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Di, 15.10.2019

„Die Fans sind ein wichtiger Teil des Clubs.“

Im Interview spricht Head Coach Jaka Lakovic über die Baustellen in seinem Team, den nächsten EuroCup-Gegner und die Ulmer Fankultur.

  • „Die Mannschaft sehnt sich nach einem Sieg.“
  • „Chris Babb keine offenen Würfe zu erlauben, ist einer der Schlüssel.“ 
  • EuroCup-Tickets ab 8,40 Euro.
Jaka, die Niederlage in Andorra ist jetzt eine Woche her. Welche Schlüsse hast du aus dem Spiel gezogen und woran hast du mit deiner Mannschaft in den letzten Tagen am intensivsten gearbeitet?
Jaka Lakovic:
Die letzten beiden Spiele haben uns gezeigt, dass wir in zwei grundlegenden Bereichen Schwierigkeiten haben. Einmal geht es um unsere Transition-Defense, also das Problem, dass wir einfach nicht schnell genug umschalten. Zum anderen um die Balance in der Verteidigung im Allgemeinen. In Braunschweig haben wir 22 Punkte im Schnellangriff kassiert, in Andorra waren es 19. Wenn du auf dem höchsten Level konkurrenzfähig sein willst, ist das zu viel – viel zu viel. Auf diese Bereiche haben wir uns in den letzten Tagen fokussiert und werden auch weiter daran arbeiten.
Du hast zuletzt häufig über das Rebounding gesprochen bzw. warst damit nicht zufrieden. Habt ihr in diesem Bereich Fortschritte gemacht?
In Andorra haben wir das Rebound-Duell zwar auch verloren, aber nur sieben Offensivrebounds abgegeben. Wir haben unseren Korb also schon ein bisschen besser verteidigt. Trotzdem gehört das Rebounding und die defensive Balance weiter zu unseren größten Baustellen.
Nachdem ihr jetzt mit Bologna und Andorra gegen zwei Topfavoriten gespielt habt, kommt mit Patras ein Team in die ratiopharm arena, das nur Basketball-Experten kennen. Wie schätzt du die Mannschaft ein?
Wir werden bestimmt keinen Gegner unterschätzen. Patras hatte letztes Jahr eine gute Saison in der Champions League und hat in diesem Jahr noch mehr Geld in die Mannschaft investiert. Ich habe alle fünf Spiele von Patras in dieser Saison gesehen und weiß, dass sie ein sehr solides Team sind. Sie spielen nicht so schnell wie z.B. Braunschweig und Andorra, aber sie spielen guten Basketball und treffen gute Entscheidungen. Ein Team, das Maccabi Rishon in Israel geschlagen hat und Monaco an den Rande einer Niederlage bringen kann, musst du respektieren. 
Head Coach Jaka Lakovic spricht über den Fokus seiner Mannschaft. Foto: Alexander Fischer
Spürst du schon einen gewissen Druck, das nächste Spiel gewinnen zu müssen, oder ist es dafür noch zu früh?
Wir wollen unbedingt wieder gewinnen. Aber bevor wir an den Sieg denken, müssen wir unsere Hausaufgaben machen. Wenn wir das tun, haben wir auch die Chance auf einen Sieg. Ich spüre in der Mannschaft die Sehnsucht nach einem Sieg und das ist auch normal, wenn du 14 Tage lang nicht gewonnen hast. 

Chris Babb war in Ulm ein Publikumsliebling und er wird bei seinem Comeback sicher extra motiviert sein. Wie wollt ihr Babb kontrollieren?
Chris ist ein großartiger Spieler, der das in Ulm und Kuban bewiesen hat. Das zeigt er jetzt auch in Patras. Er ist ihr bester Schütze und immer dann am gefährlichsten, wenn er einen Block nutzen kann. Wenn er auf dem Feld ist, müssen wir bereit sein und sehr physisch gegen ihn spielen. Es wird ein Schlüssel im Spiel sein, ihm keine freien Würfe zu erlauben. 

„Die Fans sind unglaublich.“

Würdest du dir wünschen, dass die Unterstützung der Fans im EuroCup ähnlich groß ist wie in der Bundesliga?
Wenn du vor einer vollen Arena spielst, ist die Atmosphäre großartig und die Fans können der Mannschaft einen Push geben. Aber hier in Ulm können wir uns über die Unterstützung der Fans nicht beschweren. EuroCup-Spiele sind nun mal unter der Woche, die Leute müssen am nächsten Tag wieder zur Arbeit. So ist die Situation eben. Aber wir haben nicht das Recht, uns über unsere Fans zu beschweren. Die Fans sind unglaublich und ein wichtiger Teil des Clubs – sie haben sich den allerhöchsten Respekt verdient. 
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