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So, 02.05.2021

Siebter Sieg in Serie

ratiopharm ulm baut seine Siegesserie in Chemnitz aus und bezwingt den Aufsteiger nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 70:85 (44:41).

Nachdem ratiopharm ulm bereits alle Spiele im April 2021 gewinnen konnte, läutet das Team von Jaka Lakovic auch den neuen Monat mit einem Erfolg ein. Nach einer umkämpften ersten Halbzeit in Chemnitz platzte der Knoten für die Ulmer spätestens im Schlussviertel, in dem sie lediglich fünf Zähler der Hausherren zuließen. Ein Schlüssel zum Erfolg lag dabei auch darin, dass die Gäste Marcus Thornton, der nach zwei Vierteln zum Topscorer avancierte, im zweiten Durchgang kontrollierten und keinen weiteren Punkt des Guards mehr kassierten. „Mit unserer Defense konnten wir ihren Rhythmus in der zweiten Hälfte brechen, was uns am Ende den Sieg beschert hat“, kommentiert Coach Lakovic. Offensiv war Troy Caupain mit 19 Punkten und acht Assists erneut nicht zu stoppen und sammelte zudem auch noch sieben Rebounds ein. Im Saisonendspurt geht es für die Ulmer am Freitag in München weiter, nachdem das Spiel aufgrund einer Terminüberschneidung mit der EuroLeague-Partie der Bayern um drei Tage verschoben wurde. Der Abschluss der Hauptrunde findet am Sonntag in Bonn statt. „Wir haben noch intensive Spiele vor uns. Natürlich wollen wir gern eine Siegesserie mitnehmen, schauen aber trotzdem von Spiel zu Spiel“, sagt Tommy Klepeisz, der an diesem Abend 13 Punkte und sechs Assists auflegte und zudem die Marke von 1.500 BBL-Punkten knackte. 
Präsentierte sich erneut in Top-Form: Troy Caupain. Foto: Jan Stimpel
Spielverlauf: 

Nach einem kalten Start dauerte es fast drei Minuten, ehe Andi Obst von außen mit Kontakt die ersten drei Ulmer Punkte besorgte und auch den anschließenden Bonus-Freiwurf versenkte (6:4, 3.). In den Anfangsminuten fiel der Dreier aber vor allem bei den Hauherren, die nach sieben Minuten bereits ihren fünften Versuch von „downtown“ trafen. Nach einem weiteren Layup von Marcus Thornton rief Jaka Lakovic sein Team zur ersten Auszeit (19:11, 7.). Doch auch im Anschluss konnte seine Mannschaft nicht in einen offensiven Rhythmus finden. Im ersten Viertel leisteten sich die Ulmer insgesamt fünf Turnover und lagen nach einem weiteren Thornton-Dreier zum ersten Mal zweistellig in Rückstand (25:14, 9.). Für einen kleinen Wachmacher zu Beginn des zweiten Viertels sorgte dann Isaiah Wilkins, der nach einem schönen Anspiel von Caupain beim Dunking gefoult wurde und ein Drei-Punkt-Spiel besorgen konnte (29:20, 12.). Nach weiteren Layup-Punkten durch Obst und Caupain betrug der Rückstand nur noch fünf Zähler, was NINERS-Coach Pastore zum Anlass für seine erste Timeout nahm (29:24, 13.). Angetrieben von aggressiver Defense drückte ratiopharm ulm aber auch danach auf das Tempo und lag nach einem 11:0-Run nur noch mit einem Zähler hinten (29:28, 14.). Für einen Führungswechsel sollte es jedoch erstmal nicht reichen, weil Chemnitz angeführt von Thornton und Ziegenhagen im Anschluss wieder besser in Fahrt kam (39:33, 18.). Zwei Dreier in Serie von Tommy Klepeisz sowie Mid-Range-Punkte von Cameron Clark sorgten für einen 44:41-Halbzeitstand.   
Ulmer Teambesprechung. Foto: Jan Stimpel
Dylan Osetkowski eröffnete die zweite Halbzeit prompt mit einem Dreier zum 44:44-Ausgleich. Doch die erste Ulmer Führung ließ auch weiterhin noch auf sich warten, weil die Hausherren offensiv zunächst die passenden Antworten fanden. Nach 23 Minuten war es dann aber so weit, nachdem Patrick Heckmann seinen zweiten Freiwurf zum 50:51 verwandelte. Defensiv waren beide Teams in den folgenden Minuten nicht ganz auf der Höhe, sodass die Führung mehrfach hin und her wechselte. Mit einem engagierten Drive zum Korb sorgte Andi Obst dann aber für etwas Entlastung (61:65, 27.). Und nachdem die Gäste anschließenden ein paar Stops generieren konnten, gehörte ratiopharm ulm auch der letzte Angriff im dritten Viertel, den Troy Caupain durch einen Korbleger mit Bonus-Freiwurf in drei Punkte umwandeln konnte (65:72). Das Schlussviertel begann mit einem historischen Dreier von Tommy Klepeisz, der damit die Marke von 1.500 BBL-Punkten überschritt. Und weil Troy Capuain direkt im Anschluss von außen nachlegte und damit die erste zweistellige Ulmer Führung besorgte, sah sich Pastore gezwungen schnell eine Auszeit zu nehmen (65:77, 32.). Spielbestimmend blieben aber auch danach die Gäste, die die NINERS nun immer wieder zu Ballverlusten und schweren Abschlüssen drängten (67:81, 36.). Und spätestens, nachdem Cameron Clark den Vorsprung seiner Farben zwei Minuten vor dem Ende auf 15 Zähler ausgebaut hatte, stand der siebte Sieg in Serie fest.  

O-Ton:

Tommy Klepeisz: „Unsere Defense war in der zweiten Halbzeit deutlich besser. Thornton und auch Ziegenhagen haben wir in dieser Phase viel besser in den Griff bekommen. Wir haben jetzt noch einige intensive Spiele vor uns. Natürlich wollen wir gern eine Siegesserie mitnehmen, schauen aber trotzdem von Spiel zu Spiel.“ 

Jaka Lakovic: „Das Spiel war heute enger, als es der Spielstand widerspiegelt. Chemnitz hat starken Basketball gezeigt trotz ihrer vielen Verletzungen und uns das Leben schwer gemacht. Mit unserer Defense konnten wir ihren Rhythmus in der zweiten Hälfte aber brechen, was uns am Ende den Sieg beschert hat.“   
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