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Mittwoch, 02. Februar 2022

Couragierter Auftritt in Venedig

ratiopharm ulm muss sich personell geschwächt im 7DAYS EuroCup gegen Umana Reyer Venezia mit 89:79 (42:44) geschlagen geben.

Es war ein Spiel der besonderen Art: Am 12. Spieltag des 7DAYS EuroCup verlor Ulm mit einem dezimierten Kader 89:79 in Venedig. Krankheits- bzw. verletzungsbedingt fehlten am Mittwochabend neben Headcoach Jaka Lakovic und Assistant Coach Tyron McCoy auch Karim Jallow, Cristiano Felicio, Thomas Klepeisz, Nicolas Bretzel, Marius Stoll und Christoph Philipps. Beweisen durften sich daher Anton Gavel als Interimstrainer und etliche Ulmer Youngster auf dem Feld.

In einer ungewohnten Starting Five startete ratiopharm ulm unter anderem mit Nachwuchsspieler Nat Diallo. Die ersten fünf Zähler gingen an die Gastgeber aus Venedig - das Team von Headcoach Walter de Raffaele zeigte sich sowohl in der Zone als auch von der Dreierlinie effizient (12:6, 4.). Antreiber Semaj Christon punktete zwar immer wieder aus der Halbdistanz, aber die Italiener waren von „Downtown“ eiskalt. Vor allem die Präsenz von Cristiano Felicio fehlte dem Team von Anton Gavel an beiden Enden des Feldes – dennoch erspielte sich Ulm etliche Chancen. Nach den ersten zehn Minuten führte Venedig mit 28:14. Mit Starspieler Stefano Tonut übte Reyer weiterhin konstanten Druck aus, was sich auch auf den Dreierabschluss der Ulmer auswirkte – wenige Bälle landeten im Korb. ratiopharm ulm schüttelte sich aber und fand mit einem 7:0-Lauf wieder zurück ins Spiel: Christon für Drei, Blossomgame und Zugic mit sehenswerten Dunks (33:28, 15.). Sindarius Thornwell egalisierte mit einem tiefen Distanzwurf die italienische Führung. Nach einem beeindruckenden zweiten Viertel erkämpfte sich Ulm sogar einen Zwei-Punkte-Vorsprung zur Halbzeitpause (42:44).
Semaj Christon war am Mittwochabend der Dreh- und Angelpunkt: 16 Punkte, 10 Rebounds und 7 Assists sprechen für sich. Foto: Felix Steiner
Zu Beginn der zweiten Hälfte punkteten zunächst die Italiener – Herkenhoff antwortete mit seinem abkippenden Handgelenk zum Dreier. Anton Gavel rotierte jetzt mehr, doch die Partie blieb weiterhin spannend, auch weil die Ulmer die Gastgeber nicht wegziehen ließen (52:51, 25.). Nach einer offensiven ersten Halbzeit war das dritte Viertel vor allem von viel Kampf geprägt: Reyer Venezia gewann offensive Rebounds, Ulm verteidigte konzentriert um die Zone. Die Italiener hatten das Momentum auf ihrer Seite und setzten sich zum Schlussviertel mit neun Zählern ab (67:58). Austin Daye lief für Venedig heiß: Der Forward netzte von außerhalb ein und führte seine Mannschaft zu wichtigen Punkten. ratiopharm ulm tat sich in der Vorwärtsbewegung schwer und verlor den Anschluss – der Wegfall einiger Ulmer war jetzt zu spüren (81:70, 35.). Immer wieder biss sich das Team von Gavel in die Partie, steckte nicht zurück und zeigte sich vor allem selbstbewusst – Ulm verkürzte nochmal auf nur noch sechs Punkte. Nach einem couragierten Auftritt musste sich die Mannschaft aber mit 89:79 geschlagen geben.

Interimscoach Anton Gavel: „Zunächst Gratulation an Venedig. Defensiv sind wir nicht so aufgetreten, wie wir das hätten machen müssen. Wir haben einfache Korbleger zugelassen. Die offensiven Rebounds haben uns auch nicht geholfen - vorne haben wir Würfe und einfache Chancen liegen lassen.“

Ulmer Top-Performer
ratiopharm ulm überzeugte am Mittwochabend vor allem mit Sindarius Thornwell (21 Punkte, 6 Rebounds), Jaron Blossomgame (19 Punkte, 9 Rebounds) und Semaj Christon (16 Punkte, 10 Rebounds, 7 Assists).

Save the date!
Per gegen Rickey: Das nächste Spiel unserer Ulmer ist eines der besonderen Art. Am Montag, 07.02. empfängt ratiopharm ulm die EWE Baskets Oldenburg an der Donau vor Zuschauern. Tip-Off in der ratiopharm arena ist um 19:00 Uhr.
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