Der Ulmer Nachwuchsbasketball betritt die internationale Bühne: Die OrangeAcademy gehört zu den elf Gründungsmitgliedern von ATLAS, einer neuen globalen Liga für renommierte Highschool- und Academy-Programme aus Nordamerika und Europa. Als einziges deutsches Team trifft Ulm künftig regelmäßig auf einige der klangvollsten Talentschmieden der Basketballwelt. Die Premierensaison startet bereits vom 11. bis 13. November 2026 an der renommierten IMG Academy in Bradenton, Florida, und führt über fünf hochklassig besetzte Turniere bis zu den Playoffs im März 2027 in Toronto.
Elf Programme, zwei Basketballwelten
Elf Programme, zwei Basketballwelten
ATLAS bringt Programme zusammen, die bislang vor allem in ihren jeweiligen Systemen und Kontinenten unterwegs waren. Aus den USA nehmen IMG Academy, SPIRE, Prolific Prep, Sunrise Christian und DME Academy teil, aus Kanada Orangeville Prep. Europa ist neben der OrangeAcademy Ulm mit Orange1 Bassano und Pallacanestro Varese aus Italien, Mega Basket aus Serbien sowie Žalgiris aus Litauen vertreten. In der regulären Saison von November bis Februar zählt jede Partie im Kampf um die Playoff-Plätze.
Gerade in der Verbindung zweier gewachsener Basketballwelten liegt der besondere Reiz des neuen Wettbewerbs. Auf der einen Seite steht das amerikanische Highschool- und Academy-System, auf der anderen die europäische Vereins- und Nachwuchsstruktur. Fans, Scouts und Medien erhalten damit erstmals regelmäßig die Gelegenheit, führende Talente beider Kontinente in einem gemeinsamen Wettbewerb zu erleben.
Vom ersten Kontakt zur historischen Zusage
Der Weg der Uuulmer in die neue Liga begann bei der NBA Summer League in Las Vegas. Dort wurde Geschäftsführer Dr. Thomas Stoll erstmals mit der Idee einer weltweiten Nachwuchsliga konfrontiert – verbunden mit dem ausdrücklichen Wunsch, Ulm einzubinden. NBA-Scouts hatten gegenüber den Organisatoren wiederholt betont, dass ein Programm wie das Ulmer in einem solchen Wettbewerb nicht fehlen dürfe.
Auf die Freude folgte zunächst eine gesunde Portion Skepsis. Das Vorhaben klang ambitioniert, der Zeitplan eng und die sportliche wie organisatorische Belastung erheblich. In mehreren Gesprächen mit den Verantwortlichen der Liga und den teilnehmenden Organisationen wurden Verträge, Garantien, Regeln und Modus konkretisiert. Dass mit Commissioner Mike Morreale und Chief Basketball Officer Kevin Boyle zwei profilierte Basketballpersönlichkeiten an der Spitze stehen, stärkte das Vertrauen in das Projekt. Ulm entschied sich schließlich für eine langfristige Perspektive und unterzeichnete einen Drei-Jahres-Vertrag.
Große Chance, gewaltige Herausforderung
Sportlich eröffnet ATLAS der OrangeAcademy eine Bühne von außergewöhnlicher Qualität. Reisen in die USA, nach Litauen und Italien führen mitten in der laufenden Saison zu Duellen mit US-Highschools, die zahlreiche spätere NBA-Spieler hervorgebracht haben, und mit europäischen Spitzenprogrammen. Für Ulms Talente bedeutet das internationale Spielpraxis auf höchstem Niveau, neue Basketballkulturen und Sichtbarkeit vor einem weltweiten Publikum.
Gleichzeitig verlangt die Teilnahme eine präzise sportliche und logistische Planung. Die altersmäßig noch spielberechtigten Top-Talente Adam, Teo und Meissa sind bereits fest in das Bundesligateam integriert. Der ATLAS-Kader soll deshalb möglichst stark aus Spielern der ProA-Mannschaft und der beiden NBBL-Teams zusammengestellt werden. Hinzu kommen Reisetermine und internationale Turniere, die mit den nationalen Wettbewerben koordiniert werden müssen. Ulm setzt dabei auch auf die Unterstützung und das Verständnis der beteiligten Ligen und Vereine.
Mehr als nur dabei sein
Für WorldStage Sports ist ATLAS nicht nur ein neuer Wettbewerb, sondern eine Plattform für die künftigen Stars des Sports. Die Liga will Nachwuchsbasketball international sichtbarer machen und erstmals regelmäßig direkte Vergleiche zwischen den besten Programmen Europas und Nordamerikas ermöglichen. Für die OrangeAcademy ist die Einladung zugleich Bestätigung und Auftrag: Sie honoriert die Entwicklung am OrangeCampus und rückt die Ulmer Nachwuchsarbeit in den Fokus der internationalen Basketballcommunity.
„Dass WorldStage Sports mit ATLAS eine weltweite Bühne für den Nachwuchsbasketball schafft und uns als einen der Teilnehmer ausgewählt hat, ist für uns eine tolle Auszeichnung, aber zugleich auch eine große Herausforderung – nicht nur logistisch“, sagt Stoll. „Für unsere Spieler ist es eine sehr große Chance, die nur ganz wenige Talente weltweit bekommen: um die Welt zu reisen, sich mit den Besten zu messen, auf höchstem Niveau Erfahrungen zu sammeln und sich zu präsentieren. Gleichzeitig müssen Schule, Ausbildung oder Studium weiterhin einen hohen Stellenwert haben. ATLAS hat das Potenzial, den Jugendbasketball nachhaltig zu verändern. Wir werden unser Bestes geben, um das Projekt erfolgreich zu gestalten und der Welt etwas vom Uuulmer Basketball zu zeigen.“
