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Donnerstag, 03. März 2022

Wiedersehen in Würzburg

ratiopharm ulm ist am Freitag, 04.03. zum 23. Spieltag der easyCredit BBL in Würzburg zu Gast. Tip-Off gegen die Unterfranken ist um 19 Uhr.

Gleicher Gegner, andere Stadt: Nach dem Duell gegen Würzburg vor rund zwei Wochen an der Donau, fahren die Ulmer am Freitag zum Rückspielnach Franken. Tommy Klepeisz, Fedor Zugic und Philipp Herkenhoff reisten in der Zwischenzeit mit ihren Nationalmannschaften zur ersten Runde der Vorqualifikation zur WM 2025. Die Partie am Freitagabend überträgt MagentaSport für alle Fans live ab 18:45 Uhr.

Vorbereitungsphase genutzt
„Ein intensives Spiel“ beschrieb Jaka Lakovic den 92:86-Sieg gegen s.Oliver Würzburg. Das Duell hatte einige Highlights zu bieten: Die Zuschauer bekamen in der ratiopharm arena eine hitzige Partie mit einem Platzverweis für den Würzburger Coach Sasa Filipovski zu sehen – 41 Punkte von Desi Rodriguez obendrauf. Auf die Frage, wie der gegnerische Forward am Freitag verteidigt werden kann, zeigt sich Lakovic selbstbewusst: „Wir wissen um seine Stärken, es geht aber nicht nur um ihn. Das ganze Team muss gut verteidigt werden und um ihn zu stoppen, werden wir einen Weg finden.“

Überzeugt hat beim Hinspiel auch Philipp Herkenhoff: 11 Punkte, 8 Rebounds, 3 Assists und 3 Steals – Zahlen die sich für den 22-Jährigen sehen lassen können. „Mit dem Ausfall von Cristiano Felicio ergeben sich jetzt auch neue Chancen für mich – ich kann auch auf der Position Fünf agieren.“ Der brasilianische Center hat sich laut Lakovic „schwerer verletzt und wird voraussichtlich acht Wochen fehlen.“ Herkenhoff kam erst vor wenigen Tagen vom Nationalmannschaftsfenster zurück: „Ich hatte zwischenzeitlich anderthalb Tage, um mich auszukurieren, das tat echt gut. Die Spielzeit vor der Länderspielpause war für uns alle anstrengend. Egal ob Nationalmannschaft oder nicht – jeder hatte die vielen Spiele in den Wochen davor in den Knochen.“ Die Übergangsphase nutzte ratiopharm ulm zur Regeneration und Vorbereitung. Hier ist der Ulmer Coach Lakovic vor allem mit dem Verlauf der letzten Tage zufrieden: „Wir haben uns mit der verfügbaren Mannschaft intensiv vorbereitet, einige Jungs der ProB-Mannschaft waren auch dabei - das Integrieren hat gut funktioniert.“
Der OrangeCampus bietet die besten Bedingungen für eine fokussierte Vorbereitung: Hier verteidigt Philipp Herkenhoff gegen Jaron Blossomgame. Foto: Felix Steiner
Bekannte Gegner
Mit einem flüchtigen Blick auf die Tabelle sieht die Partie nach einer klaren Nummer aus: ratiopharm ulm reist als Tabellenvierter zum Team auf Rang 16 – das täuscht. Am Freitagabend treffen in der tectake Arena zwei Teams mit gutem Abschluss aufeinander. Würzburg trifft 48,9% aus dem Feld, Ulm ist mit 48,7 % Ulm ähnlich stark. Dennoch schwebt die Bilanz der letzten zehn Spiele im Raum: Würzburg verlor davon acht Partien, Sasa Filipovski hauchte der Mannschaft mit Siegen gegen Bamberg und Bonn neues Leben ein - den Dämpfer gab es am letzten Spieltag gegen die Ulmer.

„Wie ich schon vor dem Hinspiel betonte, spielt Würzburg guten Basketball und hat personell einige Spieler, die für Qualität stehen. Neben Rodriguez stehen Parodi, Hunt oder auch Moller im Fokus - diese Jungs müssen wir in ihrer Spielweise eingrenzen“, warnt Lakovic. Die angesprochenen Guards Luciano Parodi (10,2 Pkt, 3,8 Ass) und Cameron Hunt (11,9 Pkt, 3,8 Ass) sind die kreativen Lenker der Franken. Dauerbrenner Hunt stand bereits beim Hinspiel in Ulm 33:45 Minuten auf dem Parkett. Eine Besonderheit für das Duell: Ein letztes Mal treffen Per Günther und Alex King aufeinander. Die beiden BBL-Veteranen kommen zusammen auf über 1100 Liga-Einsätze, King stellt mit 634 Spielen den ewigen Bundesligarekord. 
Ein letztes Mal trifft Kapitän Per Günther in Würzburg auf Alex King. Foto: Felix Steiner
Mit Season-High zum Spotlight-Player
Wuchtig und abgezockt ließ er die ratiopharm arena teilweise verstummen: Die Kategorie Spotlight-Player geht nach dem 41-Punkte-Auftritt klar an Desi Rodriguez – für den Würzburger neuer persönlicher Rekord. Der 100 Kilogramm schwere US-Amerikaner steuert im Schnitt 14,8 Punkte und 5,3 Rebounds bei – das macht ihn zum effizientesten Mann der Franken (16,4 EFF). 
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