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Freitag, 08. März 2019

Schwerer Gang zum Pokalsieger

ratiopharm ulm trifft am Sonntag (18 Uhr live bei MagentaSport) auf stark verbesserte Bamberger.

  • Sieben Siege in Serie plus Pokal-Triumph: Bamberg ist das Team der Stunde.
  • Schlüsselduell: Dwayne Evans gegen Augustine Rubit. 
  • Javonte Greene trifft beim Dunking-Contest auf Austin Hollins. 
Man könnte eine Songzeile der Backstreet Boys nehmen, sie leicht abwandeln, und man hätte eine gute Beschreibung der aktuellen Gemütslage bei Brose Bamberg: „Bamberg’s back, alright?“ Der einstige Serienmeister, der in der ersten Saisonhälfte noch ein unbefriedigendes Auf und Ab erlebte, scheint zurück zu sein im Meisterschaftsrennen. Seit Mitte Januar der dritte Trainerwechsel innerhalb von elf Monaten Federico Perego auf den Posten des Head Coachs brachte, pflügen die Oberfranken mit breiter Brust durch alle Wettbewerbe: Insgesamt stehen aus den letzten 12 Spielen zehn Siege zu Buche, und national ist Bamberg unter dem 34-jährigen Perego sogar noch ungeschlagen (7-0). Der „season changer“ war dabei ohne Frage der Sieg im Pokalfinale gegen Berlin Mitte Februar (83:82). 

„Mehr Aktivität und bessere Ballbewegung.“

ratiopharm ulm, das weiterhin massiv unter dem Verletzungspech leidet, kann von einer ähnlichen Konstanz nur träumen. Nach dem begeisternden Erfolg in Würzburg folgte bekanntlich die bittere Niederlage in Bonn, weshalb die Ulmer vor Beginn des 23. Spieltags auf Rang acht der Tabelle geführt werden – übrigens punktgleich mit Bonn (6.), Ludwigsburg (7.), Gießen (9.) und Braunschweig (10.). Um nun in Bamberg bestehen zu können, erhofft sich Head Coach Thorsten Leibenath von seinem Team „mehr Aktivität in der Verteidigung und eine bessere Ballbewegung“. Um diese Schwerpunkte zu verinnerlichen, hatte Leibenath mit seiner Mannschaft zuletzt sechs Tage Zeit – so viel wie schon lange nicht mehr. 
Hier noch Assistent, jetzt Chef: Frederico Perego. Foto: Alexander Fischer
Im Fokus: Augustine Rubit gegen Dwayne Evans ist das Duell zwischen zwei der besten Big Men der Liga. Nicht zufällig belegen Rubit (15,1 Punkte; 5,3 Rebounds) und Evans (14,5; 6,4) unter allen BBL-Power-Forwards die ersten beiden Plätze bei den erzielten Punkten. Im Hinspiel war Evans (17 Punkte) lange von keinem Gegenspieler zu stoppen. Erst, als Rubit (22) und Cliff Alexander auf den Ulmer Topscorer angesetzt wurden, konnte Bamberg Evans Kreise einengen und schließlich einen 91:100-Sieg aus der ratiopharm arena entführen. 
 
Historie: Die Ulmer Bilanz in Bamberg fällt schmerzhaft einseitig aus: In 18 Anläufen konnte das ratiopharm-Team erst zweimal in Oberfranken gewinnen. Der letzte Sieg in Bamberg – in der Rekordsaison 2016/17 (79:84) – liegt allerdings noch nicht allzu lange zurück, und auch in der vergangenen Saison fehlte beim 80:77 nicht viel zum Auswärtscoup. Ein weiterer Mutmacher: Mit einer Bilanz von 6-4 liegt Ulm gegenwärtig unter den besseren Road-Teams der easyCredit BBL. 
Duell mit Haken und Ösen: Taylor gegen Akpinar. Foto: Daniel Löb.
Thorsten Leibenath: „Unter Federico Perego hat Bamberg eine klarere Kontur erhalten. Die Rollen sind eindeutig verteilt und das Team spielt besser als im Hinspiel. Zum Beispiel Tyrese Rice: Der kommt jetzt nicht mehr von der Bank und ist als Starter noch einmal besser. Der andere Schlüsselspieler ist sicher Augustine Rubit, der 70 Prozent seiner Zweipunktewürfe trifft. Aug können wir nur als Team verteidigen, wobei wir die Dreierlinie nicht vernachlässigen dürfen. Generell erhoffe ich mir von meiner Mannschaft mehr Aktivität in der Verteidigung und eine bessere Ballbewegung – das waren auch die Schwerpunkte der Trainingswoche.“
 
Und sonst? Der ALLSTAR Day (23. März in Trier) wirft seine Schatten voraus. Wie die BBL heute bekanntgab, bestreitet Javonte Green das erste Halbfinale des MagentaSport Dunking-Contests gegen Vechtas Austin Hollins. Im direkten Duell nach dem Modus „best of three“ erreicht der Dunker das Finale, der die Jury zweimal mit seinen Dunks überzeugen kann. Die Juroren vergeben also nicht wie gewohnt Punkte (1 bis 10), sondern entscheiden sich in maximal drei Durchgängen mit Hilfe einer farbigen Tafel für einen Sieger. Los geht der Dunking-Contest um 19.15 Uhr – der Gewinner erhält ein Preisgeld von 1.000 Euro. 
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