Suchen
Donnerstag, 29. März 2018

„Für uns beginnen die Playoffs schon jetzt“

ratiopharm ulm empfängt am Ostersonntag (17.30 Uhr live bei Telekom Sport) die Telekom Baskets Bonn und will im Kampf um die Playoff-Teilnahme weiter Punkte sammeln.

Shortcut „Pressure makes diamonds“ heißt es etwas pathetisch. Für ratiopharm ulm ist der Druck in den letzten vier Saisonwochen nicht unbedingt klein: Neun Spiele stehen noch aus, sechs davon auswärts und ebenfalls sechs gegen aktuelle Playoff-Teams. „Für uns beginnen die Playoffs einfach schon jetzt“, beschreibt Tim Ohlbrecht das schwere aber nicht aussichtslose Restprogramm seiner Mannschaft. „Wir haben den Anspruch, die Playoffs zu erreichen. Jetzt können wir beweisen, dass wir gut genug sind“, sagt Thorsten Leibenath. Im Hinspiel gegen die Telekom Baskets Bonn war Ulm das nicht. Bei der 86:74-Niederlage am Hardtberg brachte Leibenaths Team nur in der zweiten Halbzeit die nötige Intensität aufs Feld. Intensitätsschwankungen machten zuletzt auch Bonn zu schaffen: Gegen Frankfurt schenkten die Magentafarbenen den Sieg nach einer starken ersten Hälfte noch her (75:79). Dennoch sind die Rheinländer auf dem Weg zur besten Saison seit 2015, was mit Blick auf die Statistik (siehe Keystats) nicht verwundert.
Beim Abspielen des Videos werden Daten an YouTube gesendet. Es gilt die Datenschutzerklärung von Yotube.
Record Ulm war in der Vergangenheit ein ergiebiges Pflaster für die Telekom Baskets: Von den letzten elf Spielen an der Donau gewannen die Rheinländer sieben; auch die „all time“ Bilanz spricht für die Bonner, die 62,5 Prozent der Spiele gegen Ulm (25-15) gewinnen konnten. In der vergangenen Saison setzte es beim Gastspiel in der ratiopharm arena aber die bislang höchste Niederlage in Ulm (93:70). In der laufenden Runde kommt Bonn mit einer positiven Auswärtsbilanz ins Schwabenland (7-6).


Keystats Bonn trifft! Sechs Leistungsträger der Baskets, die mindestens 13 Minuten pro Partie auf dem Parkett stehen, übertreffen die ohnehin schon starke Feldwurfquote der Mannschaft (48 %) durch ihre persönlichen Werte. Während ratiopharm ulm aus der Dreipunkdistanz (38,6%) zu den besten vier Teams der Liga gehört, zählen die Bonner sowohl von jenseits der 6,75-Meterlinie (39%, 2.), als auch aus dem Zweier-Bereich (56,6%, 3.) zu den besten Mannschaften. Kurios: Den vermeintlich einfachsten Wurf, nämlich den von der Freiwurflinie, treffen die Bonner im Ligaranking am schlechtesten (70,5%). 

Spotlight Mit Tomislav Zubcic (2,12 Meter) steht ein ehemaliger Team-Kollege von Luka Babic (bei Cedevita Zagreb) im Bonner Aufgebot, der aufgrund seiner Größe und Treffsicherheit (53,1 % Dreier) zum Match-up-Albtraum taugt. Beim Heimsieg über Bamberg (106:69) demonstrierte der Bonner Topscorer (15,8) mit 33 Punkten und sieben von acht erfolgreichen Dreiern seine ganze Klasse. Aber auch die Formkurve von Babic zeigt nach oben: Nach acht Rebounds und sechs Assists gegen Tübingen zeigte der Kroate in Würzburg auch seine Wurfqualitäten (4/4 Dreier). Das direkte Duell der beiden Landsmänner verspricht spannend zu werden.
Tomislav Zubcic bei einem seiner sechs erfolgreichen Dreier gegen Bamberg.

Quotes
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm):„Die Dringlichkeit der aktuellen Situation ist jedem klar. Daraus kann Druck erwachsen, es kann aber auch eine Klarheit entstehen, die Kräfte freisetzt. Jeder im Team weiß: Was wir tun, muss sitzen – muss gut sein. Gegen Bonn müssen wir insbesondere die herausragenden Schützen wie Josh Mayo und Tomislav Zubcic verteidigen und gleichzeitig unsere Schwachstelle, nämlich die Verteidigung unter dem Korb, in den Griff bekommen.“

Tim Ohlbrecht (Center ratiopharm ulm): „Für uns beginnen die Playoffs einfach schon jetzt. Wir müssen Spiele gewinnen – das erzeugt natürlich einen gewissen Druck. Aber das ist kein Druck, mit dem wir nicht umgehen können. Wenn wir den Schwung aus dem Würzburg-Spiel mitnehmen und weiter positiv bleiben, traue ich uns noch einiges zu.“

Good to know Der frühe Vogel fängt am Sonntag den Wurm – bzw. den Hasen! Gleich 30 kleine Ausgaben des Uuulmer Maskottchens haben sich in der ratiopharm arena – im Steh- und Sitzplatzbereich sowie im Foyer und Umlauf – versteckt und wollen im Rahmen des Oster-Heimspiels von den Besuchern gefunden werden. Als „Finderlohn“ winkt noch eine kleine Ehrmann-Überraschung, die sich die Finder danach im Fanshop abholen können.

Fotos Jörn Wolter
Ihr Browser ist leider veraltet.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen. Den Browser jetzt aktualisieren

×