Shortcut Vor der Partie hatte Head Coach Thorsten Leibenath von seinem Team zwei Dinge gefordert: Charakter zu zeigen und „dass jeder an sein Maximum herankommt”. Während den Uuulmern charakterlich nichts vorzuwerfen war, kamen nur der unermüdlich kämpfende Isaac Fotu (18 Punkte, 9 Rebounds) und Topscorer Katin Reinhardt (19 Punkte) an ihre Leistungsgrenze. „Wir haben auf erschreckende Art und Weise einfache Punkte verschenkt, sei es im Schnellangriff oder im Low Post. Dadurch haben wir uns selbst ein Loch gegraben“, benennt Head Coach Thorsten Leibenath die Gründe, warum ein guter Ulmer Start (4:12) letztlich nicht mehr wert war. Wenngleich ratiopharm ulm bis vier Minuten vor dem Ende im Spiel war (76:70), hatten die Gäste gegen die Bayreuther Präsenz in Korbnähe (siehe Keystats) keine Antwort. Erstmals im bisher sieglosen Monat April für Punkte sorgen kann ratiopharm ulm schon am kommenden Sonntag in der zum 140. Mal in Folge ausverkauften ratiopharm arena: Einfacher wird es gegen den Tabellendritten aus Ludwigsburg (15 Uhr live auf Telekom Sport) aber sicher auch nicht.
Keystats Bei der exakt gleichen Anzahl an Abschlüssen im Zweierbereich (jeweils 37), erzielte Bayreuth 22 Punkte mehr als Ulm. Während die Bayreuther Big Men Seiffert (8/8) und Marei (5/8) hochprozentig abschlossen, war es bei Ulm lediglich Fotu (6/9), der hier mithalten konnte. Stark verbessert zeigten sich die Gäste allerdings bei den Assists (19) und Turnovers (11) – zwei Bereichen, in denen sie zuletzt Schwierigkeiten hatten. Selbiges gilt auch für die Ulmer Freiwurfquote: Während in Weißenfels und Braunschweig zusammen 16 Freiwürfe verfehlt wurden, war es in Bayreuth (12/13) lediglich einer.
Spotlight Der personifizierte Ulmer Kampfeswille trägt den Namen Isaac Fotu: Der Neuseeländer sicherte sich vier seiner neun Rebounds am offensiven Brett und war zusätzlich noch für zwei Steals gut. Offensiv wurden Fotus 18 Zähler lediglich von Katin Reinhardt (19) übertroffen, der seine ersten 11 Punkte ohne Fehlwurf produzierte, das Spiel letztlich aber nur mit einer Feldwurfquote von 38,5 Prozent (5/13) beendete. Während Ulm nur zwei Spieler in Double-Figures stellte, waren es bei Bayreuth mit Seiferth, Marei, Wachalski, Robinson und York fünf.
Spotlight Der personifizierte Ulmer Kampfeswille trägt den Namen Isaac Fotu: Der Neuseeländer sicherte sich vier seiner neun Rebounds am offensiven Brett und war zusätzlich noch für zwei Steals gut. Offensiv wurden Fotus 18 Zähler lediglich von Katin Reinhardt (19) übertroffen, der seine ersten 11 Punkte ohne Fehlwurf produzierte, das Spiel letztlich aber nur mit einer Feldwurfquote von 38,5 Prozent (5/13) beendete. Während Ulm nur zwei Spieler in Double-Figures stellte, waren es bei Bayreuth mit Seiferth, Marei, Wachalski, Robinson und York fünf.
Play-by-Play
1. Viertel (22:23): Nach einem perfekten Start und bis zur 5. Minute einer hundertprozentigen Trefferquote (4:12), war es der erste Ulmer Fehlwurf, der zu zwei Gäste-Fehlern in Folge führte und Bayreuth wieder ins Spiel brachte. Doch ratiopharm ulm hatte eine Antwort, und die hieß im ersten Viertel Katin Reinhardt, der mit seinem zweiten Dreier bereits bei elf Zähler stand bzw. den ersten Bayreuther Ansturm abwehrte (9:15). Doch mit Per Günther und Reinhardt auf der Bank stockte der Ulmer Angriffsfluss ein wenig und die Gastgeber gingen trotz eines Dreiers von Ismet Akpinar fünf Sekunden vor dem Viertelende nur mit einem 22:23 in die erste Pause.
