Am 5. Januar 1988 stirbt in Pasadena, Kalifornien, eine Basketball-Legende. Bei einem Freiplatz-Zock unter Freunden erleidet Pete Maravich eine Herz-Attacke und verstirbt noch an Ort und Stelle. Maravich ist zu diesem Zeitpunkt 40 Jahre alt, und es liegt noch keine acht Jahre zurück, dass er einer der besten Basketballer der Vereinigten Staaten war. Der Mann, der die NBA 1977 bei den Punkten anführte, war seiner Zeit voraus; ein früher Steph Curry, der auf dem Bierdeckel Dribble-Tiraden vollführte, irrwitzige No-Look-Pässe spielte und aus dem Fastbreak heraus Distanzwürfe versenkte. Weil er aus jedem erdenklichen Winkel abzog und traf, nannten sie ihn „Pistol Pete“. Einmal, im Februar 1977, lief die Pistole so heiß, dass sie den New York Knicks 68 Punkte einschenkte – und das ganz ohne Dreier, denn der kam erst zweieinhalb Jahre später in der NBA an.
15 Jahre nach Maravichs Tod sitzt in Laguna Beach – keine Autostunde südlich von Pasadena – ein Junge vor dem Fernseher und studiert dessen größte Momente. Es sind dieselben fünf, sechs DVDs, die Katin Reinhardt immer wieder anschaut, stundenlang, „denn mehr Material gab es von Maravich damals nicht“, erinnert er sich. Danach geht er raus in die Einfahrt seines Elternhauses, wo Reinhardt das Gesehene nachspielt. Die schnellen Crossover, die ansatzlosen Jumper, die Pässe aus dem Handgelenk – manchmal bis Anbruch der Nacht. Reinhardt saugt alles auf und wiederholt, was Pete zur „Pistol“ machte – und wird so im Laufe der Zeit zu seinem ganz eigenen Pistolen-Helden. „Mit Maravich begann meine Liebe zum Basketball“, sagt Katin. „Er hat mich geprägt wie kaum ein anderer.“ Eine Geschichte über einen furchtlosen Schützen, aber auch über Schnellschüsse und den „Segen“ manch schlechter Entscheidung.
15 Jahre nach Maravichs Tod sitzt in Laguna Beach – keine Autostunde südlich von Pasadena – ein Junge vor dem Fernseher und studiert dessen größte Momente. Es sind dieselben fünf, sechs DVDs, die Katin Reinhardt immer wieder anschaut, stundenlang, „denn mehr Material gab es von Maravich damals nicht“, erinnert er sich. Danach geht er raus in die Einfahrt seines Elternhauses, wo Reinhardt das Gesehene nachspielt. Die schnellen Crossover, die ansatzlosen Jumper, die Pässe aus dem Handgelenk – manchmal bis Anbruch der Nacht. Reinhardt saugt alles auf und wiederholt, was Pete zur „Pistol“ machte – und wird so im Laufe der Zeit zu seinem ganz eigenen Pistolen-Helden. „Mit Maravich begann meine Liebe zum Basketball“, sagt Katin. „Er hat mich geprägt wie kaum ein anderer.“ Eine Geschichte über einen furchtlosen Schützen, aber auch über Schnellschüsse und den „Segen“ manch schlechter Entscheidung.
