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Freitag, 02. Dezember 2022

Drachenzähmen auf Slowenisch

ratiopharm ulm gastiert am Dienstag bei Cedevita Olimpija Ljubljana, um am siebten Spieltag im 7DAYS EuroCup ein Auswärtsspiel zu klauen. MagentaSport überträgt ab 19.50 Uhr.

Beim Blick auf die Tabelle könnte der ein oder andere auf die Idee kommen, dass der Titel des bekannten Animationsfilms „Drachenzähmen leicht gemacht“ auch auf die kommende Aufgabe von ratiopharm ulm zutreffen könnte. Cedivita Olimpija Ljubljana, auch als „Zmaji“ (Die Drachen) bezeichnet, steht noch sieglos auf dem letzten Tabellenplatz in Gruppe A. Für Anton Gavel und sein Team kein Anlass, um die Slowenen zu unterschätzen: „Ljubljana ist eine Mannschaft, die vor allem im EuroCup den eigenen Erwartungen hinterherläuft, was sie vor allem auswärts schwer zu bespielen macht.“ 

Auch wenn der letzte Sieg gegen Prometey nach dem Gamewinner von Karim Jallow knapp aussieht, ist eine positive Dynamik zu erkennen, auch weil Gavel den Erfolg als „Sieg des Willens“ einordnet. Nun gilt es am Dienstag beim einzigen noch sieglosen Team im 7DAYS EuroCup den Trend weiterzuentwickeln. In Ljubljana könnte es aufgrund der körperbetonten Gangart wieder auf einen Spieler ganz besonders ankommen: Center Nicolas Bretzel ist zurzeit ein wichtiger Faktor im Spiel der Ulmer. Mit wettbewerbsübergreifend 11,7 Punkten und 5,5 Rebounds trug der Big-Man maßgeblich zu den Erfolgen der letzten vier Spiele bei. 
Trägt mit seinen Leistungen großen Anteil an den Erfolgen der letzten Wochen: Center Nicolas Bretzel. Foto: Noah Papalampros
Nach dem Ausfall von Sagaba Konate sammelt der 2,12m-Mann auch rund zehn Minuten mehr im Schnitt: „Nico muss in die Bresche springen, bekommt mehr Spielzeit und Verantwortung auf dem Feld. In den letzten Partien konnte er mit guten Leistungen überzeugen. Es gilt für ihn konstant zu werden, um diese Leistung immer wieder abzurufen, damit er der Mannschaft weiter solche Impulse geben kann.“, so sein Trainer Anton Gavel. Bretzel selbst weiß seine guten Leistungen in den letzten Partien einzuordnen: „Basketball ist ein Teamsport. Es geht darum, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen und sie mit vollem Einsatz zu unterstützen.“

Auch im EuroCup in die Spur finden
Nach sechs Spielen stehen die Slowenen als einziges Team ohne Sieg am Tabellenende der Gruppe A im 7DAYS EuroCup. Nach deutlichen Niederlagen zu Beginn gestalteten sich die Partien gegen Prometey Slobozhanske (89:94) und zuletzt bei Lietkabelis Panevezysis (98:104) deutlich knapper. In der heimischen ABA-Liga läuft es indessen nach Plan. Die Mannschaft von Jurica Golemac gewann sechs der acht Spiele, davon die letzten drei infolge und findet sich auf Platz vier der Tabelle. Ein wichtiger Faktor im Spiel der Slowenen ist dabei ein ehemaliger Ulmer. Zoran Dragic kehrte nach einer Verletzung zum Team zurück und lieferte beim Comeback gegen Panevezys direkt 11 Punkte und 4 Assists. Weiter wird das Team durch den NBA-erfahrenen (2016-21) Yogi Ferrell (18,8 Pkt) und Center Karlo Matkovic (17,0 Pkt) getragen.
Beim letzten Auswärtsauftritt in Ljubljana erkämpften sich die Ulmer einen 101:96-Erfolg. Foto: Stickel
Vielversprechende Duelle in der Vergangenheit
Bereits sechs Mal trafen die beiden Mannschaften im 7DAYS EuroCup aufeinander, zuletzt im Februar in der ratiopharm arena. Eine starke Offensivleistung reichte damals nicht aus, um die abschlussstarken Slowenen zu bezwingen. Allerdings konnte ratiopharm ulm beim letzten Spiel in der Stožice Arena von Ljubljana nach doppelter Overtime einen 101:96-Auswärtserfolg feiern. Bei einer ausgeglichenen Bilanz von 3-3 verspricht die Partie auch diesmal wieder spannend zu werden.
 
Head Coach Anton Gavel: „Eine große Stärke von Ljubljana ist Rückkehrer und Ex-Ulmer Zoran Dragic. Er ist ein wichtiger Leader, der der Mannschaft einen enormen Push nach vorne gibt. Mit Yogi Ferrell und Karlo Matkovic haben die Slowenen nicht nur wichtige Punktegaranten, sondern auch starke Rebounder und Assistgeber. Ljubljana ist eine Mannschaft, die vor allem im EuroCup den eigenen Erwartungen hinterherläuft, was sie vor allem auswärts schwer zu bespielen macht.“
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