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Montag, 24. Mai 2021

Mit Einsatz und Willen zum Matchball

ratiopharm ulm ringt die EWE Baskets Oldenburg nach einem packenden Kampf im dritten Viertelfinale nieder (70:66) und hat am Mittwoch die Chance, das Halbfinal-Ticket zu lösen.

„Wir waren heute von Beginn an voll da und haben trotz der bitteren Niederlage in Spiel 2 mentale Stärke bewiesen“, zeigte sich Head Coach Jaka Lakovic zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Wie schon am Samstag war auch das erste Serien-Duell in der ratiopharm arena bis zum Schluss spannend. Nachdem Rickey Paulding sein Team 45 Sekunden vor Schluss mit vier Freiwürfen in Serie auf 67:66 herangebrachte hatte, waren es diesmal jedoch die Ulmer, die das letzte Wort hatten. Denn obwohl Dylan Osetkowski bis zu diesem Zeitpunkt keinen Punkt auf die Anzeige bringen konnte, behielt er kurz vor Schluss an der Freiwurflinie die Nerven. Und spätestens als nach dem anschließenden Oldenburger Fehlwurf auch Cameron Clark einen Freiwurf verwandelte, stand der Ulmer Sieg endgültig fest. Ähnlich wie schon im ersten Aufeinandertreffen hatten die Ulmer im Duell unter den Körben deutlich die Nase vorn (44:35) und erarbeiteten sich im Verlauf der Partie mit 13 Offensivrebounds immer wieder neue Wurfchancen. „Am Ende ist es uns dank unserer Defensiv-Leistung und dem Rebound-Verhalten gelungen, das Spiel zu gewinnen. Wir haben nur 66 Punkte zugelassen, was gegen eine offensivstarke Mannschaft wie Oldenburg sehr gut ist. In Spiel vier gilt es jetzt, die Intensität und mentale Stärke erneut abrufen zu können“, so Coach Lakovic. Topscorer der Ulmer war Andi Obst, der 19 Punkte beisteuerte und insgesamt vier Dreier versenkte. Mit neun Punkten und 10 Rebounds schrammte Aric Holman nur knapp am Double Double vorbei. 
Unter den Körben waren die Ulmer an diesem Abend deutlich überlegen. Foto: Harry Langer
Spielverlauf:

Den besseren Start ins Spiel erwischten diesmal die Ulmer, die sich durch einen Dreier von Obst und Layups von Heckmann und Caupain eine erste Führung erarbeiteten. Oldenburg benötigte auf der Gegenseite etwas mehr Zeit, um in die Spur zu finden und konnte nach sieben Minuten lediglich drei Zähler auf die Anzeige bringen (7:3). Und auch in der Folge kontrollierten die Hausherren das Geschehen, verteidigten konzentriert und führten nach Dreiern von Petrucelli und Holman sowie einem Günther-Korbleger erstmals zweistellig (17:7, 9.). Nach der anschließenden Auszeit von Drijencic blieb ratiopharm ulm auch weiterhin am Drücker und sorgte mit einem Alley-Oop-Anspiel von Conger auf Holman für das erste Highlight im Spiel. Ex-Ulmer Philipp Schwethelm konnte mit einem 4-Punkt-Spiel aus Sicht der Gäste dann aber immerhin für etwas Entlastung sorgen (19:11). Schwethelm war es dann auch, der sich zu Beginn des zweiten Viertels einen Offensivrebound schnappte und damit einen Dreier von Braydon Hobbs ermöglichte, woraufhin Jaka Lakovic seine erste Timeout in der Partie nahm (26:19, 13.). Diese Unterbrechung zeigte dann auch Wirkung, weil sich sein Team anschließend defensiv wieder stabilisierte und sich bis zum Gang in die Kabine wieder einen zweistelligen Vorsprung erarbeitete (38:25). Die aggressive Verteidigung des Lakovic-Teams hatte zur Folge, dass die EWE Baskets in der ersten Hälfte lediglich 32 % ihrer Würfe aus dem Feld verwandeln konnten. Und auch im Rebounding hatten die Ulmer deutlich die Nase vorn (24:15). 
Kapitän Per Günther verteilte heute den 1.500sten Assist in seiner BBL-Karriere. Foto: Harry Langer
Nach einem ausgeglichenen Start in die zweite Halbzeit konnte sich Oldenburg in der Folge immer weiter heranbringen und verkürzte den Rückstand durch einen Dreier von Boothe nach 25 Minuten auf sechs Zähler (43:37). Und während ratiopharm ulm der offensive Rhythmus danach immer weiter abhandenkam, sah sich Jaka Lakovic nach einem weiteren erfolgreichen Distanzwurf von Hobbs gezwungen, das Spiel mit einer Auszeit zu unterbrechen (45:42, 28.). Ein Petrucelli-Dreier beendete dann zwar erst einmal den Leerlauf der Ulmer, doch deutlich mehr vom Spiel hatte in dieser Phase der Gast aus Oldenburg. Nach zwei weiteren Dreiern von Schwethelm und einem Layup von Breunig war der Spielstand bis zum Ende des dritten Abschnitts nämlich wieder ausgeglichen (50:50). Ein Freiwurf von Breunig markierte zum Start ins Schlussviertel den ersten Führungswechsel im Spiel, woraufhin Andi Obst allerdings prompt mit einem Vier-Punkt-Spiel antwortete. Ein weiterer Dreier von Caupain provozierte dann eine erneute Oldenburger Auszeit (57:51, 32.). Nachdem beide Teams in der Folge einige offene Wurfchancen ungenutzt gelassen hatten, verkürzten die Gäste durch zwei schnelle Dreier von Pressey und Boothe 170 Sekunden vor dem Ende auf 63:62. Die passende Antwort darauf fand nach einer Ulmer Auszeit erneut Andi Obst, der seinen vierten Dreier im Spiel netzte und den Vorsprung seines Teams mit einem weiteren Freiwurf wieder auf fünf Zähler anwachsen ließ (67:62, 39). Geschlagen geben wollten sich die Niedersachsen aber noch nicht. Und nachdem Rickey Paulding erst beim Dreier Versuch gefoult wurde und Head Coach Jaka Lakvoic direkt im Anschluss ein technisches Foul kassiert hatte, betrug der Rückstand auf einmal wieder nur einen Punkt (67:66). Für einen erneuten Führungswechsel reichte es jedoch nicht, weil Osetkowski und Clark die Nerven an der Freiwurflinie behielten und damit den Sieg unter Dach und Fach brachten.

O-Ton: 

Jaka Lakovic: „Wir waren heute von Beginn an voll da und haben trotz der bitteren Niederlage in Spiel 2 mentale Stärke bewiesen. Bis zum dritten Viertel haben wir die Partie kontrolliert. Dann hat Oldenburg auf Zonen-Defense umgestellt, womit wir Probleme hatten und ein Stück weit unser Selbstvertrauen in unsere Würfe verloren haben. Am Ende ist es uns dank unserer Defensiv-Leistung und dem Rebound-Verhalten gelungen, das Spiel zu gewinnen. Wir haben nur 66 Punkte zugelassen, was gegen eine offensivstarke Mannschaft wie Oldenburg sehr gut ist. In Spiel vier gilt es jetzt, die Intensität und mentale Stärke erneut abrufen zu können.“  

 

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