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Samstag, 07. Juni 2025

Zuhause weiter eine Macht

ratiopharm ulm bezwingt die FIT/One Würzburg Baskets mit 99:86 und holt sich vor ausverkaufter Kulisse Spiel drei der Halbfinalserie. Damit heißt es Matchball am Dienstag. Gemeinsam zum Halbfinalsieg – Tickets für das Public Viewing am OrangeCampus.

Der Ball zirkulierte, die Menge tobte, der Korb krachte - ein Aufschrei wie ein Gedicht. Die orangene Festung stand auch an diesem Abend und sorgte allen voran in Halbzeit zwei für spektakuläre Momente. Nach der Pause sorgte Energizer Karim Jallow mit seinen unnachahmlichen Drives für das berühmte Momentum (26 Pkt – 9/10 2P), die beiden Youngster Noa Essengue (17) und Ben Saraf (13) brachten den Offensivmotor dann so richtig auf Hochtouren: „Das war heute eine echte Energieleistung. Jeder hat gekämpft und sein Herz auf dem Feld gelassen. Wir haben giftig verteidigt, gut gereboundet und diesmal besser auf den Ball aufgepasst. Heute haben wir gesehen was möglich ist, wenn wir Vollgas geben. Es wird hitzig, energisch und unangenehm am Dienstag“, erklärte Nationalspieler Nelson Weidemann. „Es gilt am Dienstag an diese Leistung anzuknüpfen – wir wollen ins Finale“, ergänzte Teamkollege Tobias Jensen. Ein Uuulmer Echo der ganz besonderen Art kitzelte die allerletzten Prozentpunkte aus der Heimfestung ratiopharm arena. Kein geringerer als Meisterschafts-MVP Yago Dos Santos (Roter Stern Belgrad) rief das Team aufs Parkett. Strittigen Entscheidungen zum Trotz blieben Mannschaft und Fans über das komplette Spiel hinweg auf ihrem Weg und stellen die PlayOff-Halbfinalserie auf zwei zu eins. Gemeinsam zum Halbfinalsieg. Zusammen mit unserem Medienpartner Dyn schicken wir das Uuulmer Echo vom MainCourt des OrangeCampus bis in die Würzburger TECTAKE Arena. Riesenleinwand, Sitzplätze auf der Tribüne und eine stimmungsvolle Atmosphäre - sichere dir HIER deine Plätze für das Public Viewing auf dem MainCourt. Tip-Off für das möglicherweise entscheidende Spiel vier gegen die FIT/One Würzburg Baskets ist am kommenden Dienstag um 18.30 Uhr. Einlass ist eine Stunde vorher. 
Keyplayer: Jallow bittet zum Tanz
Der Energizer überzeugte heute mit purer Dominanz. Defensiv unüberwindbar und offensiv geschickt. Sein unnachahmlicher Sternschritt bereitete der Würzburger Defensive heute enorme Probleme. So tanzte Jallow ein ums andere Mal seinen Gegenspieler aus und hing ihm zusätzlich noch ein Foul an. Am Ende lieferte der eingesprungene Kapitän 26 Punkte und 7 Rebounds bei beachtlich guten Wurfquoten (71% FG). Ebenfalls zweistellig punkteten: Noa Essengue (17 Punkte), Justinian Jessup (15) und Ben Saraf (13).
Der Energizer mit der nächsten dominanten Performance. Mit ganz viel Raffinesse tanzte er seine Gegenspieler ein ums andere Mal aus. Foto: Harry Langer
Mit einer spektakulären Flugeinlage eröffnete Energizer Karim Jallow die Partie und startete gleichbedeutend einen ersten Uuulmer-Lauf (7:3). Würzburg setzte im Gegenzug mit ihren individuell starken Distanzschützen rund um Kapitän Zachary Seljaas zum Konter an und übernahm erstmals die Führung. Die Dreier wollten auf Seiten der Hausherren wie bereits in den ersten beiden Spielen noch nicht fallen. Dafür attackierten Youngster Essengue und seine Mannschaft den Korb weiterhin effizient. Mithilfe der guten Ausbeute von der Freiwurflinie (7/9 FT) erarbeiteten sich die Gäste zur ersten Viertelpause eine Führung (17:20; Q1). Viertel Nummer zwei begann ähnlich spektakulär: Nico Bretzel powerte