Shortcut Eine Halbzeit auf Augenhöhe reichte nicht (51:42), um den Hauptrundenzweiten ernsthaft herauszufordern. Nach jeweils 51 kassierten Punkten pro Halbzeit verliert ratiopharm ulm deutlich in Berlin. „Man hat uns die Enttäuschung über die Saison angesehen. Auch wenn man sich so nicht gerne von einer Saison verabschiedet, möchte ich mich noch einmal bei den Fans bedanken, die uns nicht nur heute großartig unterstütz haben“, sagt Tim Ohlbrecht der mit 13 Punkten und 6 Rebounds eine Saisonbestleistung aufstellte. „Ich hatte schon den Eindruck, dass meine Spieler sich positiv verabschieden wollten, aber man konnte heute nochmal sehen, warum ALBA auf dem zweiten Platz abschließt und wir die Playoffs verpasst haben“, so Head Coach Thorsten Leibenath, der auf Jerrelle Benimon verzichten musste. Der Center war nach einem Trauerfall in seiner Familie vorzeitig in die USA gereist.
Keystats Mit 16 Ballverlusten und nur 15 Assists war bei den Ulmer „Ballhandlern“ der Wurm drin: So konnte keiner der designierten Spielgestalter ein positives Assist-Turnover-Verhältnis aufweisen. Und hatten die Ulmer in den ersten 20 Minuten noch konsequent den Weg unter den Korb gesucht und gefunden (73% 2er), sank die Trefferquote im zweiten Spielabschnitt auf lediglich 50 Prozent. ALBA traf, angeführt von seinen Big Men Clifford (7/9) und Sikma (4/5), hingegen traumwandlerisch sicher „in the paint“ (70,3% 2er).
Spotlight Am letzten Spieltag das beste Spiel der Saison gemacht – diese Erkenntnis wird Tim Ohlbrecht (13 Pkt/6 Reb), der erstmals in dieser Spielzeit zweistellig punktete und zwei Dreier traf, nicht über das frühe Saisonaus hinwegtrösten. Das kündigte der Center dann auch im Telekom-Interview an. „Ich werde nicht die Füße hochlegen, sondern jeden Tag an meinem Knie arbeiten“, so Ohlbrecht. Isaac Fotu, der 11 seiner 15 Punkte in der ersten Halbzeit erzielt hatte, bestätigte seine Qualität aus der Distanz: Der Neuseeländer, der 2016/17 nur zwei Dreier versenkt hatte, traf in Berlin seinen 20. Distanzwurf und schließt die Saison als gefährlichster Dreierschütze unter den Power-Forwards der Liga mit einer Quote von 54,1 Prozent ab.
Play-by-Play
1. Viertel (25:24):Was ein Turbo-Start – von dem die Ulmer allerdings nicht unbedingt profitierten. Bereits nach 43 gespielten Sekunden lagen die Berliner mit 5:0 in Front. Doch wenngleich das beste Offensivteam der Liga immer wieder zu Zwischenspurts ansetzte (12:7 /17:11), ließen sich die Gäste nicht abschütteln bzw. konnten sich auf Isaac Fotu verlassen, der mit seinen Punkten 10 und 11 in der 7. Minute den Anschluss herstellte (21:16). Und auch das Highlight des ersten Spielabschnitts gehörte den Gäste bzw. Luka Babic, der mit Ablauf der Spieluhr einen Dreier aus gut zehn Metern Entfernung versenkte.
2. Viertel (26:18):Und die Ulmer nahmen den Schwung mit in die zweiten zehn Minuten, wo sie Tim Ohlbrecht in der 11. Minute erstmals in Führung brachte (25:26). Und die Gäste, die es geschafft hatten das Turbo-Tempo der Berliner etwas zu drosseln, hätten in dieser Phase durchaus höher als mit drei Punkten (28:31) führen können. Doch Berlin, das nun seine defensiven Bemühungen verstärkte, nutzte die vergebenen Ulmer Chancen zu einem 7:0-Lauf (35:31, 16.). Nach einem unsportlichen Foul von Akpinar ging der Spielfluss kurzzeitig völlig verloren und Berlin nutze seine drei „Possessions“ in Folge erneut zu einer Serie (42:37). Wenngleich die Gäste sich wieder in Schlagdistanz (46:42) brachten, reichte ALBA ein Dreier von Giffey und ein Eins-gegen-Null-Fastbreak nach einem Thompson-Turnover, um mit einer 9-Punkte-Führung in die Halbzeit zu gehen.
3. Viertel (22:15): Dann fiel nicht nur die Anzeigetafel in der Mercedes-Benz-Arena aus, sondern auch die Ulmer Offensive in sich zusammen: Waren es zunächst zwei Dreier von Tim Ohlbrecht, die die Gäste im Spiel hielten (54:48), legte Berlin seinen bis dato längsten Run (8:0) zur höchsten Führung aufs Parkett (62:48). Eine Serie von misslungenen Ulmer Kopf-durch-die-Wand-Aktionen schloss dann Niels Giffey nach seinem dritten Block mit einem Dreier zum 67:52 ab. Aus einem ausgeglichenen Spiel (46:42, 19.) war binnen neun Minuten einen eindeutige Angelegenheit geworden (69:52, 28.)
