Shortcut Der Beginn der Partie hatte nicht unbedingt auf solch ein dramatisches Ende hingedeutet. Hatten die Telekom Baskets mit ihrem perfekten Start (8:22) den Ulmer Hoffnungen auf einen Big Point im Kampf um die Playoffs doch bereits nach sieben gespielten Minuten einen argen Dämpfer verpassat. Doch ratiopharm ulm ließ sich von seinem Kaltstart nicht verunsichern und kämpfte sich zurück ins Spiel. Angeführt vom treffsicheren Katin Reinhardt (22 Punkte), der zwei seiner fünf Dreier im vierten Viertel versenkte, trotzten die Uuulmer ihrem Gegner erstmals in dieser Saison eine Verlängerung ab. Doch in der Zusatzschicht ging den Gastgebern der Sprit aus. Mit 4:11 verlor ratiopharm ulm die Overtime und muss bei acht verbleibenden Saisonspielen weiterhin um seine siebte Playoff-Teilnahme in Folge bangen. Die nächste Möglichkeit im hart umkämpften Playoff-Rennen – zwischen Platz 10 und 6 liegen nur zwei Siege – zu punkten, hat ratiopharm ulm bereits am kommenden Mittwoch in München (20.30 Uhr live bei Telekom Sport).
Keystats Zwar konnte ratiopharm ulm das Rebound-Duell für sich entscheiden, doch trotz der 9 gesicherten zweiten Chancen durch Offensivrebounds verwandelten die Gastgeber zu schlecht aus dem Zweier-Bereich (39%), während sich Bonn auf Gamble und Co. verlassen konnte (56,8% 2er). Von Downtown konnten die Ulmer die schlechte Zweierquote zwar wettmachen (55,6% 3er), doch in der fünfminütigen Overtime gelang es den Ulmern dann nicht mehr, die treffsicheren Dreierschützen Reinhardt (71%) und Babic (67%) in Position zu bringen.
Spotlight Wenngleich Isaac Fotu erstmals in der easyCredit BBL ein Double-Double auflegte (20 Punkte, 11 Rebounds) und seine Ulmer mit 7 Crunchtime-Punkten in die Overtime beförderte, war es sein Kontrahent Julian Gamble, der der Osterpartie seinen Stempel aufdrückte: Mit 28 Punkten schrammte der US-Amerikaner nur um einen Punkt am Bundesliga-Bestwert vorbei und zeigte sich aus dem Feld sehr treffsicher (10/12). Mit 22 Punkten und fünf verwandelten Dreiern (7 Versuche) legte indes Katin Reinhardt in seinem vierten Bundesliga-Spiel neue Bestwerte auf.
Spotlight Wenngleich Isaac Fotu erstmals in der easyCredit BBL ein Double-Double auflegte (20 Punkte, 11 Rebounds) und seine Ulmer mit 7 Crunchtime-Punkten in die Overtime beförderte, war es sein Kontrahent Julian Gamble, der der Osterpartie seinen Stempel aufdrückte: Mit 28 Punkten schrammte der US-Amerikaner nur um einen Punkt am Bundesliga-Bestwert vorbei und zeigte sich aus dem Feld sehr treffsicher (10/12). Mit 22 Punkten und fünf verwandelten Dreiern (7 Versuche) legte indes Katin Reinhardt in seinem vierten Bundesliga-Spiel neue Bestwerte auf.
Play-by-Play
1. Viertel (16:24): Hatten Isaac Fotu und Katin Reinhardt per Dreier für einen guten Ulmer Start ins Osterspiel gesorgt (5:2, 2.), waren es aber die Gäste, die das erste Quarter weitestgehend dominierten. Per 3:20-Lauf und insgesamt 10 Zählern von Josh Mayo konnten die treffsicheren Telekom Baskets (7/7 FGs) sich ein zweistelliges Punktepolster gegen in der Defensive lethargisch agierende Ulmer erarbeiten. Als Zubcic das zweite Ulmer Foul jenseits der Dreierlinie mit drei verwandelten Freiwürfen bestrafte, war der Fehlstart von ratiopharm ulm perfekt (8:22, 7.). Fünf Zähler von Ismet Akpinar sorgten dann endlich wieder für offensive Erfolgserlebnisse, Tim Ohlbrecht konnte nach Offensivrebound nachlegen und den Rückstand bis zur Viertelpause etwas reduzieren
.
2. Viertel (25:18): Der zweite Abschnitt begann mit einer Schrecksekunde: Beim Blockstellen wurde Tim Ohlbrecht von Ron Curry angerempelt, was Telekom Sport Kommentator Michael Körner sofort als „Djedovic 2.0“ betitelte, denn der Ulmer Center hielt sich das rechte – und damit gesunde – Knie. Wenngleich Ohlbrecht vorerst ausgewechselt werden musste, war er wenige Minuten später wieder einsatzbereit. Währenddessen konnten sich die Ulmer Teamkollegen schnell vom Schock erholen: In der Verteidigung zwangen die Gastgeber Bonn nun in schwere Würfe (1/8 FGs) und hielten sie in über fünf Minuten bei nur 3 Punkten, während Reinhardt und Luka Babic von Downtown Stück für Stück verkürzten (24:27, 14.). Für den Führungswechsel war dann Reinhardt zuständig, der per Dreipunktspiel zum 31:29 (17.) die Emotionen in der ratiopharm arena freisetzte. Einen Bonner 0:7-Zwischenspurt kurz vor der Halbzeit beantwortete dann wiederum Babic aus der Distanz, von wo ratiopharm ulm deutlich besser traf (86% 3er, 33% 2er) und so auch mit dem Beinahe-Ausgleich (41:42) in die Kabine ging.
