Ein Vierteljahrhundert ratiopharm ulm bedeutet nicht nur sportliche Entwicklung, emotionale Momente und besondere Erfolge – es erzählt vor allem die Geschichte dessen, was den Club im Innersten zusammenhält. Genau hier setzen die fünf Säulen an, die den Club tragen – Werte, die über Jahre gewachsen sind und heute das Fundament für alles bilden, was auf und neben dem Parkett geschieht. Gemeinsam mit CEO Andreas Oettel werfen wir einen Blick auf ein paar dieser Säulen und auf den Prozess, wie sie entstanden sind und sich über die Jahre entwickelt haben. Schnell wird dabei klar: Diese Prinzipien sind keine leeren Worte, sondern gelebte Überzeugung. Sie treiben an, sie verbinden, sie geben Richtung – in intensiven Spielen ebenso wie in herausfordernden Phasen.
Die Suche nach dem Kern
„Zu Anfangszeiten haben wir dann natürlich auch definiert, dass unser Markenkern Spaß sein muss, den Leuten Spaß zu bringen. Natürlich auch selbst Spaß zu haben“, erinnert sich Andreas Oettel an die frühen Überlegungen. Es ist ein Ansatz, der im Sport naheliegt und doch viel mehr bedeutet als reine Unterhaltung. „Die Frage ist ja: Für was steht so ein Sportclub eigentlich? Und wir haben lange gesagt, er muss dafür stehen, den Leuten Spaß zu bringen.“
„Zu Anfangszeiten haben wir dann natürlich auch definiert, dass unser Markenkern Spaß sein muss, den Leuten Spaß zu bringen. Natürlich auch selbst Spaß zu haben“, erinnert sich Andreas Oettel an die frühen Überlegungen. Es ist ein Ansatz, der im Sport naheliegt und doch viel mehr bedeutet als reine Unterhaltung. „Die Frage ist ja: Für was steht so ein Sportclub eigentlich? Und wir haben lange gesagt, er muss dafür stehen, den Leuten Spaß zu bringen.“
Doch mit dem Wachstum des Clubs, mit neuen Strukturen und steigenden Ambitionen, begann ein Umdenken. „Irgendwann war klar: Vielleicht ist Spaß allein zu wenig, wenn alles größer wird und wächst.“ Mit Projekten wie der ratiopharm arena und vor allem dem OrangeCampus veränderte sich der Blick auf die eigene Identität grundlegend. Aus einem Gefühl wurde ein Prozess – intensiv, tiefgehend und getragen von dem Willen, sich wirklich zu verstehen. „Wir wollten wissen: Wie sehen uns die Leute von außen?“, beschreibt Oettel den Startpunkt einer umfassenden Analyse, die sich über 18 Monate erstreckte. In Workshops, Befragungen und gemeinsamen Sessions wurde der Club bis ins Detail hinterfragt. „Mit Unterstützung unseres Partners ratiopharm und deren Experten sind wir da ganz tief reingegangen und haben uns intensiv damit befasst.“ Das Ergebnis: fünf klare Werte, fünf Säulen, auf denen nicht nur der OrangeCampus, sondern die gesamte Ausrichtung des Clubs basiert. Und doch ging der Weg noch weiter. „Wir wollten dann auch noch die ultimative Verdichtung – was ist unser eigentlicher Markenkern?“ Die Antwort darauf: „Unser Markenkern ist Entwicklungshunger.“ Ein Begriff, der den Anspruch von ratiopharm ulm auf den Punkt bringt: Immer weiterzugehen, Neues zu wagen und sich niemals zufriedenzugeben.
Wie sehr dieser Entwicklungshunger gelebt wird, zeigt sich im sportlichen Alltag. Als Leistungszentrum für junge Spieler steht die Förderung von Talenten im Mittelpunkt – mit sichtbarem Erfolg: Die OrangeAcademy hat sich in der BARMER ProB Süd den Hauptrundensieg gesichert und geht als Erstplatzierter in die Playoffs. Ein Beispiel dafür, wie aus Haltung Leistung wird – und wie der Anspruch, sich ständig weiterzuentwickeln, nicht nur formuliert, sondern auf dem Parkett eindrucksvoll bestätigt wird.
