Das jüngste Team der Liga hat mit dem eindrucksvollen Halbfinal-Sweep gegen den Aufstiegsfavoriten aus Bernau ein dickes sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit dem Finaleinzug ist die sportliche Qualifikation geschafft. Damit treten die jungen Wilden um die Dopppellizenspieler Teo Milicic, Meissa Faye, Namori Omog, Lenni Kunzewitsch, Joel Cwik und Endurance Aiyamenkhue in die großen Fußstapfen der Teams der Saison 2016-2017. Damals stieg die OrangeAcaemy genauso überraschend auf. Aus dem damilgen Kader schafften es mit David Krämer, Marcell Pongo, Björn Rohwer, Till Pape, Joschka Ferner, Marvin Omuvwie, Nicolas Bretzel, Marius Stoll und Mate Fazekas 9 Spieler bis in die 1. Liga, zum Teil bis in die Nationalmannschaft. Damals war mit Nils Mittmann allerdings auch ein erfahrener Spieler als zentraler Stützpfeiler im Kader.
Diesmal haben es die jungen Wilden ganz alleine geschafft. 18,8 Jahre im Schnitt. In den Playoffs bisher 6 Siege in 7 Spielen. Und auch beim großen Aufstiegsfavoriten in Bernau behielt das Team von Trainer Florian Flabb und seine Assistenten Erik Rösch, Jan Brambach, Andi Czarnecki, Jonas Valtin und Tim Roleder die Oberhand.
Die beiden Finalspiele gegen Essen in der kommenden Woche werden aller Voraussicht nach aber leider zu einem Muster ohne Wert. Zwar wurde das Spiel am OrangeCampus auf Mittwoch vorgezogen aber das zweite Finale in Essen findet wohl gleichzeitig mit dem NBBL Top4 in Berlin statt. Beim Endspiel um die deutsche Meisterschaft stehen dort dann hoffentlich 12 Spieler aus dem Kader der OrangeAcademy auf dem geschichtsträchtigen Court der Sömmeringhalle.
Viel entscheidender ist allerdings die Frage, ob die OrangeAcademy den Aufstieg tatsächlich wahrnehmen kann. Wir haben einen Antrag auf Teilnahme an der ProA gestellt, eine zentrale Bedeutung spielt hierbei auch die Zulassung des MainCourt am OrangeCampus für 1594 Zuschauer. Allerdings wurde bislang von der Ligaleitung der ProA die Lizenz nicht erteilt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist also leider noch unklar, ob die junge Mannschaft für eine grandiose Saison am Ende auch belohnt wird.
