Schade, da war mehr drin. Mit diesem Gefühl beendet ratiopharm ulm die Saison 2017/18 und verpasst nach sechs Playoff-Teilnahmen in Folge erstmals die Postseason. Damit geht eine Serie zu Ende, die im selben Zeitraum nur München, Berlin und Bamberg für sich in Anspruch nehmen konnten. „Als Team hatten wir darauf gehofft, dass der Knoten irgendwann platzt“, hatte Per Günther schon vor dem Saisonende selbstkritisch gesagt. Nach der Rekordsaison mit 27 Hauptrundensiegen in Serie folgt nun also ein Jahr der Enttäuschung. „In den letzten Jahren haben wir regelmäßig überperformt. Wenn es jetzt einmal in die andere Richtung geht, dann muss man das akzeptieren“, sagt Geschäftsführer Dr. Thomas Stoll.
Die Gründe für das verfrühte Saisonende sind vielfältig. Bei der Spielerauswahl gab es Missverständnisse, das Rollenverständnis innerhalb der Mannschaft war ein Dauerthema und auch Verletzungen haben eine Rolle gespielt. Tim Ohlbrecht, der in diesem Jahr nie zu seiner Form gefunden hat, sagt: „Wir müssen jetzt Manns genug sein, die Kritik anzunehmen. Wir haben unsere Ziele nicht erreicht, aber das gehört nun mal zum Sport dazu.“ Ohlbrecht fehlte verletzungsbedingt drei Monate, Luke Harangody war ebenfalls zwölf Wochen raus und Da‘Sean Butler verpasste elf Spiele.
