Shortcut Die Erleichterung stand den Spielern förmlich ins Gesicht geschrieben. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie genoss das Team von ratiopharm ulm die Ehrenrunde nach dem 100. Sieg in der ratiopharm arena (siehe Good to know) in vollen Zügen. Dass „eine unserer besseren Leistungen“, wie Thorsten Leibenath das Spiel einordete, ausgerechnet gegen eines der aggressivsten Teams der Liga gelang, ist durch eine starke Teamleistung begründet, die sich auch an den 21 Ulmer Assists ablesen lässt. „Gratulation an die Mannschaft“, so der Head Coach von ratiopharm ulm, der sich einmal mehr auf Katin Reinhardt (17 Punkte) und Nationalspieler Ismet Akpinar (20 Punkte) verlassen konnte. Im Gegensatz zum Hinspiel in Ludwigsburg, als die Gäste schon im ersten Viertel kollabierten, startete ratiopharm ulm gut (9:2) und behielt auch im umkämpften Schlussviertel an der Freiwurflinie die Nerven.
Keystats Wenngleich Ludwigsburg das Duell in der Zone mit 18:35 gewonnen hatte, war die deutlich verbesserte Ulmer Verteidigung „in the paint“ für Thorsten Leibenath ein Schlüssel zum Erfolg. Dass sein Team sehr uneigennützig spielte und immer den Blick für den Extrapass hatte, war ebenso wichtig und schlägt sich im besseren Ulmer Assistwert (21:15) nieder. Zwar liegen die 13 Ulmer Ballverluste über dem Saisonschnitt, sind aber kein Vergleich zu den 20 Turnovers aus dem Hinspiel. Dass ratiopharm ulm zwei Dreier mehr (8/21) bei sechs Versuchen weniger als Ludwigsburg (6/27) getroffen hat, war ein weiterer Ulmer Pluspunkt.
Spotlight Zwar ragten Ismet Akpinar mit 20 Punkten und Nerven aus Drahtseilen (7/7 FW) bzw. Katin Reinhardt mit 17 Zählern und einer herausragenden Dreierquote (5/9) aus dem starken Ulmer Kollektiv heraus, doch wirklich abhängig war das Team von Thorsten Leibenath an diesem Abend von keinem Spieler. Dafür spielten die Ulmer zu uneigennützig und schafften es als Team, jedem Spieler seinen Anteil zu gewähren. Wie z.B. Luke Harangody, der den Abend zwar mit nur vier Punkten beendete, seinen Körper aber in jeden Zweikampf warf (5 Fouls).
Spotlight Zwar ragten Ismet Akpinar mit 20 Punkten und Nerven aus Drahtseilen (7/7 FW) bzw. Katin Reinhardt mit 17 Zählern und einer herausragenden Dreierquote (5/9) aus dem starken Ulmer Kollektiv heraus, doch wirklich abhängig war das Team von Thorsten Leibenath an diesem Abend von keinem Spieler. Dafür spielten die Ulmer zu uneigennützig und schafften es als Team, jedem Spieler seinen Anteil zu gewähren. Wie z.B. Luke Harangody, der den Abend zwar mit nur vier Punkten beendete, seinen Körper aber in jeden Zweikampf warf (5 Fouls).
Play-by-Play
1. Viertel (16:19): Die Befürchtung war berechtigt: Wie würde ratiopharm ulm dem immensen Druck der Gäste, „der teilweise über das Legale hinausgeht“ (Leibenath) im ersten Viertel standhalten? Nach knapp vier Minuten bzw. nachdem Ryan Thompson seinen vierten Freiwurf versenkt hatte (9:2), musste man sagen: Gut! Denn zu diesem Zeitpunkt hatte ratiopharm ulm schon exakt so viele Punkte erzielt wie im Hinspiel nach dem 1. Viertel (27:9). Doch wie viel das gegen die wohl aggressivste Verteidigung der Liga wert ist, zeigte sich dann: Eine Serie von Ulmer Fehlern bedingte einen 8:0-Lauf der Gäste, die in der 7. Minute mit 9:10 in Führung gingen. Doch die Gastgeber fingen sich wieder und hätten dem Tabellendritten fast ein Unentschieden zum Viertelende abgerungen. Fast, denn Kerron Johnson reichten vier Sekunden, um den Ball über die Mittellinie zu dribbeln und von dort zum 16:19 zu treffen.
