Sechs NBA-Draftpicks. Zwei Erstrundenpicks in einem Jahr. Und ein Campus, der Basketball-Karrieren verändert. Mit dem Bau des OrangeCampus eröffneten sich ganz neue Möglichkeiten der Nachwuchsförderung am Basketballstandort Ulm. Ein großes Nachwuchsleistungszentrum im Süden Deutschlands, das es so in Europa kaum ein zweites Mal gibt. „Infrastruktur ist auf der einen Seite sehr wichtig, auf der anderen Seite ergibt sich daraus aber nicht automatisch, dass sich Talente entwickeln. Es steht und fällt mit dem richtigen Konzept dahinter und mit den richtigen Menschen, die dieses Konzept umsetzen“, erklärt ratiopharm ulm Sportdirektor Thorsten Leibenath.
Über Jahre hinweg spiegelt sich der Erfolg dieser Strategie im Werdegang der ausgebildeten Talente wider. Mit Killian Hayes, Jeremy Sochan, Pacome Dadiet, Juan Núñez, Noa Essengue und Ben Saraf schafften gleich sechs ehemalige Uuulmer über das heiß begehrte NBA-Draft den Sprung über den großen Teich. Das liegt vor allem an dem hohen Maß an Verantwortung, das sie früh in ihrer Karriere übertragen bekommen haben. „Einige unserer Talente sind bereits in der ersten Runde gedraftet worden. Das liegt vor allem daran, dass sie in jungen Jahren viel Verantwortung bekommen und diese zu nutzen wissen“, betont Leibenath.
Die Strategie der Talentförderung bringt selbstverständlich auch große Herausforderungen mit sich. Der Einklang zwischen sportlichem Erfolg und der Ausbildung junger, ambitionierter Talente muss stimmen. „Die Umsetzung ist durchaus schwierig, denn man hat schon oft gesehen, dass Nachwuchskonzepte gefahren werden, die mit dem sportlichen Erfolg zu kämpfen haben. Bei uns gelingt es, beides in Einklang zu bringen – junge Spieler zu integrieren, ihnen viel Verantwortung zu übertragen und trotzdem erfolgreich Basketball zu spielen. Wir gehen sogar so weit zu sagen, dass wir genau deshalb erfolgreich sind“, so Leibenath.
