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Freitag, 19. Januar 2024

Kaltschnäuzig das Momentum genutzt

ratiopharm ulm schlägt die Bamberg Baskets nach einem überzeugenden Schlussviertel mit 76:84 und holt mit kleinerer Rotation einen wichtigen Sieg in der Fremde.

Durchschlagskraft durch die Zone
Am Ende war die Energie in der Zone entscheidend, um das Momentum herauszuarbeiten und sich schlussendlich erfolgreich abzusetzen. Nach dem Führungswechsel zu Beginn des Schlussviertels (64:63), sollte Center Trevion Williams in den letzten zehn Minuten eine tragende Rolle zukommen. Der 2,06m-Hühne stand maßgeblich für die Energie zum Korb, den entscheidenden 12:2-Run, wichtige Defensivrebounds und die Bamberger Punkteausbeute im Schlussabschnitt (13:22). 
Er brachte im Schlussviertel die notwendige Durchschlagskraft: Center Trevion Williams auf dem Weg zum Korb. Foto: Daniel Löb
Unterstützung durch jugendliche Raffinesse
Wenn man über die Glanzmomente der jungen Ulmer spricht, führt kein Weg am 18-jährigen Pacôme Dadiet vorbei (12 Pkt, 6 Reb, 2 As). Von der Drei-Punkte-Linie begonnen, war es ein ums andere Mal der kaltschnäuzige Franzose, der seinen Teamkollegen den Weg durch die Zone aufzeigte und zur Pause als Topscorer bereits 10 Punkte auf dem Konto hatte. Zurück auf dem Parkett schraubte der Youngster an der Geschwindigkeit im Offensivspiel und initiierte mit einem sehenswerten Drive den entscheidenden 12:2-Run im Schlussviertel.
Auf Youngster Pacôme Dadiet konnten die Ulmer an diesem Abend wieder einmal zählen. Foto: Daniel Löb
Spielverlauf: Tommy Klepeisz, Pacôme Dadiet, George De Paula und L.J. Figueroa - die Liste der erfolgreichen Dreierschützen wuchs von Minute zu Minute (4/7 3P) und ebnete einen erfolgreichen Start inklusive 9:0-Lauf (9:17, 6.). Trotz einiger Abstimmungsprobleme aufseiten der Hausherren (5 TO), schafften die Ulmer es nicht gewinnbringend durch die Zone zu kommen, während die Gäste gerade dort erfolgreich attackierten (18:21). Auch in Viertel Nummer zwei legten Klepeisz & Co. von außen weiter los. Initiiert vom Kapitän mit zwei aufeinanderfolgenden Dreiern, nahmen sich die Kollegen Nunez und Figueroa ein Beispiel am Wurf vom Parkplatz (26:35, 15.). Als es dann wieder durch Zone klappen sollte, sorgte Youngster Dadiet für wichtige Akzente. Als Starter für den angeschlagenen Karim Jallow, ging der 18-Jährige in der ersten Halbzeit als Topscorer voran (10 Pkt) und brachte die notwendige Durchschlagskraft zur Pausenführung (36:43).

„Wir müssen alles an Energie in die Waagschale werfen. Unsere Jungen spielen bislang mit viel Selbstvertrauen. Wir haben ihnen ganze Jahr dieses Vertrauen entgegengebracht und heute ist ihre Chance, dies zurückzuzahlen“, gab Ulms Kapitän im Halbzeitinterview zu verstehen - und die Youngster waren weiter drauf und dran, diese Chance zu nutzen. Aus der Halbzeit gab es gerade mit deren Unterstützung und schnellem Offensivbasketball immer wieder Lösungen auf dem Weg zum Korb. Erst war es die Power von Center Trevion Williams (4/4), dann die Nahdistanzwürfe Figueroas (3/3) und zur Krönung das französische Alley-Oop-Anspiel von Dadiet auf Noa Essengue (59:62, 28.). Es häuften sich die Führungswechsel, insgesamt sechs in vier Minuten, ehe abermals Dadiet mit sehenswertem Drive einen 12:2-Run seines Teams initiierte und mit Center Trevion Williams einen Spieler mit allerletzter Konsequenz fand, der als Topscorer mit einem weiteren Double-Double (20 Pkt/10 Reb) den Sieg auf den Weg brachte.
Mit seinem Double-Double (20 Pkt/10 Reb) ebnet Trevion Williams den Weg zum wichtigen Auswärtserfolg. Foto: Daniel Löb
Orange-Mixed Zone
Head Coach Anton Gavel: „Glückwunsch an meine Spieler zum Sieg. Nach den letzten Spielen war es wichtig für uns gerade in der Fremde wieder zu punkten. Die Mannschaft ist heute in die Bresche gesprungen und wir sind sehr froh über das Resultat. Ich glaube im Schlussviertel haben wir den notwendigen Siegeshunger gezeigt, die passenden Antworten gegeben und wichtige Stopps erzwungen.“

Center Trevion Williams: „Wir haben diesen Sieg gebraucht. Gerade fehlen uns ein paar Jungs, dennoch wollten wir keinen Zweifel an unseren Stärken aufkommen lassen. Wir wussten, dass es ein schweres Auswärtsspiel wird, deshalb ist dieser Erfolg ein großer Schritt in die richtige Richtung.“
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