2. Viertel (19:17): Doch auch dieser Buzzer-Beater schockte die Gastgeber nicht: Mit ganz viel Einsatz hielten sie ein hochklassiges Spiel ausgeglichen (22:23, 13.). Und hätten die Uuulmer nur die Hälfte der Chancen, die sich ihnen in dieser Phase boten, genützt (2/11 Dreier), sie hätten das Viertel mit einer Führung abgeschlossen. Doch so vergingen fast drei Minuten ohne Punkte, ehe Reinhardt mit fünf Zählern in Folge den Anschluss (29:31) herstellte. Die viertbeste Offensivmannschaft der Liga zur Halbzeit (35:36) unter 40 Punkten gehalten zu haben, darf dennoch als respektable Leistung bewertet werden.
3. Viertel (29:19): Doch dann fielen die Dreier: Erst netzte Reinhardt seinen zweiten ein, dann brachte Thompson sein Team von der 6,75-Meter-Linie in Führung (43:41), ehe Reinhardt einen Ewans-Dreier ebenfalls aus der Distanz konterte (46:44). Die gewünschte Stabilität brachte der Dreierregen indes nicht ins Ulmer Spiel: Zwei ärgerliche Missverständnisse nutzten die Gäste eiskalt aus. Doch der Ulmer Offensivmotor wusste auch das zu beantworten: Nämlich mit vier Freiwürfen in Serie zum 52:46 (26.). Nachdem Reinhardt den vierten Ulmer Dreier in diesem Viertel (4/4) im Fastbreak versenkt hatte, hallte das Ulmer-Echo durch die zum 140. Mal in Folge ausverkaufte ratiopharm arena. Dass ratiopharm ulm – das zwischenzeitlich nach einem Akpinar-Dreier 60:49 (28.) geführt hatte – auch defensiv in diesem Spiel angekommen war, untermauerte Luke Harangody mit seinem lupenreinen Block an Adam Waleskowski.
4. Viertel (20:22): Doch der offensive Flow ließ sich nicht ins vierte Viertel mitnehmen: So dauerte es fast vier Minuten, ehe ratiopharm ulm nach dem 66:55 wieder Zählbares auf die Anzeigetafel brachte. Eine offensive Dürrephase, die Ludwigsburg zu einem 6:0-Lauf genutzt hatte (68:61). Und jetzt wurde der Ludwigsburger Druck – bedingt durch die müder werdenden Ulmer Beine – so richtig spürbar. Jeder Angriff war nun Schwerstarbeit. Der fünfte Dreier, den Reinhardt in der 38. Minute versenkte (75:66), hatte da schon etwas von Vorentscheidung. Zwei späte Ludwigsburger Distanzwürfe – der letzte 24 Sekunden vor dem Ende von Cook – machten es noch einmal spannend (80:76). Doch ratiopharm ulm hielt auch dieser Drucksituation stand und versenkte vier von vier Freiwürfe in der Crunchtime.
1. Viertel (16:19): Die Befürchtung war berechtigt: Wie würde ratiopharm ulm dem immensen Druck der Gäste, „der teilweise über das Legale hinausgeht“ (Leibenath) im ersten Viertel standhalten? Nach knapp vier Minuten bzw. nachdem Ryan Thompson seinen vierten Freiwurf versenkt hatte (9:2), musste man sagen: Gut! Denn zu diesem Zeitpunkt hatte ratiopharm ulm schon exakt so viele Punkte erzielt wie im Hinspiel nach dem 1. Viertel (27:9). Doch wie viel das gegen die wohl aggressivste Verteidigung der Liga wert ist, zeigte sich dann: Eine Serie von Ulmer Fehlern bedingte einen 8:0-Lauf der Gäste, die in der 7. Minute mit 9:10 in Führung gingen. Doch die Gastgeber fingen sich wieder und hätten dem Tabellendritten fast ein Unentschieden zum Viertelende abgerungen. Fast, denn Kerron Johnson reichten vier Sekunden, um den Ball über die Mittellinie zu dribbeln und von dort zum 16:19 zu treffen.
2. Viertel (19:17): Doch auch dieser Buzzer-Beater schockte die Gastgeber nicht: Mit ganz viel Einsatz hielten sie ein hochklassiges Spiel ausgeglichen (22:23, 13.). Und hätten die Uuulmer nur die Hälfte der Chancen, die sich ihnen in dieser Phase boten, genützt (2/11 Dreier), sie hätten das Viertel mit einer Führung abgeschlossen. Doch so vergingen fast drei Minuten ohne Punkte, ehe Reinhardt mit fünf Zählern in Folge den Anschluss (29:31) herstellte. Die viertbeste Offensivmannschaft der Liga zur Halbzeit (35:36) unter 40 Punkten gehalten zu haben, darf dennoch als respektable Leistung bewertet werden.
