Das erste Mal ist eben immer etwas Besonderes. So auch am Dienstag, wenn acht Ulmer Neuzugänge gegen Rasta Vechta ihre Premiere in der ratiopharm arena erleben werden. Bei den Gästen, die 2018/19 als Aufsteiger sensationell ins Halbfinale stürmten, ist der Umbruch nicht ganz so groß ausgefallen. Zwar zogen die Leistungsträger T.J. Bray (München), Austin Hollins (St. Petersburg) und Seth Hinrichs (Ulm) weiter, doch den Kern der Mannschaft konnte Pedro Calles, Trainer des Jahres 2019, halten. Das könnte ein Vorteil sein für Vechta, das einen ähnlich temporeichen Spielstil pflegt, wie ihn auch ratiopharm ulms Head Coach Jaka Lakovic sehen möchte.
„Wir kennen Coach Pedro Calles, sie werden gut vorbereitet sein. Aber im ersten Spiel sollten wir den Fokus auf uns richten. Wir müssen unsere Sachen richtig und gut machen. Dann sind wir konkurrenzfähig und dann haben wir auch eine Chance auf den Sieg.“ Die Saisonvorbereitung verlief für Vechta vielversprechend: In sechs Testspielen, die ausschließlich gegen deutsche Teams ausgetragen wurden, verbuchten die RASTAner sechs Siege.
Im Fokus: Mit Josh Young als Anführer, Jungnationalspieler Philipp Herkenhoff auf der Fünf und den variablen Big Men Robin Kirsten und Michael Kessens, plus dem Verteidigungsspezialisten Max DiLeo hat Vechta ein Quintett beisammen, das aus dem Vorjahr weiß, wie man auch die ganz Großen der Liga mit intensiver Verteidigung in die Knie zwingen kann. Bayern, Bamberg, Berlin – alle hatten sie dem Druck der RASTAner nichts entgegenzusetzen. Bei den Neuzugängen fehlen zwar die ganz großen Namen, auffällig ist aber, dass alle aus kleineren bzw. zweiten Ligen kommen, also über reichlich Ehrgeiz und Entwicklungspotenzial verfügen dürften. Bekanntester Neuzugang ist Steve Vasturia, der schon für ALBA Berlin in der BBL auflief und zuletzt in der zweiten spanischen Liga aktiv war.