Halbfinals – immerhin noch Platz 3.
Foto: Ulf Duda
Dreimal Top4 in Folge
Schon im Folgejahr hatte das Team den ersten Titel für den Club wieder fest im Visier. Sieg im Halbfinale gegen die Artland Dragons und dann das Finale gegen das hoch favorisierte Star-Ensemble von Alba Berlin. Angeführt von Per Günther und John Bryant hielten die Uuulmer lange mit. Thorsten Leibenath: „Gegen Ende des dritten Viertels haben wir abreißen lassen. Mit einem Dreier von Heiko Schaffarzik ist Alba in Führung gegangen und hat die dann auch nicht mehr abgegeben.“ Am Ende steht ein 67:85 und die erste bittersüße Silbermedaille der Clubgeschichte. 
Finale dahoim und das OrangeBigPicture der Clublegende Per Günther
2014 belohnt die BBL die starken Leistungen der Uuulmer und die stimmungsvolle ratiopharm arena mit der ersten Ausrichtung eines Top4. Der Spitzensport ist endgültig in der Doppelstadt angekommen, das symbolträchtige Münster in Orange bleibt für immer. Genauso wie die nächste Silberne. Wieder Finale, wieder Alba und wieder Dramatik pur. Zuerst räumen die Uuulmer in einem grandiosen Halbfinale den späteren Meister FC Bayern München aus dem Weg. Angeführt von einem überragenden Per Günther muss sich ratiopharm ulm in einem engen und dramatischen Spiel am Ende mit 80:86 geschlagen geben. Für Clublegende Günther ist dieser Tag mit einer der schmerzlichsten Erinnerungen seiner Karriere verbunden – sein „OrangeBigPicture“ der Uuulmer Top4-Geschichte. 

„Also ich weiß jetzt nicht, wie geil das ist, wenn ich an ein Bild von mir selbst denke … aber ich weiß, dass ich vor der Bande saß, eines der besten Spiele meines Lebens gemacht hatte und wir wieder verloren haben. Ich meine, ich hatte 19 Punkte in der ersten Halbzeit gemacht und bin trotzdem nicht in der zweiten Halbzeit gestartet. Das war so mit Thorsten besprochen. Cam Long hatte am Tag zuvor ein unfassbares Spiel gegen München gemacht, uns im Alleingang ins Finale geschossen. Sowohl Edgar Sosa als auch Cam haben dann in der ersten Halbzeit gegen Berlin gar nicht gespielt. Das war eines der wenigen Male, dass wir gesagt haben: Ich habe jetzt 19 Punkte gemacht und wir sind vier hinten. Wir brauchen jetzt einen von den beiden, um das Ding zu gewinnen. Lasst die Scorer starten, und wir gucken, dass einer ins Spiel findet. Das ist dann leider nicht passiert. Beide machen kein gutes Spiel, und ich habe mich dauernd mit diesem taktischen Kniff auseinandergesetzt, ob das so clever war, nicht in die zweite Halbzeit zu starten. Vor dieser Bande sitzend dann zwei Gedanken in meinem Kopf: Fuck, hätte ich das anders machen sollen? Und: Ich kann nicht besser spielen als ich heute gespielt habe, und es hat wieder nicht gereicht.“ 
Foto: Bildwerk89
Einmal Ulm, zweimal München und zurück 
In der Folge spielen die Uuulmer noch dreimal im Top4. 2018 in eigener Halle ist leider schon im Halbfinale gegen Meister Bayern München Schluss. Im kleinen Finale sichert sich das Team immerhin noch Platz 3 gegen medi Bayreuth. 2021 sind unter Leibenath-Nachfolger Jaka Lakovic die Münchener in eigener Halle wieder im Halbfinale Endstation. Ohnehin ein eigenartiges Turnier: Aufgrund der Corona-Maßnahmen finden die Spiele erst im Mai und ohne Fans statt. Ein Top4 ohne Fans ist einfach keines. 2024 dann der bislang letzte Fight um den BBL-Pokal. Wieder München – diesmal bezwingen die frischgebackenen Sensationsmeister mit Headcoach Anton Gavel das Team von Alba Berlin in einem kräftezehrenden Halbfinale. Im Endspiel reichen gegen die ausgeruhteren EuroLeague-Münchener die Kräfte nicht – zum dritten Mal Pokal-Silber. 
Nach dem Top4 ist vor dem Top4
Wir haben also noch eine offene Rechnung mit dem „kleinen“ Pott. Sportdirektor Thorsten Leibenath: „Wir hoffen inständig, dass wir uns in der kommenden Saison wieder für das Top4 qualifizieren können. Diese ganz besondere Atmosphäre – vier Fanlager feiern friedlich ihren Lieblingssport, nervenzerrende ‚Do-or-Die‘-Spiele und die einmalige Chance, mit zwei Top-Leistungen den nächsten Titel einzufahren – ist immer eines der absoluten Highlights des Basketballjahres.“ 
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