3. Viertel (29:19): Doch dann fielen die Dreier: Erst netzte Reinhardt seinen zweiten ein, dann brachte Thompson sein Team von der 6,75-Meter-Linie in Führung (43:41), ehe Reinhardt einen Ewans-Dreier ebenfalls aus der Distanz konterte (46:44). Die gewünschte Stabilität brachte der Dreierregen indes nicht ins Ulmer Spiel: Zwei ärgerliche Missverständnisse nutzten die Gäste eiskalt aus. Doch der Ulmer Offensivmotor wusste auch das zu beantworten: Nämlich mit vier Freiwürfen in Serie zum 52:46 (26.). Nachdem Reinhardt den vierten Ulmer Dreier in diesem Viertel (4/4) im Fastbreak versenkt hatte, hallte das Ulmer-Echo durch die zum 140. Mal in Folge ausverkaufte ratiopharm arena. Dass ratiopharm ulm – das zwischenzeitlich nach einem Akpinar-Dreier 60:49 (28.) geführt hatte – auch defensiv in diesem Spiel angekommen war, untermauerte Luke Harangody mit seinem lupenreinen Block an Adam Waleskowski.
4. Viertel (20:22): Doch der offensive Flow ließ sich nicht ins vierte Viertel mitnehmen: So dauerte es fast vier Minuten, ehe ratiopharm ulm nach dem 66:55 wieder Zählbares auf die Anzeigetafel brachte. Eine offensive Dürrephase, die Ludwigsburg zu einem 6:0-Lauf genutzt hatte (68:61). Und jetzt wurde der Ludwigsburger Druck – bedingt durch die müder werdenden Ulmer Beine – so richtig spürbar. Jeder Angriff war nun Schwerstarbeit. Der fünfte Dreier, den Reinhardt in der 38. Minute versenkte (75:66), hatte da schon etwas von Vorentscheidung. Zwei späte Ludwigsburger Distanzwürfe – der letzte 24 Sekunden vor dem Ende von Cook – machten es noch einmal spannend (80:76). Doch ratiopharm ulm hielt auch dieser Drucksituation stand und versenkte vier von vier Freiwürfe in der Crunchtime.
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Quotes
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm): „Wir haben heute den Schnellangriff relativ gut verteidigt, Ludwigsburg die zweiten Chancen weggenommen, die Zone relativ gut verteidigt und vor allem sehr gut zusammengespielt. Wir haben den Extra-Pass gespielt und eine sehr selbstlose Leistung erbracht. Auch defensiv war das eine deutliche Verbesserung zu den Spielen zuletzt und gegen Ludwigsburgs aggressive Pressverteidigung haben wir es über weite Strecken geschafft, den Ball gut nach vorne zu bewegen. Das war eine unserer besseren Leistungen – Gratulation an die Mannschaft!“
John Patrick (Head Coach MHP RIESEN Ludwigsburg):„Gratulation an Thorsten und die Ulmer Mannschaft, sie haben besser zusammen und mit mehr Energie gespielt als wir und haben deshalb verdient gewonnen. Die ratiopharm arena ist immer ein schwieriger Ort, um zu spielen: Es ist heiß und es herrscht eine gute Atmosphäre. Dennoch gibt es keine Ausrede, wir hätten unsere Korbleger und unsere Freiwürfe besser verwerten müssen; es war ein bisschen zu viel Egozock dabei. Aber auf der anderen Seite war Ulm sehr gut vorbereitet und hat seinen Gameplan sehr gut umgesetzt. Sie waren heute hungriger und wollten den Sieg mehr als wir.“
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm): „Wir haben heute den Schnellangriff relativ gut verteidigt, Ludwigsburg die zweiten Chancen weggenommen, die Zone relativ gut verteidigt und vor allem sehr gut zusammengespielt. Wir haben den Extra-Pass gespielt und eine sehr selbstlose Leistung erbracht. Auch defensiv war das eine deutliche Verbesserung zu den Spielen zuletzt und gegen Ludwigsburgs aggressive Pressverteidigung haben wir es über weite Strecken geschafft, den Ball gut nach vorne zu bewegen. Das war eine unserer besseren Leistungen – Gratulation an die Mannschaft!“
John Patrick (Head Coach MHP RIESEN Ludwigsburg):„Gratulation an Thorsten und die Ulmer Mannschaft, sie haben besser zusammen und mit mehr Energie gespielt als wir und haben deshalb verdient gewonnen. Die ratiopharm arena ist immer ein schwieriger Ort, um zu spielen: Es ist heiß und es herrscht eine gute Atmosphäre. Dennoch gibt es keine Ausrede, wir hätten unsere Korbleger und unsere Freiwürfe besser verwerten müssen; es war ein bisschen zu viel Egozock dabei. Aber auf der anderen Seite war Ulm sehr gut vorbereitet und hat seinen Gameplan sehr gut umgesetzt. Sie waren heute hungriger und wollten den Sieg mehr als wir.“
Fotos Florian Achberger