sich energiegeladen durch die Zone und erhöhte den viertelübergreifenden 8:0-Lauf spektakulär. Nur wenige Augenblicke später erlöst Justinian Jessup die Durststrecke aus der Distanz und verwandelt den ersten Dreier seit Beginn der Partie (26:22). Angezündet vom Hexenkessel übernahm der Fanliebling die Verantwortung und verwandelte drei weitere schwere Würfe mit Ablauf der Shotclock (38:27). Bei den Gästen war Youngster Hannes Steinbach das probateste Gegenmittel. Der Center konnte seinem Team in dieser Phase zwar keinen defensiven Stop bescheren, tankte sich auf der offensiven Seite dennoch selbstbewusst zum Korb durch (48:37; Q2).
Eines, wenn nicht das Highlight des Abends: Center Márcio Santos stürmt mit Vollspeed zum krachenden Monsterdunk. Foto: Florian Achberger
Auch nach Wiederbeginn war es Energizer Karim Jallow, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Mit seinem unnachahmlichen Sternschritt ließ er mehrmals die Würzburger Verteidiger ins Leere fliegen (57:42). Würzburg fand nahezu kein Mittel gegen den mittlerweile heißgelaufenen Uuulmer-Offensivmotor. Einzig MVP Jhivvan Jackson setzte kleine Nadelstiche in der Drangphase der Harrelson-Schützlinge (62:46). Aufgrund kleiner Unreinheiten im Offensivspiel verpassten es die Hausherren, den Vorsprung weiter auszubauen (68:55; Q3). Der nächste Tanz – das nächste Highlight. Energizer Karim Jallow verlädt seinen gegenüber und vollstreckt sehenswert per And-One. Zwei Angriffe später folgt die Kopie, nur diesmal war es Seljaas, der vom Mann der Stunde ausgespielt wurde (77:58). Die Spielfreude übertrug sich schnell auf die ganze Mannschaft. So bedienten Weidemann und Jessup gleich zweimal den eingeflogenen Santos, der krachend abschloss. Jhivvan Jackson verkörperte den Würzburger Willen und setzte nun im Alleingang zum Comeback an. Mit fünf schnellen Punkten zwang er Harrelson zur Auszeit (87:76). Darauf folgte der nächste Kracher. Santos tankte sich durch die Zone und nahm den MVP sehenswert mit aufs Poster. Den passenden Schlusspunkt setzte der Mann des Abends höchstpersönlich (99:86; Q4).
Orange Mixed-Zone:
Head Coach Ty Harrelson: „Ich glaube, dass wir 34 Minuten richtig gut verteidigt haben. Der Schlüssel zum Sieg war allerdings unsere gute Arbeit am offensiven Brett. Mit 20 Offensivrebounds haben wir uns zahlreiche zweite Chancen erarbeitet, die wir gut nutzen konnten. Jeder hat heute 40 Minuten fokussiert und energiegeladen gespielt - darauf bin ich enorm Stolz. Würzburg hat schon einmal bewiesen, dass sie von einem solchen Rückstand zurückkommen können. Wir müssen die heutige Leistung wiederholen, wenn wir am Dienstag in Würzburg gewinnen wollen.“

Guard Tobias Jensen: „Wir haben heute mehr Energie aufs Feld gebracht als in den ersten beiden Spielen - das war auch spürbar. Unsere Mannschaft ist sehr ausgeglichen, jeder hilft dem Team mit seinen eigenen Stärken. Seien es die Offensivrebounds, Karims Scoringpower oder Marcios Explosivität. Es gilt am Dienstag an diese Leistung anzuknüpfen – wir wollen ins Finale. “

Guard Nelson Weidemann: „Das war heute eine echte Energieleistung. Jeder hat gekämpft und sein Herz auf dem Feld gelassen. Wir haben giftig verteidigt, gut gereboundet und deutlich besser auf den Ball aufgepasst. Heute haben wir gesehen was möglich ist, wenn wir Vollgas geben. Es wird hitzig, energisch und unangenehm am Dienstag. Doch wenn wir einen kühlen Kopf bewahren, sehe ich gute Chancen, dass wir die Serie zu machen können.“
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