4. Viertel (29:16): Endgültig auf die Siegerstraße brachte Marius Grigonis sein Team dann mit fünf schnellen Punkten zur ersten 20-Punkte-Führung (78:57, 30.). Die letzten Ulmer Minuten in dieser Saison gerieten dann zur Demonstration Berliner Stärke: Die Hauptstädter knackten schon drei Minuten vor dem finalen Buzzer die 90-Punkte-Marke (91:65). So war Ryan Thompson der einzige routinierte Profi, der an der Seite von Krämer, Rohwer, Pongo und Pape die Ulmer Saison zu Ende brachte.
4. Viertel (29:16): Endgültig auf die Siegerstraße brachte Marius Grigonis sein Team dann mit fünf schnellen Punkten zur ersten 20-Punkte-Führung (78:57, 30.). Die letzten Ulmer Minuten in dieser Saison gerieten dann zur Demonstration Berliner Stärke: Die Hauptstädter knackten schon drei Minuten vor dem finalen Buzzer die 90-Punkte-Marke (91:65). So war Ryan Thompson der einzige routinierte Profi, der an der Seite von Krämer, Rohwer, Pongo und Pape die Ulmer Saison zu Ende brachte.
Quotes
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm): „ALBA hat ohne Zweifel verdient gewonnen. Ich hatte gehofft, dass wir länger im Spiel bleiben. Phasenweise haben wir es gar nicht schlecht gemacht. Aber der Unterschied war, dass ALBA 40 Minuten lang den Druck in der Defense aufrecht erhalten hat und dadurch immer mehr einfache Schnellangriffe laufen konnte. Ich glaube, wir haben 34 Fastbreak-Punkte kassiert. So ist es natürlich schwer ein Spiel zu gewinnen. In der ersten Halbzeit sind unsere Würfe noch gut gefallen, in der zweiten aber immer weniger, so dass es leider noch eine so deutliche Niederlage wurde. Ich hatte schon den Eindruck, dass meine Spieler sich positiv verabschieden wollten, aber man konnte heute nochmal sehen, warum ALBA auf dem zweiten Platz abschließt und wir die Playoffs verpasst haben.“
Aito Garcia Reneses (Head Coach ALBA BERLIN): „Wir hatten Probleme in der ersten Hälfte. Ulm hat gut gespielt. Aber dann ist es uns gelungen, dem Gegner unseren Rhythmus aufzuzwingen. Ich bin froh über diesen Sieg, obwohl uns drei wichtige Spieler gefehlt haben. Unsere jungen Spieler sind gut eingesprungen. Jetzt beginnen die Playoffs und wir hoffen, dass wir unsere Verletzten bis zum Start wieder einsatzbereit bekommen.“
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm): „ALBA hat ohne Zweifel verdient gewonnen. Ich hatte gehofft, dass wir länger im Spiel bleiben. Phasenweise haben wir es gar nicht schlecht gemacht. Aber der Unterschied war, dass ALBA 40 Minuten lang den Druck in der Defense aufrecht erhalten hat und dadurch immer mehr einfache Schnellangriffe laufen konnte. Ich glaube, wir haben 34 Fastbreak-Punkte kassiert. So ist es natürlich schwer ein Spiel zu gewinnen. In der ersten Halbzeit sind unsere Würfe noch gut gefallen, in der zweiten aber immer weniger, so dass es leider noch eine so deutliche Niederlage wurde. Ich hatte schon den Eindruck, dass meine Spieler sich positiv verabschieden wollten, aber man konnte heute nochmal sehen, warum ALBA auf dem zweiten Platz abschließt und wir die Playoffs verpasst haben.“
Aito Garcia Reneses (Head Coach ALBA BERLIN): „Wir hatten Probleme in der ersten Hälfte. Ulm hat gut gespielt. Aber dann ist es uns gelungen, dem Gegner unseren Rhythmus aufzuzwingen. Ich bin froh über diesen Sieg, obwohl uns drei wichtige Spieler gefehlt haben. Unsere jungen Spieler sind gut eingesprungen. Jetzt beginnen die Playoffs und wir hoffen, dass wir unsere Verletzten bis zum Start wieder einsatzbereit bekommen.“
Good to know Frankfurt sichert sich mit einem deutlichen 74:90-Sieg in Oldenburg das letzte Playoff-Ticket und startet als Achter gegen München in die Playoffs. Während Bamberg sich nach einer verkorksten Saison auf Rang vier vorschiebt (vs. Oldenburg), rutscht Bayreuth auf Platz sechs ab und trifft ohne Heimrecht auf Ludwigsburg. Die Paarung Berlin vs. Bonn komplettiert die Postseason. Den Klassenerhalt indes nicht geschafft haben die Gotha Rockets, die knapp in Jena (85:81) unterlagen und den direkten Vergleich an Bremerhaven – das gegen Gießen (87:74) die Nerven bewahrte –verloren hatten.
Fotos Camera4
