Die rund 2.800 Zuschauer in der Ballsporthalle Frankfurt sahen ein ausgeglichenes Spiel, dass mehr von Kampf und Intensität als von offensiver Finesse lebte. Beide Teams sollten den Fans eine Partie voller Spannung liefern, bei denen vor allem Freunde der Verteidigungsarbeit auf ihre Kosten kommen sollte. Am Ende war ratiopharm ulm das abgezocktere Team und ging im Defensiv-Krimi mit 58:61 als Sieger vom Parkett. Angeführt wurde der Kampf in der Crunchtime vor allem durch den starken Sindarius Thornwell, dem elf seiner 16 Zähler im letzten Viertel gelangen. Durch den Sieg springt ratiopharm ulm vorerst auf den dritten Rang und festigt die Playoffambitionen.
Ohne den kurzfristig erkrankten Fedor Zugic, dafür mit den ersten Uuulmer Minuten für Debütant Sean Evans, entwickelten sich die ersten zwanzig Minuten zu einer Halbzeit mit wenigen Punkten. Die abstiegsbedrohten Frankfurter starteten das Spiel mit Tempo, Engagement und viel Kampf. Von Beginn an suchte Frankfurt ihren 2,21m-Hühnen Matt Haarms und den ehemaligen Liga-MVP Jamel McLean als erste Angriffsoptionen. Während bei den Uuulmern das offensive Visier noch nicht richtig eingestellt war, biss sich das Team defensiv in die Partie. Mit einem 7:0-Lauf setzte sich ratiopharm ulm erstmals etwas ab (6:11, 6. Minute) ehe die Frankfurter zum Viertelende mit 12:12 ausgleichen konnten. Das zweite Viertel sollte auf Seiten der Ulmer erst einmal so weiter gehen: wenige Punkte, schwierige Abschlüsse und einige Ballverluste. Frankfurt hingegen setzte sich nach und nach ab, traf nun durch Will Cherry auch den wilden Dreipunktewurf zur höchsten hessischen Führung der ersten Halbzeit (23:16, 18. Minute). Headcoach Jaka Lakovic reagierte mit einer Auszeit und Herkenhoff erlöste das Team von der Dreipunktelinie. Der erfolgreiche Treffer war der Auftakt in einen Uuulmer 10:0-Lauf, der am Ende zu einer knappen Ulmer Führung zur Halbzeitpause führte (25:26).
