Shortcut Der Weg zur siebten Playoff-Teilnahme von ratiopharm ulm in Folge ist ein steiniger (siehe Good to know). Will das Team von Head Coach Thorsten Leibenath auf der Zielgeraden der Hauptrunde noch auf die Playoff-Straße einbiegen, ist ein Sieg beim Mitteldeutschen BC fast schon Pflicht. „Aber wir dürfen dabei nicht verkrampfen“, sagt Thorsten Leibenath. „Es ist eine Sache zu sagen, wir wollen gewinnen, eine andere zu fordern, wir dürfen nicht verlieren. Das ist mir zu negativ. Sicher ist: Wir wollen unbedingt beim MBC gewinnen!“ Wenngleich auch bei einer Pleite in Weißenfels im Kampf um die Playoff-Teilnahme noch nichts endgültig entschieden ist, weiß auch der Ulmer Head Coach, „dass mit jeder Niederlage die Wahrscheinlichkeit auf eine Playoff-Teilnahme sinkt“. Der MBC hat sein Saisonziel hingegen schon (fast) erreicht: Nach dem 70:74-Auswärtserfolg in Gotha scheint der Klassenerhalt für die Thüringer mit nun drei Siegen Vorsprung (plus dem direkten Vergleich) auf die Rockets sicher – im Jahr eins nach dem vierten Aufstieg in die easyCredit BBL können die Mitteldeutschen auch für 2018/19 erstklassig planen.
Record Wenngleich der ewige Vergleich (seit 2001) eine ausgeglichene Bilanz (4-4) zwischen Weißenfels und Ulm ausweist, liegt der letzte Heimsieg der Thüringer gegen die Schwaben schon fast sieben Jahre zurück (61:49, 13.11.2010). Unter Head Coach Thorsten Leibenath gewann ratiopharm ulm indes alle vier Auswärtsspiele in der Weißenfelser Stadthalle. Am knappsten ging es 2015 zu, als ratiopharm ulm erst in den letzten Sekunden bzw. durch den dritten Dreier von Maarten Leunen einen 82:86-Auswärtserfolg klar machte.
Keystats In immerhin drei statistischen Kategorien liefert der MBC playoff-würdige Zahlen: Kein Team der Liga wirft von der Linie besser (84,1%) und auch bei den Fouls (22,5) sowie bei den geblockten Würfen (2,9) werden die Wölfe im Ligavergleich auf Position drei gelistet. Kurios: Djordje Pantelic ist der einzige MBCler (mit 17 Minuten oder mehr Einsatzzeit), dessen Freiwurfquote unter 81 Prozent liegt; mit 1,5 Blocks pro Spiel ist der 33-jährige Center (2,04 m) allerdings auch für die Hälfte der Blocks seiner Mannschaft zuständig.
Keystats In immerhin drei statistischen Kategorien liefert der MBC playoff-würdige Zahlen: Kein Team der Liga wirft von der Linie besser (84,1%) und auch bei den Fouls (22,5) sowie bei den geblockten Würfen (2,9) werden die Wölfe im Ligavergleich auf Position drei gelistet. Kurios: Djordje Pantelic ist der einzige MBCler (mit 17 Minuten oder mehr Einsatzzeit), dessen Freiwurfquote unter 81 Prozent liegt; mit 1,5 Blocks pro Spiel ist der 33-jährige Center (2,04 m) allerdings auch für die Hälfte der Blocks seiner Mannschaft zuständig.
Spotlight Sergio Kerusch, der kurz vor Saisonbeginn mit einer Krebsdiagnose fertig werden musste, gelang vier Wochen nach seinem Comeback beim Hinspiel in Ulm eine Karrierebestleistung: Mit 25 Punkten und 6 Rebounds in nur 21 Minuten Einsatzzeit war der 29-Jährige beim Ulmer 93:76-Heimsieg „on fire“. In Ulm noch nicht am Start war dagegen Andrew Warren: Der 30-jährige Shooting Guard kehrte nach einem Abstecher nach Japan erst Anfang Januar zum MBC zurück, mit dem er 2017 den Aufstieg feierte. Warrens Bestleistung in der Bundesliga: 20 Punkte gegen den FC Bayern München.
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Quotes
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm): „Wir haben im Hinspiel gegen den MBC gut ins Spiel gefunden, das müssen wir uns in Erinnerung rufen und ein besseres erstes Viertel als gegen München spielen. Der MBC ist vielleicht nicht so tief besetzt, hat aber als Aufsteiger in der Liga eine beachtliche Leistung gezeigt. Lamot Jones halte ich nicht nur für den gefährlichsten, sondern auch für den wichtigsten Spieler der Wölfe. Mit jeder Niederlage sinkt die Wahrscheinlichkeit auf eine Playoff-Teilnahme. Dennoch dürfen wir nicht verkrampfen. Es ist eine Sache zu sagen, wir wollen gewinnen, eine andere zu fordern, ihr dürft nicht verlieren. Das ist mir zu negativ. Sicher ist: Wir wollen unbedingt beim MBC gewinnen!“
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm): „Wir haben im Hinspiel gegen den MBC gut ins Spiel gefunden, das müssen wir uns in Erinnerung rufen und ein besseres erstes Viertel als gegen München spielen. Der MBC ist vielleicht nicht so tief besetzt, hat aber als Aufsteiger in der Liga eine beachtliche Leistung gezeigt. Lamot Jones halte ich nicht nur für den gefährlichsten, sondern auch für den wichtigsten Spieler der Wölfe. Mit jeder Niederlage sinkt die Wahrscheinlichkeit auf eine Playoff-Teilnahme. Dennoch dürfen wir nicht verkrampfen. Es ist eine Sache zu sagen, wir wollen gewinnen, eine andere zu fordern, ihr dürft nicht verlieren. Das ist mir zu negativ. Sicher ist: Wir wollen unbedingt beim MBC gewinnen!“
Good to know Mit noch sieben Partien (Ulm 14:13) in der regulären Spielzeit und einem Sieg Rückstand auf Rang acht (Bamberg 15:11) bzw. zwei Siegen auf Rang sieben (Frankfurt 16:11), verdeutlicht ein Blick auf das Restspielprogramm der direkten Kontrahenten, die prekäre Ulmer Situation: Während Ulm, das bis zum 1. Mai noch auf vier Playoff-Teams trifft, noch fünf Auswärtsspiele hat, tritt Frankfurt (5 PO-Teams) nur noch vier bzw. Bamberg (2 PO-Teams) nur noch drei Mal in fremden Hallen an. Der Tabellensechste (Bayreuth 16:10, 3 PO-Teams) und der Tabellenzehnte (Gießen 14:13, 3 PO-Teams) haben jeweils noch drei Auswärtsspiele zu bestreiten.
Fotos Marcel Merli, Harry Langer