3. Viertel (21:23): Einem schönen Teamplay zur Eröffnung, das Akpinar zum 43:42 abschloss, ließ Bonn – begünstigt durch ein unsportliches Foul gegen Reinhardt – einen 0:7-Lauf folgen (43:49, 22.). Dabei war es besonders Julian Gamble, welcher der Ulmer Offensive große Probleme bereitete und 10 seiner 28 Punkte im 3. Viertel erzielte. War die Gamble-Truppe so wieder auf 9 Punkte enteilt (46:55, 25.). Nach 4 Günther-Zählern konnten Fotu per Dreipunktspiel und Reinhardt per Fastbreak-Dreier die Partie erneut ausgleichen (58:58, 28.). Einen erneuten 0:7-Lauf der Magentafarbenen konnte dann erneut der Ulmer Kapitän zum 62:65 nach 30 Minuten kontern.
4. Viertel (21:18): Nach Gamble war es nun der bislang unscheinbare Djurisic, der in der Ulmer Zone wirbelte und 8 seiner 9 Punkte zum 2:10-Run beisteuerte. Fünf Minuten vor dem Ende sah sich ratiopharm ulm einem zweistelligen Rückstand (64:75) gegenüber. Doch per Dreier blies Isaac Fotu zur Aufholjagd. Und als der Neuseeländer nach dem vierten Reinhardt-Dreier 4 weitere Zähler – unter anderem nach seinem 10. Rebound – nachlegte, war die Partie erneut ausgeglichen. Und dabei blieb es – garniert von einem Gamble And-One und dem fünften Reinhardt-Dreier – auch nach Ablauf der 40 Minuten.
Verlängerung (4:11): Doch dieses Mal sollte ratiopharm ulm keine Antwort mehr auf einen weiteren Bonner Lauf finden: 8 Zähler in Folge erzielten die Gäste (83:91, 44.), während Ulm sich 3 Ballverluste und 5 Fehlwürfe leistete, ehe es noch etwas Ergebniskosmetik zum 87:94-Endstand betreiben konnte.
Quotes
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm):„Wir haben nur teilweise die Dinge gemacht, die wir machen wollten. Deswegen hat Bonn auch verdient gewonnen. Mit Ausnahme der Anfangsphase haben wir es geschafft, Mayo und Zubcic gut an der Dreierlinie zu verteidigen. Was wir aber nicht gut gemacht haben, ist die Verteidigung gegen Gamble. Auch Polas-Bartolo haben wir die Möglichkeit gegeben, über seinen Willen dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Bei uns haben nur wenige Spieler an ihr Maximum herangereicht. Katin hat ein gutes Spiel gemacht und auch Isaac über weite Strecken. Allerdings konnten wir auch bei vielen sehen, dass sie noch nicht wieder richtig fit waren.“
Predrag Krunic (Head Coach Telekom Baskets Bonn): „Es war ein sehr gutes Spiel und sicherlich eine sehr interessante Partie für die Zuschauer. Es war nicht einfach heute hier zu gewinnen, aber mein Team hat sehr hart gekämpft, mit Emotionen gespielt und eine gute Verteidigung gezeigt. Dazu haben wir im Angriff gute Entscheidungen getroffen. Dass es zur Verlängerung kommt, ist unser Fehler. Dennoch haben wir in der Verlängerung Charakter gezeigt und letztendlich gewonnen. Das war ein wichtiger Sieg für uns.“
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm):„Wir haben nur teilweise die Dinge gemacht, die wir machen wollten. Deswegen hat Bonn auch verdient gewonnen. Mit Ausnahme der Anfangsphase haben wir es geschafft, Mayo und Zubcic gut an der Dreierlinie zu verteidigen. Was wir aber nicht gut gemacht haben, ist die Verteidigung gegen Gamble. Auch Polas-Bartolo haben wir die Möglichkeit gegeben, über seinen Willen dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Bei uns haben nur wenige Spieler an ihr Maximum herangereicht. Katin hat ein gutes Spiel gemacht und auch Isaac über weite Strecken. Allerdings konnten wir auch bei vielen sehen, dass sie noch nicht wieder richtig fit waren.“
Predrag Krunic (Head Coach Telekom Baskets Bonn): „Es war ein sehr gutes Spiel und sicherlich eine sehr interessante Partie für die Zuschauer. Es war nicht einfach heute hier zu gewinnen, aber mein Team hat sehr hart gekämpft, mit Emotionen gespielt und eine gute Verteidigung gezeigt. Dazu haben wir im Angriff gute Entscheidungen getroffen. Dass es zur Verlängerung kommt, ist unser Fehler. Dennoch haben wir in der Verlängerung Charakter gezeigt und letztendlich gewonnen. Das war ein wichtiger Sieg für uns.“
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Good to know Zum ersten Mal seit 2015 ist der Nachwuchs von BBU ’01 wieder mit einem Titel vom Wiener Osterturnier zurückgekehrt: Die U13 um Head Coach Igor Perovic errang am Ostersamstag den 61:57-Finalsieg über Padova (Italien), während sich die U14 im Finale Eintracht Frankfurt knapp mit 36:39 geschlagen geben musste. Der dritte Ulmer Finalist trat parallel beim Costa Brava Girona Basket in Spanien an - und holte sich den Pokal: Die U16 von ratiopharm ulm besiegte CB Granollers mit 74:66 und geht nun voller Selbstvertrauen ins zweite JBBL Achtelfinal-Spiel gegen Urspring (7.4.).
Fotos Harry Langer, Alexander Fischer
Fotos Harry Langer, Alexander Fischer