2. Viertel (26:14): Die nächste Ulmer Fehlerkette nutzten die Gastgeber gleich zu Beginn des zweiten Viertels zu einem 7:0-Run, sodass Bayreuth sieben Minuten nach der höchsten Ulmer Führung endgültig im Spiel war (29:23). Hatte ratiopharm ulm den Run zunächst mit aggressiver Verteidigung und einem Krämer-Steal und Fastbreak gestoppt, offenbarten die folgenden Szenen die Schwächen der Ulmer schonungslos: Nach einem Fehlwurf von Reinhardt, dessen Quote bis zur Halbzeit auf 3/7 gesunken war, vollendete Steve Wachalski den dritten Bayreuther Eins-gegen-null-Schnellangriff (32:24). Während die Ulmer sich nun in Einzelaktionen verstrickten, erhöhten die Bayreuther das Tempo und zogen auf 40:29 davon. Als das Spiel wieder etwas langsamer wurde, legte Andreas Seiferth die zweite Ulmer Schwachstelle bloß: In der Zone dominierte Bayreuth mit einer 85-prozentigen Zweierquote (17/20 - Ulm 10/20).
3. Viertel (21:21): Und die Verkettung von Fehlern blieb weiter ein Ulmer Problem: Nach dem siebten Ballverlust und einem anschließenden unsportlichen Foul (Günther) war Bayreuth von 48:40 auf 54:40 enteilt. Aber die Ulmer steckten nicht auf, sicherten sich Offensivrebounds und hatten ja auch noch Reinhardt, der in der 25. Minute mit seinem vierten Dreier auf 56:49 verkürzte. Wenngleich Bayreuth die Tür für ein Ulmer Comeback (56:54) lange offen ließ – und sich untypische Fehler leistete – war es erneut ein 7:0-Lauf der Oberfranken, der für klare Verhältnisse sorgte (69:58).
4. Viertel (19:17): Wenn man nach der vielleicht folgenschwersten Fehlerkette der Ulmer sucht, findet man sie in der 32. Minute: Nach einer erfolgreichen Pass-Stafette, die Akpinar zum 73:65 ablegte, kassierte Fotu im Schnellangriff ein Offensivfoul und als Benimon in der Folge sein fünftes plus ein technisches Foul kassierte, hatte Ulm die Chance auf das 73:67 verpasst und lag stattdessen mit 76:65 zurück. Wenngleich die Gäste nochmals auf 76:70 verkürzen konnten, fehlte letztlich das Wurfglück, weshalb das Endergebnis letztlich zu hoch ausfiel.
2. Viertel (26:14): Die nächste Ulmer Fehlerkette nutzten die Gastgeber gleich zu Beginn des zweiten Viertels zu einem 7:0-Run, sodass Bayreuth sieben Minuten nach der höchsten Ulmer Führung endgültig im Spiel war (29:23). Hatte ratiopharm ulm den Run zunächst mit aggressiver Verteidigung und einem Krämer-Steal und Fastbreak gestoppt, offenbarten die folgenden Szenen die Schwächen der Ulmer schonungslos: Nach einem Fehlwurf von Reinhardt, dessen Quote bis zur Halbzeit auf 3/7 gesunken war, vollendete Steve Wachalski den dritten Bayreuther Eins-gegen-null-Schnellangriff (32:24). Während die Ulmer sich nun in Einzelaktionen verstrickten, erhöhten die Bayreuther das Tempo und zogen auf 40:29 davon. Als das Spiel wieder etwas langsamer wurde, legte Andreas Seiferth die zweite Ulmer Schwachstelle bloß: In der Zone dominierte Bayreuth mit einer 85-prozentigen Zweierquote (17/20 - Ulm 10/20).
3. Viertel (21:21): Und die Verkettung von Fehlern blieb weiter ein Ulmer Problem: Nach dem siebten Ballverlust und einem anschließenden unsportlichen Foul (Günther) war Bayreuth von 48:40 auf 54:40 enteilt. Aber die Ulmer steckten nicht auf, sicherten sich Offensivrebounds und hatten ja auch noch Reinhardt, der in der 25. Minute mit seinem vierten Dreier auf 56:49 verkürzte. Wenngleich Bayreuth die Tür für ein Ulmer Comeback (56:54) lange offen ließ – und sich untypische Fehler leistete – war es erneut ein 7:0-Lauf der Oberfranken, der für klare Verhältnisse sorgte (69:58).
