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Fr, 24.04.2020

Serienerfolg gegen Oldenburg

ratiopharm ulm gewinnt die best-of-three-Serie gegen die EWE Baskets Oldenburg durch zwei Siege in Folge.

  • Zach Ensminger entscheidet zweites Spiel per Dreier 
  • Per Günther avanciert zum Topscorer
  • Premiere von „Director's Cut“ am nächsten Mittwoch

Insgesamt sieben Punkte waren es am Ende, die Zach Ensminger am Controller für sein Team produzieren konnte. Und ähnlich wie auf dem echten Spielfeld, schreckte der Point Guard auch an der Konsole nicht davor zurück, Verantwortung zu übernehmen. 30 Sekunden vor Schluss versenkte Ensminger mit dem Ablauf der Angriffszeit einen enorm schwierigen Dreier und nahm Oldenburg damit die Möglichkeit, nochmal in das Spiel zurück zu finden (53:47). „So klingt das, wenn ESport-Profis ihre Hüte ziehen“ kommentierte Benni Zander die spektakuläre Aktion von Zach, der sich wenig später zusammen mit seinem Teammate Marius Stoll über den 2:0-Serienerfolg gegen die EWE Baskets Oldenburg freuen konnte.   
Im Fokus: Für die beiden Studiogäste Marius Stoll und Zach Ensminger ist die ratiopharm arena kein Neuland mehr. Schließlich zählen sie in dieser Saison als Doppellizenzspieler zum erweiterten Kader von ratiopharm ulm. Beide standen in der aktuellen Spielzeit jeweils einmal auf dem BBL-Parkett. Während der 20-jährige Marius sein BBL-Debüt bereits in der Saison 2018/19 gegen Bayreuth feierte, erlebte der 18-jährige Zach am 20.10.2019 seine ersten 52 Sekunden in Deutschlands höchster Spielklasse gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg. Bei der OrangeAcademy zählen die beiden Aufbauspieler zu den Stammkräften in Anton Gavels Rotation. Durchschnittlich 30:22 Minuten pro Spiel stand Zach in der 2. Basketball Bundesliga ProB auf dem Feld und war mit 12,8 Zählern zweitbester Punktesammler und mit 4,8 Assists bester Vorlagengeber für sein Team. „Ich bin sehr froh darüber, wie die Saison für mich persönlich verlaufen ist. Ich habe in meinen Augen einen Schritt nach vorn gemacht. Anton hat mir dabei sehr geholfen und mir von Beginn an Vertrauen geschenkt, wovon ich sehr profitiert habe. Er kann mir natürlich viel beibringen im Training, weil auch er früher im Aufbau gespielt hat. Da kann ich mir eine Menge abschauen“, verrät Zach. Sein Mitspieler Marius Stoll verzeichnete in knapp 18 Spielminuten fünf Punkte und 2,8 Assists (zweitbester Wert des Teams), konnte verletzungsbedingt aber nur 16 der 22 Saisonspiele bestreiten. Nachdem sich die jungen Ulmer im letzten Spiel der regulären Saison gegen Frankfurt für die Playoffs qualifizieren konnten, wurde die Saison wenig später aufgrund des Corona-Virus abgebrochen und die Endrunde dadurch nicht mehr ausgespielt. „Das war kein schönes Gefühl, weil wir natürlich unbedingt weiterspielen wollten. Die Karten werden in den Playoffs neu gemischt und wir waren bereit, einen Run zu starten. Von daher war es sehr schade, dass die Saison beendet werden musste“, sagt Marius Stoll.  

Marius Stoll kommentierte die zweite Partie des Abends. Foto: ratiopharm ulm
Spielverlauf: Den besseren Start ins erste Spiel der Serie, bei dem Marius Stoll den Controller in der Hand hielt, erwischten die Oldenburger, die das Match mit einem 5:0-Lauf  eröffneten. Seth Hinrichs konnte dann aber auch die Ulmer auf die Anzeigetafel bringen und initiierte damit einen 8:0-Lauf, der die erste Führung für ratiopharm ulm bedeutete (8:5). Per Günther war es dann, der mit zwei verwandelten Dreier in Serie die Ulmer Führung zum Ende des ersten Viertels ausbaute (16:8). Während bei Oldenburg in der Folge nur wenig in der Offensive zusammenlief, stellte Christoph Philipps per krachendem Dunk die erste zweistellige Führung für die Ulmer her (18:8). Und auch im zweiten Viertel blieben die Donaustädter am Drücker und bereiteten ihren Gegnern aus Niedersachen vor allem durch eine starke Verteidigung Probleme. „Marius macht das gut und steht vor allem in der Defensive gut“, lobt auch Zach Ensminger seinen Mannschaftskollegen. Ein spektakuläres Alley-Oop-Anspiel von Per Günther auf Christoph Philipps bedeutete zwei Minuten vor der Halbzeit eine 26:16-Führung für Ulm. Bis zur Pause erhöhten die Gastgeber sogar noch auf 16 Punkte (38:22).  

