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Fr, 16.10.2020

Bereit für die Herausforderung

ratiopharm ulm startet am Samstag in Weißenfels in den MagentaSport BBL Pokal. Mit Bamberg erwartet die Uuulmer ein Gegner, gegen den sie in der Vorbereitung schon zweimal gespielt haben.

  • Osetkowski: „Brauche keine Extramotivation.“ 
  • Lakovic: „Wir haben die Qualität, das Spiel zu gewinnen.“
  • Heckmann an Board, Klepeisz und Wilkins fraglich. 
Wenn ratiopharm ulm am Samstag um 15 Uhr (Live bei MagentaSport) in der Weißenfelser Stadthalle auf Brose Bamberg trifft, ist eine Prognose schwierig. Sicher, das ist im Sport immer so, doch zieht man die Ergebnisse der Saisonvorbereitung in Betracht, kennt das erste Uuulmer Spiel auf nationalem Parkett keinen Favoriten. Einmal setzte sich ratiopharm ulm deutlich durch (90:69), das andere Mal dominierte Bamberg (70:97). Wenngleich das erste von drei Pokal-Vorrundenspielen – die folgenden zwei Partien finden am nächsten Wochenende in der ratiopharm arena statt – keinen Endspielcharakter hat, fiebert Head Jaka Lakovic dem Tipoff entgegen. „Auf Pokalspiele freue ich mich immer besonders, weil sie einfach eine andere Atmosphäre haben“, so der Slowene. Und auch Dylan Osetkowski fühlt sich gut vorbereitet. „Wir wissen, was uns erwartet. Aber das Wichtigste ist, das wir unsere Sachen gut machen. Wenn wir unser Spiel spielen können, sind wir schwer zu schlagen“, so der Big Man.  

„Auf Pokalspiele freue ich mich immer besonders.“ Jaka Lakovic

Ob Lakovic dabei auf die zuletzt verletzten Isaiah Wilkins und Tommy Klepeisz zurückgreifen kann, wird sich erst am Spieltag entscheiden. Wieder zurück im Kader ist dagegen Patrick Heckmann, der am Mittwoch im EuroCup nicht zum Einsatz kam, in der Vorwoche in Brescia seinem Team aber insbesondere in der Verteidigung sehr geholfen hat. 
Der neue Bamberger Trainer: Johan Roijakkers. Foto: Pförtner

„Ein bisschen mehr organisiertes Chaos." Johan Roijakkers

Im Fokus Im ersten Testspiel gegen Bamberg legte Dylan Osetkowski 19 Punkte auf und ratiopharm ulm gewann. Im zweiten Spiel gelangen dem Kalifornier lediglich zwei Zähler und sein Team verlor. Unter Druck gesetzt fühlt sich Osetkowski dadurch nicht. Auch dadurch nicht, dass er am Mittwoch im EuroCup nicht wirklich ins Spiel fand (5 Pkt., in 18:32 Min.). „Ich muss mein Foulmanagement besser in den Griff bekommen, weil es sonst schwer ist, einen Rhythmus zu bekommen. Aber ich brauche keine Extramotivation“, so Osetkowski, der gegen Mornar Bar (20 Punkte) und in Brescia (18) nur schwer zu stoppen war. Dass es für den 24-Jährigen bisher so gut läuft, hat auch mit seinem privaten Umfeld zu tun. „Ich fühle mich sehr wohl. Meine Freundin und unser Hund sind hier in Ulm. Das hilft mir, mich ganz auf Basketball konzentrieren zu können“, so Osetkowski, der gegen Bamberg auf seinen Ex-Trainer Johan Roijakkers trifft.
Zuständig für die Energie-Schübe: John Petrucelli. Foto: Marcel Merli
Historie Statistisch gesehen ist Brose Bamberg doch der klare Favorit: lediglich acht der 47 bisherigen Duelle gingen an ratiopharm ulm. Doch auch in Bamberg hat sich vor dieser Saison einiges verändert: Mit dem Göttinger Ex-Coach wollen die Unterfranken ein neues Kapitel aufschlagen. Wie der sympathische Niederländer das angehen will, hat er neulich in der Süddeutschen Zeitung erklärt. „Ein bisschen mehr organisiertes Chaos, wie ich das nenne. Mehr Bewegung, weniger statisch, mehr Energie, der Ball wird schneller laufen, da nehme ich auch Fehler in Kauf“, erklärt Roijakkers. In Weißenfels, wo das erste Ulmer Pokal-Spiel stattfindet, hat ratiopharm ulm übrigens in den vergangenen sechs Jahren nur einmal verloren. 

O-Ton
Jaka Lakovic: „Wichtig ist unsere Intensität, und dass wir durch gute Ballbewegung in unseren Rhythmus kommen. Die bisherigen EuroCup-Spiele haben gezeigt: Wenn wir stark verteidigen, haben wir unsere Runs. Wir sind bereit für die Herausforderung und ich glaube, wir haben die Qualität, das Spiel zu gewinnen.“

Dylan Osetkowski: „Johan Roijakkers weiß genau, was er will. Er hat seine Philosophie und seine Vorlieben. Ich kenne das aus Göttingen und wir haben das in den Testspielen gesehen. Ich habe Jaka von meinen Erfahrungen aus Göttingen erzählt, aber ich glaube, wir wissen auch so, um was es geht.“ 
Impressionen aus dem zweiten Testspiel gegen Bamberg. Foto: Marcel Greiner
Und sonst? Der MagentaSport BBL Pokal startet an diesem Wochenende an drei verschiedenen Standorten, allerdings nur einmal vor Publikum. Während in Vechta und Bonn keine Zuschauer zugelassen sind, dürfen in Weißenfels lediglich 500 statt der erhofften 1.250 Menschen in die Stadthalle. Wie viele Fans am kommenden Wochenende in der ratiopharm arena die Partien gegen Ludwigsburg (Sa., 20.30 Uhr) und Würzburg (So., 15 Uhr) erleben können, klärt sich am kommenden Montag 
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