4. Viertel (19:17): Wenn man nach der vielleicht folgenschwersten Fehlerkette der Ulmer sucht, findet man sie in der 32. Minute: Nach einer erfolgreichen Pass-Stafette, die Akpinar zum 73:65 ablegte, kassierte Fotu im Schnellangriff ein Offensivfoul und als Benimon in der Folge sein fünftes plus ein technisches Foul kassierte, hatte Ulm die Chance auf das 73:67 verpasst und lag stattdessen mit 76:65 zurück. Wenngleich die Gäste nochmals auf 76:70 verkürzen konnten, fehlte letztlich das Wurfglück, weshalb das Endergebnis letztlich zu hoch ausfiel.
Quotes
Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): „Ich möchte meiner Mannschaft gratulieren, dass wir über sehr weite Strecken das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten nur ein paar defensive Schwächephasen und waren in anderen Situationen ein wenig fahrig. Vor allem dann, wenn es uns nicht gelungen ist, auf den Ball aufzupassen. Es waren ein paar Turnovers dabei, die Ulm die Möglichkeit gegeben haben, das Momentum an sich zu reißen. Im Großen und Ganzen können wir mit dem heute Gezeigten zufrieden sein.“
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm): „Wir haben unsere defensive Balance Ende des ersten Viertels verloren, haben sie auch in der Halbzeit nicht mehr wiedergefunden. Wir haben auf erschreckende Art und Weise einfache Punkte verschenkt, sei es im Schnellangriff oder im Low Post. Dadurch haben wir uns selbst ein Loch gegraben. In der zweiten Halbzeit war es, mit Ausnahme von zwei, drei Minuten des dritten Viertels, eine ganz andere Leistung. Wir waren defensiv deutlich verbessert und haben uns mehrfach in die Position gebracht, in der wir den Turnaround hätten schaffen können. Dies ist uns allerdings nicht geglückt, auch weil uns das Wurfglück verlassen hat. Aber auch, weil Bayreuth das sehr stark nach Hause gespielt hat.”
Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): „Ich möchte meiner Mannschaft gratulieren, dass wir über sehr weite Strecken das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten nur ein paar defensive Schwächephasen und waren in anderen Situationen ein wenig fahrig. Vor allem dann, wenn es uns nicht gelungen ist, auf den Ball aufzupassen. Es waren ein paar Turnovers dabei, die Ulm die Möglichkeit gegeben haben, das Momentum an sich zu reißen. Im Großen und Ganzen können wir mit dem heute Gezeigten zufrieden sein.“
Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm): „Wir haben unsere defensive Balance Ende des ersten Viertels verloren, haben sie auch in der Halbzeit nicht mehr wiedergefunden. Wir haben auf erschreckende Art und Weise einfache Punkte verschenkt, sei es im Schnellangriff oder im Low Post. Dadurch haben wir uns selbst ein Loch gegraben. In der zweiten Halbzeit war es, mit Ausnahme von zwei, drei Minuten des dritten Viertels, eine ganz andere Leistung. Wir waren defensiv deutlich verbessert und haben uns mehrfach in die Position gebracht, in der wir den Turnaround hätten schaffen können. Dies ist uns allerdings nicht geglückt, auch weil uns das Wurfglück verlassen hat. Aber auch, weil Bayreuth das sehr stark nach Hause gespielt hat.”
Good to know Wenngleich die siebte Playoff-Teilnahme auch vier Spieltage vor dem Hauptrundenende rein rechnerisch noch möglich ist, machen auch die Erfolge der direkten Konkurrenten eine Ulmer Postseason fast unmöglich. Würzburg gewann mit 85:72 gegen Jena (16 Siege, Rang 9), Frankfurt siegte mit 69:81 in Bremerhaven (17 Siege, Rang 8) und Gießen entführte mit einem 97:102 beim MBC zwei Punkte (15 Siege, Rang 11). Die zwölftplatzierten Ulmer (14 Siege) haben nun also drei Siege Rückstand auf Frankfurt.