Und auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Ulmer weiterhin das Spielgeschehen: Während die Gäste kein Mittel gegen die Ulmer Defensive finden konnten, nutzten Marius Stoll und seine Mitspieler zum Start ins dritte Viertel mehrere Fast Breaks, um auf 45:22 davon zu ziehen. Zum Ende des Abschnitts konnten die Donnervögel ihren Rückstand zwar zunächst auf 14 Punkte drücken, konnten einen Buzzerbeater von Per Günther im Gegenangriff aber nicht verhindern (52:35). Geschlagen geben wollte sich Oldenburg aber trotzdem noch nicht und verkürzte drei Minuten vor Schluss nochmal auf 11 Punkte (58:47). Und auch wenn die Ulmer am Ende den Fuß vom Gaspedal nahmen, reichte die Zeit für die Gäste am Ende nicht aus, um das Spiel noch einmal zu drehen, sodass ratiopharm ulm das erste Spiel der Serie mit 59:52 für sich entscheiden konnte.    

 
Dann war Zach an der Reihe, der auch privat häufiger an der Konsole aktiv ist, und auch prompt die ersten Punkte für sein Team beisteuerte (3:3). Oldenburg kam jedoch im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen deutlich besser ins Spiel und führte Mitte des ersten Viertels mit 5:8. Per Günther war es dann aber wieder, der seine Farben mit vier Zählern in Folge zurück in Front brachte (14:11). Die Partie gestaltete sich jedoch weiterhin eng, weil Oldenburg besser dagegen hielt und zu Beginn des zweiten Viertels erneut führte (17:20). Ernsthaft absetzen konnten sich die Gäste aber nicht, da Per Günther einmal mehr die Kontrolle übernahm und die Führung erst per Dunk (!) zurückeroberte (24:23) und dann durch zwei Dreier gepaart mit Punkten von Christoph Philipps auf 32:23 ausbaute.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erarbeitete sich ratiopharm ulm zwar zunächst durch einen Günther-Dreier die erste zweistellige Führung (41:30) der Partie, konnte in der Folge aber gerade defensiv nicht mehr an die Leistung aus Spiel eins anknüpfen. Oldenburg nutzte diese Nachlässigkeiten, um sich zum Ende des dritten Abschnittes auf fünf Zähler heranzubringen (41:46). Und auch im Schlussviertel blieben die Oldenburger hartnäckig und lagen 50 Sekunden vor dem Ende nur noch mit drei Zählern hinten (50:47). Doch dann schlug die Stunde von Zach Ensminger: Gavin Schilling, den Zach am Controller steuerte, verwandelte mit dem Ablauf der Angriffszeit einen enorm schwierigen Dreier und brachte damit 30 Sekunden vor Schluss die Entscheidung für die Ulmer (53:47).   
O-Ton:
Zach Ensminger: „Ich bin sehr froh darüber, wie die Saison für mich persönlich verlaufen ist. Ich habe in meinen Augen einen Schritt nach vorn gemacht. Anton hat mir dabei sehr geholfen und mir von Beginn an Vertrauen geschenkt, wovon ich sehr profitiert habe. Er kann mir natürlich viel beibringen im Training, weil auch er früher im Aufbau gespielt hat. Da kann ich mir eine Menge abschauen.“

Marius Stoll: „Das war kein schönes Gefühl, weil wir natürlich unbedingt weiterspielen wollten. Die Karten werden in den Playoffs neu gemischt und wir waren bereit, einen Run zu starten. Von daher war es sehr schade, dass die Saison beendet werden musste.“

Und sonst: Warum spielen die jungen Spieler nicht, warum lässt der Head Coach nicht foulen & warum gibt es schon wieder keine Auszeit? Die großen Rätsel des Basketballs - genau darum dreht es sich im Director's Cut, dem neuen Ulmer Live-Format auf Facebook und YouTube. Am kommenden Mittwoch, 29.04.2020 ab 19.30 Uhr, geben Sportdirektor Thorsten Leibenath und Arena-Sprecher Marc Herrmann die Antworten. Gemeinsam schauen wir einen ratiopharm ulm Klassiker, anaylisieren Spielszenen und beantworten Fragen aus der Community. Stay tuned - und seid am Mittwoch mit dabei.
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