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Mittwoch, 20. Mai 2026

„Darauf haben wir die ganze Saison hingearbeitet“

Im Interview erklärt Ulms Cheftrainer Ty Harrelson, was Playoffs für ihn bedeuten und wie wichtig ihm Energie und Zusammenhalt in der Mannschaft sind.

34 Spieltage Arbeit für ein großes Ziel – die Playoffs. Ein anderer Modus, ein anderes Feeling, eine andere Atmosphäre. „Es ist wichtig, dass wir uns mental gut auf die Playoffs einstellen. Die Energie auf und neben dem Feld ist spürbar anders als in der Hauptrunde. Jede Aktion wird mehr umjubelt, die Arena ist lauter, der Fokus muss perfekt sein“, erklärt Ulms Cheftrainer Ty Harrelson im Interview.

Zwischen Druck und Motivation gilt es, einen gesunden Mix zu finden. Letztendlich sieht Harrelson in den Playoffs jedoch vor allem die Motivation, da er gemeinsam mit seiner Mannschaft die ganze Saison hart dafür gearbeitet hat: „Druck kann man natürlich nie ausschließen, gerade weil jedes Spiel enorm wichtig ist und das Momentum einer gesamten Serie ändern kann. Die Motivation überwiegt jedoch deutlich, weil die Playoffs das sind, worauf wir hingearbeitet haben – das, was wir unbedingt erreichen wollten. Es ist eine Bestätigung unserer guten Arbeit. Am liebsten würde ich dieses Playoff-Feeling die ganze Zeit haben“, so Harrelson.
Foto: Alexander Trienitz
Auch in dieser Saison gehört der Ulmer Kader wieder zu den jüngsten der Liga. Einige Spieler sind auf Playoff-Niveau noch unerfahren oder erleben sogar ihre ersten Playoffs im Profibereich. „Ich versuche, ständig im Gespräch mit den Spielern zu sein. Wir reden viel über die laute Atmosphäre und die verschiedenen Reaktionen, die Fans auf unterschiedliche Aktionen zeigen können. Auch Emotionen sind ein großes Thema. Wir möchten auch in hitzigen Situationen trotz des hohen Adrenalins unseren Fokus bewahren, um am Ende gewinnen zu können“, betont Harrelson.

Dass die Fans ein entscheidender Faktor in den Playoffs sein können, ist kein Geheimnis. Bereits in der letzten Saison erlebte Harrelson, welchen Push die Uuulmer ihrem Team im eigenen Hexenkessel, aber auch auswärts geben können. „Unsere Fans sind ein wichtiger Faktor. Sie waren auch einer der Gründe, warum ich mich für Ulm entschieden habe. In schwierigen Phasen haben sie immer hinter uns gestanden und nie aufgegeben. Die Spieler und auch ich spüren diese Energie, die sie mit ihrer Stimmung auf uns übertragen“, bekräftigt Harrelson.
Foto: Harry Langer
Als Taktikfuchs hat Harrelson zuletzt eine interessante Methode in der Mannschaft etabliert. Ähnlich wie im Eishockey ließ der Ulmer Cheftrainer zuletzt in Fünferblöcken wechseln. „Das ist eine Strategie, die funktioniert. Ich möchte sie nicht über die gesamten 40 Minuten einsetzen, aber sie erlaubt es uns, einen Weg zu finden, unsere Stärken gezielt auszuspielen. Bamberg startete nahezu jedes Spiel mit den gleichen fünf Akteuren, sodass wir in der ersten Einheit passende Matchups wählen konnten. Ziel ist es, uns so aufzustellen, dass wir defensiv gut gewappnet sind und offensiv die Schwachstellen des Gegners attackieren können. Foulprobleme können das natürlich manchmal verhindern. Solange es jedoch möglich ist und weiterhin funktioniert, werde ich es beibehalten“, erklärt der letztjährige Vizemeister-Trainer.
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