Dass diese Partie für beide wichtig werden würde, war bereits vor dem Tip-Off klar: Einerseits die Ulmer, die sich auf dem Weg weiter nach oben keinen Patzer erlauben wollten, andererseits die Gastgeber, die im Tabellenkeller jeden Sieg benötigen. Allen voran Robin Christen spielte sich in der zweiten Halbzeit mit hochprozentigen Würfen jenseits der Drei-Punkte-Linie und wichtigen Rebounds in den Fokus. Nicht nur der dritte Saisonsieg und ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, sondern vor allem ein Teamerfolg. „Wir haben anders als in den Spielen zuvor über einen längeren Zeitraum konstant Leistung gebracht und uns auch vorgenommen, besser ins dritte Viertel zu starten-das ist uns gelungen“, so Christen nach dem Spiel.
Eine temporeiche Anfangsphase fand durch Frankfurts Nationalspieler Lukas Wank die ersten fünf Punkte, die Ulm mithilfe von zwei spektakulären Dunkings beantwortete. Beide Teams ließen sich von Beginn an keine Zeit zum Durchschnaufen, nutzten vergebene Möglichkeiten und Turnover, um sich auf dem Scoreboard zu duellieren. Der nach Krankheit zurückgekehrte Josh Hawley sorgte dann nicht nur für die erste Ulmer Führung (14:15, 7.), sondern bei seiner Rückkehr auch für wichtige Momente im Spiel (8 Pkt-4 Reb in 1.HZ). Während sich die Mannschaft von Anton Gavel weiter in vielversprechende Abschlusspositionen brachte und gute Pick´n Roll Sequenzen kreierte, blieben diese weitestgehend ohne den nötigen Erfolg. Immer wenn die Möglichkeit bestand, um sich weiter abzusetzen, waren es wieder kleine Missverständnisse, wodurch sich das Leben selbst schwer gemacht wurde. Das Spiel nahm indessen weiter Fahrt auf. Defensiv auf beiden Seiten noch mit Luft nach oben, folgten auf dem Parkett offensiv weiter Taten. Mit einer Drei-Punkte-Führung ging es für die Ulmer schließlich in die Pause. Halbzeitstand 42:45.