Fünf Säulen, eine DNA
Eine der vielleicht überraschendsten Säulen trägt einen Namen, der zunächst schmunzeln lässt – und gleichzeitig viel tiefer geht, als man im ersten Moment vermuten würde: Das ist „schwäbisch“. Doch wer jetzt denkt, es gehe dabei schlicht um die geografische Herkunft des Clubs, liegt daneben. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine bewusste Entscheidung für eine Haltung, die im Sport alles andere als selbstverständlich ist. „Viele denken, dass wir die Säule haben, weil wir aus Schwaben kommen, aber nein, darum soll es nicht gehen", stellt Oettel klar. Vielmehr steht „schwäbisch“ für das, was andernorts oft nüchtern als Bodenständigkeit beschrieben wird – nur eben mit mehr Identität und Charakter. „Wir wollten unbedingt Bodenständigkeit etablieren, weil man im Sport sehr schnell erfolgreich wird und dann vielleicht die Bodenhaftung verliert.“ Es geht um das Bewusstsein für den eigenen Weg, um die Frage, ob man trotz Erfolgen geerdet bleibt: „Steht derjenige noch mit beiden Beinen auf dem Boden? Weiß er noch, wo er herkommt? Und welche Werte gibt er weiter?“ Genau dieses Selbstverständnis soll jede Entscheidung im Club prägen. „Bodenständig war uns zu langweilig, also haben wir gesagt wir nehmen schwäbisch.“
Eine der vielleicht überraschendsten Säulen trägt einen Namen, der zunächst schmunzeln lässt – und gleichzeitig viel tiefer geht, als man im ersten Moment vermuten würde: Das ist „schwäbisch“. Doch wer jetzt denkt, es gehe dabei schlicht um die geografische Herkunft des Clubs, liegt daneben. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine bewusste Entscheidung für eine Haltung, die im Sport alles andere als selbstverständlich ist. „Viele denken, dass wir die Säule haben, weil wir aus Schwaben kommen, aber nein, darum soll es nicht gehen", stellt Oettel klar. Vielmehr steht „schwäbisch“ für das, was andernorts oft nüchtern als Bodenständigkeit beschrieben wird – nur eben mit mehr Identität und Charakter. „Wir wollten unbedingt Bodenständigkeit etablieren, weil man im Sport sehr schnell erfolgreich wird und dann vielleicht die Bodenhaftung verliert.“ Es geht um das Bewusstsein für den eigenen Weg, um die Frage, ob man trotz Erfolgen geerdet bleibt: „Steht derjenige noch mit beiden Beinen auf dem Boden? Weiß er noch, wo er herkommt? Und welche Werte gibt er weiter?“ Genau dieses Selbstverständnis soll jede Entscheidung im Club prägen. „Bodenständig war uns zu langweilig, also haben wir gesagt wir nehmen schwäbisch.“
Wie sehr diese Bodenständigkeit gelebt wird, zeigt sich nicht nur im täglichen Miteinander, sondern auch in besonderen Aktionen abseits des Parketts. Mit dem Aktionstag „Ehrenplatz fürs Ehrenamt“ setzte ratiopharm ulm ein starkes Zeichen der Wertschätzung für diejenigen, die oft im Hintergrund Großes leisten. Jedes Jahr werden tausende Ehrenamtliche – von Feuerwehr über Rettungsdienste bis hin zu Sport- und Kulturvereinen – in die ratiopharm arena eingeladen, um ihnen genau den Respekt zu geben, den sie verdienen. Insgesamt ca. 20.000 vergebene Ehrenplätze bei bisher fünf Heimspielen sprechen eine klare Sprache. Hier geht es nicht um große Worte, sondern um gelebte Haltung. Oder, wie es die Säule „schwäbisch“ beschreibt – nie vergessen, wo man herkommt und den Menschen verbunden bleiben, die eine regionale Gemeinschaft tragen.
Auch hinter der Säule „WeAreOne“ steckt mehr als nur ein prägnanter Claim – sie ist Ausdruck eines Selbstverständnisses, das über Jahre gewachsen ist. „Da haben wir lange überlegt, ob wir stattdessen familiär nehmen“, erzählt Andreas Oettel. Doch am Ende fiel die Entscheidung bewusst anders aus. „WeAreOne ist einfach stärker, auch, weil es unser Claim ist.“ Und dennoch transportiert dieser Begriff genau das, worum es im Kern geht: ein Gefühl von Zusammenhalt, das weit über das Sportliche hinausgeht. „Wir sind eine große Familie“, sagt Andreas Oettel. Gerade in den Anfangsjahren war dieses Miteinander kein nettes Extra, sondern eine echte Voraussetzung für die Entwicklung des Clubs.
Wie entscheidend genau dieser Zusammenhalt sein kann, hat sich auch in einem der größten Momente der Clubgeschichte gezeigt: der Meisterschaft 2023. In einer Saison voller Spannung und Herausforderung war es genau dieses „WeAreOne“-Gefühl, das den Unterschied gemacht hat – auf wie neben dem Parkett. Der gemeinsame Erfolg, der gewonnene Pokal, ist heute nicht nur Erinnerung, sondern sichtbares Symbol dieser Überzeugung. Am OrangeCampus hat er seinen festen Platz gefunden und ist dort als weitere eigene Säule verewigt. Ein Zeichen dafür, dass große Erfolge immer dort entstehen, wo viele als Einheit zusammenstehen.
Am Ende zeigt sich: Die Säulen von ratiopharm ulm sind weit mehr als Schlagworte. Sie sind Herzstück und Kompass zugleich – auf dem Parkett, im Cluballtag und in der Gemeinschaft. Wer genau hinschaut, erkennt, wie Werte den Club prägen, wie sie Entscheidungen leiten, Erfolge ermöglichen und Menschen verbinden. Jede Säule erzählt eine eigene Geschichte, spiegelt einen Teil der Identität wider und zeigt, wofür ratiopharm ulm steht.
Wer neugierig ist, kann die Säulen hautnah erleben: Im Foyer am OrangeCampus laden sie dazu ein, die Philosophie des Clubs zu entdecken. Hier lassen sich auch weitere Säulen wie Pioniergeist oder Begeisterung erkunden. Kommt vorbei, taucht ein in die Welt von ratiopharm ulm und spürt selbst, was diesen Club seit 25 Jahren antreibt.
